HENSCHE RECHTSANWÄLTE, FACHANWALTSKANZLEI FÜR ARBEITSRECHT

ARBEITSRECHT AKTUELL // 14/350

Baye­ri­sche Ar­beit­ge­ber wol­len Män­ner bes­ser för­dern

Ob Ab­itur oder Hoch­schul­ab­schluss - die Frau­en lie­gen vorn: Da­mit in Zu­kunft ge­nü­gend Fach­kräf­te vor­han­den sind, will die baye­ri­sche Wirt­schaft des­halb ver­stärkt Män­ner för­dern. Es geht um 200 000 zu­sätz­li­che Fach­kräf­te bis 2035
Arbeitnehmer Krawatte Mitte Baye­ri­sche Ar­beit­ge­ber wol­len Män­ner stär­ker för­dern.

17.10.2014. (dpa) - Nach der jah­re­lan­gen Dis­kus­si­on über Frau­en­för­de­rung sol­len nun Män­ner die baye­ri­sche Wirt­schaft vor dem Fach­kräf­te­man­gel be­wah­ren.

Von gro­ßem Po­ten­zi­al, das noch nicht ge­ho­ben sei, sprach Ber­tram Bros­sardt, Haupt­ge­schäfts­füh­rer der Ver­ei­ni­gung der Baye­ri­schen Wirt­schaft, am Don­ners­tag in Mün­chen.

Vor al­lem jün­ge­re Män­ner sei­en heu­te im Durch­schnitt schlech­ter aus­ge­bil­det als Frau­en.

"Sie ha­ben sel­te­ner Ab­itur, bre­chen häu­fi­ger ein Stu­di­um ab und ver­las­sen öf­ter die Schu­le oh­ne Ab­schluss", sag­te Bros­sardt.

Die Ab­bre­cher­quo­te in der Schul­aus­bil­dung müs­se hal­biert und leis­tungs­schwa­che Schü­ler bes­ser un­ter­stützt wer­den.

Bis 2035 könn­te die baye­ri­sche Wirt­schaft so rund 200 000 zu­sätz­li­che Fach­kräf­te ge­win­nen.

Gro­ße Be­deu­tung kommt nach Mei­nung von Hein­rich Alt von der Bun­des­agen­tur für Ar­beit der Wei­ter­bil­dung zu. "Wir müs­sen uns um die jun­gen Män­ner küm­mern, die Schweiß­per­len auf der Stirn ha­ben, so­bald sie in ei­nem Klas­sen­zim­mer sit­zen", sag­te Alt. Die Kla­ge über den "Bil­dungs­ver­lie­rer Mann" lie­ge aber auf ho­hem Ni­veau. "Noch im­mer do­mi­nie­ren Män­ner die Vor­stands­eta­gen in der Wirt­schaft", sag­te er. Auch Bros­sardt er­klär­te, die Frau­en­för­de­rung dür­fe nicht lei­den: "Es gilt das ei­ne zu tun, oh­ne das an­de­re zu las­sen."

Da Män­ner häu­fi­ger als Frau­en in kör­per­lich be­las­ten­den Be­ru­fen ar­bei­ten, for­der­te Bros­sardt, ei­nen Schwer­punkt auf die Ge­sund­heits­vor­sor­ge zu le­gen. "Wir müs­sen äl­te­re Ar­beit­neh­mer län­ger im Er­werbs­le­ben hal­ten." Die Ren­te mit 67 sei rich­tig, da­für müs­se aber mehr für die Ge­sund­heit der Ar­beit­neh­mer ge­tan wer­den.

Den Min­dest­lohn be­zeich­ne­te Bros­sardt als "schwe­ren Feh­ler" für die Fach­kräf­te­si­che­rung. Ge­ra­de für Men­schen oh­ne Be­rufs­aus­bil­dung wer­de der Ein­stieg in den Ar­beits­markt durch die Lohn­un­ter­gren­ze er­schwert. "Das wird Ar­beits­plät­ze ver­nich­ten - wie vie­le, wer­den wir se­hen."

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 1. Januar 2015

Bewertung:

Auf Facebook teilen Auf Google+ teilen Ihren XING-Kontakten zeigen Beitrag twittern

 

Sie möchten regelmäßig ausführliche, praxisnahe und verständliche Artikel zum Arbeitsrecht, Informationen zu Gesetzesänderungen und zu aktuellen Gerichtsurteilen erhalten? Dann abonnieren Sie unseren Newsletter!
NEWSLETTER
Anrede Vorname
Email Nachname
  Abmelden

HINWEIS: Sämtliche Texte dieser Internetpräsenz mit Ausnahme der Gesetzestexte und Gerichtsentscheidungen sind urheberrechtlich geschützt. Urheber im Sinne des Gesetzes über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (UrhG) ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Dr. Martin Hensche, Lützowstraße 32, 10785 Berlin.

Wörtliche oder sinngemäße Zitate sind nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung des Urhebers bzw. bei ausdrücklichem Hinweis auf die fremde Urheberschaft (Quellenangabe iSv. § 63 UrhG) rechtlich zulässig. Verstöße hiergegen werden gerichtlich verfolgt.

© 1997 - 2016:
Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche, Berlin
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Lützowstraße 32, 10785 Berlin
Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499
E-mail: hensche@hensche.de