HENSCHE RECHTSANWÄLTE, FACHANWALTSKANZLEI FÜR ARBEITSRECHT

ARBEITSRECHT AKTUELL // 14/277

For­de­run­gen nach An­ti-Stress-Ge­setz - Ar­beit­ge­ber sind da­ge­gen

Muss ein Ar­beit­neh­mer auch nach Fei­er­abend auf E-Mails vom Chef ant­wor­ten? SPD-Po­li­ti­ker wol­len das ge­setz­lich re­geln. Ar­beit­ge­ber hal­ten es für über­flüs­sig
Wanduhr

07.08.2014 (dpa) - In der SPD gibt es Plä­ne für ein An­ti-Stress-Ge­setz, das die Ver­füg­bar­keit von Ar­beit­neh­mern grund­sätz­lich re­geln soll.

"Ein sol­ches Ge­setz wür­de ei­nen wich­ti­gen Prä­ven­ti­ons­bei­trag leis­ten", sag­te die stell­ver­tre­ten­de Bun­des­tags-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de Ca­ro­la Rei­mann der "Rhei­ni­schen Post" (Diens­tag).

Auch Nord­rhein-West­fa­lens Ar­beits­mi­nis­ter Gun­tram Schnei­der (SPD) warb für "ein Ge­setz, wo­nach zu be­stimm­ten Zei­ten der Ar­beit­ge­ber sei­ne An­ge­stell­ten nicht mehr kon­tak­tie­ren darf".

Wäh­rend sich Bun­des­ar­beits­mi­nis­te­rin An­drea Nah­les (SPD) grund­sätz­lich of­fen zeig­te, lehn­ten die Ar­beit­ge­ber den Vor­stoß als über­flüs­sig ab. Schon heu­te ge­be es ein ho­hes Schutz­ni­veau für die Be­schäf­tig­ten, be­ton­te die Bun­des­ver­ei­ni­gung der Deut­schen Ar­beit­ge­ber­ver­bän­de (BDA).

"Wer für Ar­beit­neh­mer ein ho­hes Maß an Ar­beits­zeit­ver­ant­wor­tung und ver­ant­wort­li­cher Ar­beits­ge­stal­tung ein­for­dert, muss die­sen auch die Ge­le­gen­heit ge­ben, die aus pri­va­ten Grün­den un­ter­bro­che­ne Ar­beit von zu Hau­se oder un­ter­wegs wie­der auf­zu­neh­men und zu voll­enden."

Nah­les will über die For­de­rung ih­rer Par­tei­kol­le­gen ent­schei­den, so­bald aus­rei­chend In­for­ma­tio­nen über Stress-Ur­sa­chen und Wech­sel­wir­kun­gen vor­lie­gen. Der­zeit wer­de der Wis­sens­stand sys­te­ma­tisch auf­ge­ar­bei­tet, "um im Dia­log mit Wis­sen­schaft und Pra­xis zu kon­kre­ten Hand­lungs­emp­feh­lun­gen zu kom­men", sag­te ei­ne Mi­nis­te­ri­ums­spre­che­rin der "Rhei­ni­schen Post" (Mitt­woch).

Rei­mann sag­te der Zei­tung: "In je­dem Fall soll­te die Ko­ali­ti­on das The­ma noch in die­ser Le­gis­la­tur­pe­ri­ode auf den Weg brin­gen."

Be­son­ders vor dem Hin­ter­grund ei­ner im­mer äl­ter wer­den­den Ge­sell­schaft müs­se der Ge­sund­heits­schutz von Ar­beit­neh­mern ei­nen hö­he­ren Stel­len­wert be­kom­men. Die Aus­ge­stal­tung ei­nes sol­chen Ge­set­zes müs­se je­doch maß­geb­lich von den Fir­men und Be­trie­ben be­stimmt wer­den, be­ton­te die SPD-Po­li­ti­ke­rin. "Denn da muss je­de Bran­che und je­des Un­ter­neh­men ge­nug Spiel­raum ha­ben, um an­ge­mes­sen re­agie­ren zu kön­nen."

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 9. Juli 2015

Bewertung:

Auf Facebook teilen Auf Google+ teilen Ihren XING-Kontakten zeigen Beitrag twittern

 

Sie möchten regelmäßig ausführliche, praxisnahe und verständliche Artikel zum Arbeitsrecht, Informationen zu Gesetzesänderungen und zu aktuellen Gerichtsurteilen erhalten? Dann abonnieren Sie unseren Newsletter!
NEWSLETTER
Anrede Vorname
Email Nachname
  Abmelden

HINWEIS: Sämtliche Texte dieser Internetpräsenz mit Ausnahme der Gesetzestexte und Gerichtsentscheidungen sind urheberrechtlich geschützt. Urheber im Sinne des Gesetzes über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (UrhG) ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Dr. Martin Hensche, Lützowstraße 32, 10785 Berlin.

Wörtliche oder sinngemäße Zitate sind nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung des Urhebers bzw. bei ausdrücklichem Hinweis auf die fremde Urheberschaft (Quellenangabe iSv. § 63 UrhG) rechtlich zulässig. Verstöße hiergegen werden gerichtlich verfolgt.

© 1997 - 2016:
Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche, Berlin
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Lützowstraße 32, 10785 Berlin
Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499
E-mail: hensche@hensche.de