HENSCHE RECHTSANWÄLTE, FACHANWALTSKANZLEI FÜR ARBEITSRECHT

ARBEITSRECHT AKTUELL // 13/147

Erst­mals Warn­streik in Tier­park und Zoo

In ei­ner his­to­ri­schen Ak­ti­on leg­ten Be­schäf­tig­te von Zoo und Tier­park ih­re Ar­beit nie­der: Da­mit woll­ten sie den Druck in den lau­fen­den Ta­rif­ver­hand­lun­gen er­hö­hen
Zwei Stiefel mit darauf gesetztem Arbeitshelm Ver­di for­dert kan­pp 6,7 Pro­zent mehr Ent­gelt

27.05.2013. (dpa) - Erst­mals in der Ge­schich­te des Tier­parks und des Zoo­lo­gi­schen Gar­tens in Ber­lin ha­ben Mit­ar­bei­ter für kur­ze Zeit ih­re Ar­beit nie­der­ge­legt.

Die Dienst­leis­tungs­ge­werk­schaft Ver­di hat­te die Be­schäf­tig­ten für Sonn­tag­mit­tag zwi­schen 12.00 und 14.00 Uhr zu ei­nem Warn­streik auf­ge­ru­fen.

Nach An­ga­ben der Ge­werk­schaft be­tei­lig­ten sich rund 100 der 430 Mit­ar­bei­ter an der Ak­ti­on.

Sie ver­sam­mel­ten sich vor dem Lö­wen­tor des Zoos am Har­den­berg­platz in Char­lot­ten­burg zu ei­ner Kund­ge­bung.

"Wir woll­ten Auf­merk­sam­keit und das hat ge­klappt", sag­te Ver­di-Fach­be­reichs­lei­ter Jür­gen Stahl. Ein­schrän­kun­gen für Be­su­cher oder Tie­re sei­en nicht das vor­ran­gi­ge Ziel ge­we­sen.

Ver­di for­dert in den Ta­rif­ver­hand­lun­gen 6,7 Pro­zent mehr Ent­gelt bei ei­ner Lauf­zeit von zwölf Mo­na­ten. Bis­lang gab es drei Ta­rif­ver­hand­lungs­run­den, zu­letzt am 30. April.

Die Ar­beit­ge­ber­sei­te ha­be mit ei­ner Er­hö­hung der Ent­gel­te von je­weils 1,5 Pro­zent für 2013 und 2014 kein ver­hand­lungs­fä­hi­ges An­ge­bot vor­ge­legt, so Ver­di.

Nach An­ga­ben des Zoos gab es kei­ne Aus­fäl­le an den Kas­sen oder bei der Tier­pfle­ge. Man sei aber auf den Ernst­fall vor­be­rei­tet ge­we­sen, sag­te Vor­stand Ga­brie­le Thö­ne. Der Warn­streik sei ein le­gi­ti­mes Mit­tel, sie be­dau­re die Si­tua­ti­on den­noch.

"Ver­hand­lun­gen wer­den nicht auf der Stra­ße ge­führt, son­dern auf Ba­sis von Zah­len und Fak­ten." Es müs­se ei­ne "ver­nünf­ti­ge Lö­sung" ge­fun­den wer­den. Da­zu sei man ge­sprächs­be­reit. Je­der Ab­schluss er­schwe­re es je­doch, ein po­si­ti­ves Jah­res­er­geb­nis zu er­rei­chen, warn­te Thö­ne.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 8. Mai 2017

Bewertung:

Auf Facebook teilen Auf Google+ teilen Ihren XING-Kontakten zeigen Beitrag twittern

 

Sie möchten regelmäßig ausführliche, praxisnahe und verständliche Artikel zum Arbeitsrecht, Informationen zu Gesetzesänderungen und zu aktuellen Gerichtsurteilen erhalten? Dann abonnieren Sie unseren Newsletter!
NEWSLETTER
Anrede Vorname
Email* Nachname
  Abmelden   *Pflichtangabe

HINWEIS: Sämtliche Texte dieser Internetpräsenz mit Ausnahme der Gesetzestexte und Gerichtsentscheidungen sind urheberrechtlich geschützt. Urheber im Sinne des Gesetzes über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (UrhG) ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Dr. Martin Hensche, Lützowstraße 32, 10785 Berlin.

Wörtliche oder sinngemäße Zitate sind nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung des Urhebers bzw. bei ausdrücklichem Hinweis auf die fremde Urheberschaft (Quellenangabe iSv. § 63 UrhG) rechtlich zulässig. Verstöße hiergegen werden gerichtlich verfolgt.

© 1997 - 2019:
Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche, Berlin
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Lützowstraße 32, 10785 Berlin
Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499
E-mail: hensche@hensche.de