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ARBEITSRECHT AKTUELL // 12/371

Ab­satz­zah­len in der Au­to­in­dus­trie sta­gnie­ren

Deut­sche Au­to­bau­er ge­hen trotz­dem selbst­be­wusst ins neue Jahr
Die meis­ten Ar­beit­neh­mer in der Au­tob­mo­bil­in­dus­trie muss sich kei­ne Sor­gen um ih­ren Job ma­chen

05.12.2012 (dpa) - Der Welt­au­to­markt wächst wei­ter, die süd­eu­ro­päi­schen Her­stel­ler ha­ben Rie­sen­pro­ble­me und die deut­schen Kon­zern­mar­ken schla­gen sich wa­cker. Zum Jah­res­wech­sel zeigt sich die deut­sche Au­to­in­dus­trie trotz schwa­cher Kon­junk­tur selbst­be­wusst. Die meis­ten Be­schäf­tig­ten der Bran­che müs­sen sich kei­ne Sor­gen um ih­ren Ar­beits­platz ma­chen, so die Ein­schät­zung des Ver­bands der Au­to­mo­bil­in­dus­trie (VDA).

In dem In­dus­trie­zweig ar­bei­ten der­zeit 748.700 Men­schen als An­ge­stell­te der Stamm­be­leg­schaf­ten, sag­te VDA-Prä­si­dent Mat­thi­as Wiss­mann am Diens­tag in Ber­lin. Das sind 18.700 mehr als vor ei­nem Jahr, ein Plus von 2,6 Pro­zent. 424.000 sind bei den Au­to­pro­du­zen­ten be­schäf­tigt, 293.600 bei Zu­lie­fe­rern und 31.200 bei den Her­stel­lern von An­hän­gern und Auf­bau­ten.

Selbst bei den Leih­ar­bei­tern sieht es noch gut aus, de­ren Stel­len den Un­ter­neh­men als Puf­fer die­nen, die sie in ei­nem Ab­schwung ab­bau­en. Ih­re Zahl liegt et­wa seit Mai fast kon­stant bei knapp 60.000. "Die sich ein­trü­ben­de Kon­junk­tur macht sich hier nur sehr lang­sam be­merk­bar", sag­te der VDA-Prä­si­dent. Zu­nächst wür­den die Ar­beits­zeit­kon­ten der Stamm­be­leg­schaf­ten ab­ge­baut. "Für 2013 er­war­ten wir ei­ne wei­ter­hin sta­bi­le Be­schäf­ti­gungs­la­ge in un­se­rer Bran­che", fass­te Wiss­mann zu­sam­men.

Für die In­lands­pro­duk­ti­on und den Ex­port er­war­ten die deut­schen Au­to­kon­zer­ne im kom­men­den Jahr je­weils ein Wachs­tum von ei­nem Pro­zent. Das wä­ren dann 5,4 Mil­lio­nen Au­tos, die ins­ge­samt in Deutsch­land ge­fer­tigt wür­den und 4,15 Mil­lio­nen, die da­von als Ex­por­te ins Aus­land aus­ge­führt wür­den.

Der deut­sche Markt sta­gniert mehr oder we­ni­ger. In die­sem Jahr wer­den et­wa 3,1 Mil­lio­nen Neu­fahr­zeu­ge zu­ge­las­sen, bis No­vem­ber wa­ren es 2,88 Mil­lio­nen, ein Mi­nus von zwei Pro­zent im Ver­gleich zum Vor­jah­res­zeit­raum. Für 2013 er­war­tet der VDA nur noch 3,0 Mil­lio­nen. Da­mit kön­ne man nicht zu­frie­den sein, sag­te Wiss­mann. Deutsch­land ste­he aber recht sta­bil da, wenn man auf die an­de­ren Län­der in West­eu­ro­pa schaue.

Noch 2007 wur­den in West­eu­ro­pa 14,8 Mil­lio­nen neue Au­tos ver­kauft, in die­sem Jahr wer­den es vor­aus­sicht­lich nur 11,7 Mil­lio­nen sein. 2013 er­war­tet der VDA noch­mals ei­nen Rück­gang auf 11,4 Mil­lio­nen. Der Ein­bruch ist vor al­lem auf die sehr schwa­che Nach­fra­ge in Frank­reich und den Eu­ro-Kri­sen­län­dern Spa­ni­en und Ita­li­en zu­rück­zu­füh­ren.

Trotz­dem wird sich der welt­wei­te Ab­satz al­ler Her­stel­ler laut VDA-Pro­gno­se von 68 Mil­lio­nen Au­tos in die­sem Jahr auf 70 Mil­lio­nen im nächs­ten Jahr er­hö­hen. Wachs­tums­trei­ber sind die bei­den größ­ten Märk­te USA und Chi­na. In den Ver­ei­nig­ten Staa­ten dürf­te der Ab­satz um fünf Pro­zent auf 15 Mil­lio­nen Fahr­zeu­ge stei­gen, in Chi­na gar um sechs Pro­zent auf 14 Mil­lio­nen Neu­wa­gen. Da­von pro­fi­tie­ren be­son­ders die deut­schen Kon­zer­ne mit ih­ren Mar­ken im Pre­mi­um­seg­ment, aber auch mit ei­ni­gen be­lieb­ten Klein­wa­gen, wie Wiss­mann sag­te.

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Letzte Überarbeitung: 30. September 2016

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