HENSCHE RECHTSANWÄLTE, FACHANWALTSKANZLEI FÜR ARBEITSRECHT

ARBEITSRECHT AKTUELL // 14/309

Alt­mai­er ver­spricht Re­ge­lung zur Ta­rif­ein­heit - Grü­ne skep­tisch

Kommt die Ta­rif­ein­heit? Je mehr Bahn- und Pi­lo­ten­streiks Rei­sen­de und Wirt­schaft stö­ren, des­to stär­ker wächst der Druck auf die Re­gie­rung: Die Grü­nen se­hen die Ko­ali­ti­on aber schon in Karls­ru­he Schiff­bruch er­lei­den
Fünf Arbeitnehmer Was spricht ju­ris­tisch ge­gen die Ta­rif­ein­heit?

11.09.2014. (dpa) - Kanz­ler­amts­chef Pe­ter Alt­mai­er (CDU) hat der deut­schen Wirt­schaft ei­ne Re­ge­lung zur Ta­rif­ein­heit zu­ge­sagt.

Für die Grü­nen steht in die­sem Fall ei­ne Nie­der­la­ge des Ge­setz­ge­bers vor dem Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt be­vor, wie die Che­fin des Rechts­aus­schus­ses im Bun­des­tag, Re­na­te Kü­n­ast, am Mitt­woch sag­te.

"Wir wer­den noch in die­sem Jahr das The­ma Ta­rif­ein­heit an­ge­hen", ver­sprach Alt­mai­er am Diens­tag­abend bei ei­nem Emp­fang der Spit­zen­ver­bän­de der deut­schen Wirt­schaft in Ber­lin. So wer­de Klar­heit und Pla­nungs­si­cher­heit ge­schaf­fen.

Hin­ter den Ku­lis­sen be­rät die Re­gie­rung der­zeit, wie vor­ge­schrie­ben wer­den kann, dass nur die Mehr­heits­ge­werk­schaft in ei­nem Be­trieb für Ta­rif­ver­trä­ge zu­stän­dig ist. Der Ein­fluss klei­ne­rer Be­rufs­ge­werk­schaf­ten - et­wa von Pi­lo­ten oder Lok­füh­rern - soll so ver­rin­gert wer­den. De­ren Ar­beits­kämp­fe er­schwe­ren der­zeit vie­len Rei­sen­den den All­tag.

Die Grü­nen-Ab­ge­ord­ne­te Kü­n­ast sag­te der Nach­rich­ten­agen­tur dpa: "Dass die uni­ons­ge­führ­te Bun­des­re­gie­rung sich in den ver­gan­ge­nen Jah­ren ein ums an­de­re Mal ei­ne ver­fas­sungs­recht­li­che Watschn aus Karls­ru­he er­hal­ten hat, soll­te ihr end­lich zu den­ken ge­ben."

Al­le Vor­schlä­ge zur Ta­rif­ein­heit stün­den ju­ris­tisch auf ganz wa­cke­li­gen Fü­ßen. "Ich kann nicht er­ken­nen, dass Alt­mei­er die­se Be­den­ken aus­ge­räumt hat", sag­te die Vor­sit­zen­de des Aus­schus­ses für Recht und Ver­brau­cher­schutz. "Un­ser Grund­ge­setz kennt kei­ne zwei Klas­sen von Ge­werk­schaf­ten, von de­nen nur we­ni­ge wirk­sa­me Ta­rif­ver­ein­ba­run­gen ab­schlie­ßen kön­nen."

Im Res­sort von Bun­des­ar­beits­mi­nis­te­rin An­drea Nah­les (SPD) hieß es wie­der­holt, im Herbst wer­de ein Ent­wurf vor­ge­legt. Das Pro­blem ist, dass die grund­ge­setz­lich ga­ran­tier­te Ko­ali­ti­ons­frei­heit für Ar­beit­neh­mer mit mög­li­chen Streiks als Fol­ge nicht auf ver­fas­sungs­wid­ri­ge Wei­se be­schnit­ten wer­den soll.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 1. Januar 2015

Bewertung:

Auf Facebook teilen Auf Google+ teilen Ihren XING-Kontakten zeigen Beitrag twittern

 

Sie möchten regelmäßig ausführliche, praxisnahe und verständliche Artikel zum Arbeitsrecht, Informationen zu Gesetzesänderungen und zu aktuellen Gerichtsurteilen erhalten? Dann abonnieren Sie unseren Newsletter!
NEWSLETTER
Anrede Vorname
Email Nachname
  Abmelden

HINWEIS: Sämtliche Texte dieser Internetpräsenz mit Ausnahme der Gesetzestexte und Gerichtsentscheidungen sind urheberrechtlich geschützt. Urheber im Sinne des Gesetzes über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (UrhG) ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Dr. Martin Hensche, Lützowstraße 32, 10785 Berlin.

Wörtliche oder sinngemäße Zitate sind nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung des Urhebers bzw. bei ausdrücklichem Hinweis auf die fremde Urheberschaft (Quellenangabe iSv. § 63 UrhG) rechtlich zulässig. Verstöße hiergegen werden gerichtlich verfolgt.

© 1997 - 2016:
Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche, Berlin
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Lützowstraße 32, 10785 Berlin
Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499
E-mail: hensche@hensche.de