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ARBEITSRECHT AKTUELL // 16/373

Je­dem zwei­ten Ar­beit­neh­mer ist gu­te Be­zah­lung wich­ti­ger als Frei­zeit

Seit Jah­ren wird in Deutsch­land über ei­ne bes­se­re Work-Life-Ba­lan­ce und mehr Fle­xi­bi­li­tät im Job dis­ku­tiert: Doch wür­den die Deut­schen freie Zeit auch ge­gen Geld ein­tau­schen?
Geschäftsmann macht Mittagspause auf der Wiese, Erholung Wor­auf le­gen die Be­schäf­tig­ten Wert?

07.12.2016. (dpa) - Die Be­zah­lung ist vie­len Ar­beit­neh­mern in Deutsch­land nach wie vor wich­ti­ger als Fle­xi­bi­li­tät im Job oder ei­ne ge­rin­ge­re Ar­beits­zeit.

Könn­ten die Deut­schen die Rah­men­be­din­gun­gen neu ver­han­deln, wür­den sich fast die Hälf­te (47 Pro­zent) am ehes­ten für mehr Geld ent­schei­den.

Das geht aus ei­ner ak­tu­el­len Um­fra­ge des Mei­nungs­for­schungs­in­sti­tuts You­Gov im Auf­trag der Deut­schen Pres­se-Agen­tur her­vor.

Mehr Fle­xi­bi­li­tät zum Bei­spiel durch Ho­me Of­fice wür­den nur 17 Pro­zent wäh­len, ei­ne nied­ri­ge­re Wo­chen­ar­beits­zeit hin­ge­gen 14 Pro­zent und mehr Ur­laubs­ta­ge 9 Pro­zent.

Die Bahn­ge­werk­schaft EVG hat­te sich in der lau­fen­den Ta­rif­aus­ein­an­der­set­zung da­für ein­ge­setzt, dass Bahn-Mit­ar­bei­ter ent­schei­den kön­nen, ob sie sechs Ta­ge mehr Ur­laub im Jahr, ei­ne St­un­de we­ni­ger Wo­chen­ar­beits­zeit oder wei­te­re 2,5 Pro­zent mehr Geld ha­ben wol­len. Die Bahn er­klär­te sich grund­sätz­lich be­reit, sich auf ein sol­ches Wahl­mo­dell ein­zu­las­sen.

Da­bei ist der Wunsch nach mehr Geld bei den 25- bis 44-Jäh­ri­gen mit 50 Pro­zent noch et­was hö­her. Selbst bei den 18- bis 24-Jäh­ri­gen geht die Ten­denz aber klar Rich­tung "mehr Geld" - 41 Pro­zent wür­den sich für die­se Op­ti­on ent­schei­den, 17 Pro­zent wür­den da­ge­gen gern we­ni­ger St­un­den pro Wo­che ar­bei­ten.

Da­bei be­zeich­nen fast zwei Drit­tel (62 Pro­zent) die Aus­gleichs­mög­lich­kei­ten zwi­schen Ar­beit und Frei­zeit als "gut", "sehr gut" oder "aus­ge­zeich­net". Men­schen im "Fa­mi­li­en­al­ter" zwi­schen 35 und 44 Jah­ren sind am we­nigs­ten zu­frie­den mit ih­rer Work-Life-Ba­lan­ce. 39 Pro­zent die­ser Al­ters­grup­pe be­zeich­nen sie als "mit­tel­mä­ßig" oder "schlecht" - auch die jüngs­te Al­ters­grup­pe der 18 bis 24-Jäh­ri­gen ist un­zu­frie­de­ner als der Durch­schnitt.

Gut vier Fünf­tel der Be­frag­ten (79 Pro­zent) ge­hen sehr gern oder eher gern zur Ar­beit. Da­bei ist die Lust am Ar­bei­ten bei den über 55-Jäh­ri­gen am höchs­ten. Da­bei wür­den sich drei Vier­tel (76 Pro­zent) al­ler Be­frag­ten ih­re Leis­tung gern be­zah­len las­sen. Sie fin­den Son­der­zah­lun­gen für be­ruf­li­che Leis­tun­gen "sehr gut" oder "eher gut".

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 10. Juli 2017

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