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ARBEITSRECHT AKTUELL // 12/248

Agen­tur für Ar­beit stellt um auf E-Ak­te

Ar­beits­agen­tu­ren schaf­fen Pa­pier-Ak­ten ab
Logo der Bundesagentur für Arbeit, weißes Dreieck auf rotem Hintergrund Die Ar­beits­agen­tur lässt Mil­lio­nen Ak­ten scan­nen
26.06.2012 (dpa) - Die Bun­des­agen­tur für Ar­beit (BA) führt in ih­ren 176 Ar­beits­agen­tu­ren und mehr als 400 wei­te­ren Dienst­stel­len die elek­tro­ni­sche Ak­te ein. Dies be­rich­tet die "Süd­deut­sche Zei­tung" in ih­rer Diens­tag-Aus­ga­be un­ter Be­ru­fung auf die Nürn­ber­ger Be­hör­de. Nach An­ga­ben der BA wer­den da­bei rie­si­ge Men­gen an Pa­pier ein­ge­scannt.

Dem­nach führt die BA al­lein im Be­reich der Ar­beits­lo­sen­ver­si­che­rung 22,2 Mil­lio­nen Ak­ten. Täg­lich kä­men 260.000 Do­ku­men­te neu hin­zu. Auch die 13,2 Mil­lio­nen Ak­ten der Fa­mi­li­en­kas­sen, die das Kin­der­geld aus­zah­len und zur BA ge­hö­ren, wer­den dem Be­richt zu­fol­ge di­gi­ta­li­siert. "Es gibt kei­ne Or­ga­ni­sa­ti­on oder Be­hör­de von ver­gleich­ba­rer Grö­ße in Eu­ro­pa, die das be­reits ge­tan hat", sag­te ei­ne BA-Spre­che­rin der "Süd­deut­schen".

Die Bun­des­agen­tur hat­te die elek­tro­ni­sche Ak­te zu­nächst in ei­nem sechs­mo­na­ti­gen Pi­lot­pro­jekt in Sach­sen-An­halt und Thü­rin­gen ge­tes­tet. Laut Zei­tung füh­ren nun von Ju­li bis No­vem­ber auch die Ar­beits­agen­tu­ren in an­de­ren Bun­des­län­dern die e-Ak­te ein. Die Pa­pie­re wer­den da­für in ver­plomb­ten Be­häl­tern in zehn Scan-Zen­tren ge­bracht. Dort ste­hen Hoch­leis­tungs­scan­ner, die 10.000 Blatt pro Mi­nu­te di­gi­ta­li­sie­ren kön­nen. Dann wer­den die elek­tro­ni­schen Do­ku­men­te per Da­ten­lei­tung di­rekt an den Ar­beits­platz des zu­stän­di­gen Mit­ar­bei­ters der Ar­beits­agen­tur über­tra­gen.

Die Bun­des­agen­tur ver­spricht sich von der elek­tro­ni­schen Ak­te ein ef­fi­zi­en­te­res und kos­ten­güns­ti­ge­res Ar­bei­ten. Aus­künf­te lie­ßen sich schnel­ler er­tei­len. Mit­ar­bei­ter könn­ten un­ab­hän­gig vom Stand­ort auf Do­ku­men­te zu­grei­fen. "Wir wol­len da­durch jähr­lich ei­nen drei­stel­li­gen Mil­lio­nen­be­trag spa­ren", sag­te die BA-Spre­che­rin, oh­ne ei­nen ge­nau­en Be­trag zu nen­nen.

Dem Zei­tungs­be­richt zu­fol­ge ist als nächs­tes ge­plant, die für die Hartz-IV-Emp­fän­ger zu­stän­di­gen Job­cen­ter ein­zu­be­zie­hen: In die­sen sei­en die Pa­pier­ber­ge noch viel grö­ßer als bei der Ar­beits­lo­sen­ver­si­che­rung. Je­de Ak­te ei­nes Lang­zeit­ar­beits­lo­sen fül­le dort im Schnitt 300 Sei­ten.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 8. April 2015

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