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17/255a Ar­beits­be­las­tung für Pfle­ger im Süd­wes­ten steigt

Mehr Pa­ti­en­ten, we­ni­ger Pfle­ger - das geht in den Kran­ken­häu­sern zu­las­ten der Be­treu­ung: Das So­zi­al­mi­nis­te­ri­um ist alar­miert und for­dert mehr Geld vom Bund
Altenpfleger, Pflegeberuf, Mann in Frauenberuf Ist ei­ne Per­so­nal­un­ter­gren­ze sinn­voll?

06.10.2017. (dpa/eis) - Das Ver­hält­nis von Pfle­gern zu Pa­ti­en­ten in Kran­ken­häu­sern än­dert sich: Im­mer we­ni­ger Pfle­ger müs­sen sich um im­mer mehr Pa­ti­en­ten küm­mern.

Das er­gab ei­ne Stu­die der Deut­schen Stif­tung Pa­ti­en­ten­schutz.

In den letz­ten 25 Jah­ren (1991 bis 2016) stieg die Zahl der im Kran­ken­haus Be­han­del­ten in Ba­den-Würt­tem­berg um 27 Pro­zent auf 2,17 Mil­lio­nen Fäl­le.

Im glei­chen Zeit­raum sank die Zahl der Pfle­ger aber um 1 Pro­zent auf 37.800.

Die Ent­wick­lung ge­he zu­las­ten der Pfle­ge­be­dürf­ti­gen, die im­mer öf­ter alt und chro­nisch krank sei­en - und aus Sicht der Stif­tung mehr Pfle­ge­be­darf ha­ben. Die Stif­tung plä­diert da­her für ei­ne Per­so­nal­un­ter­gren­ze für Pfle­ge­kräf­te in Kran­ken­häu­sern.

Auch der So­zi­al­mi­nis­ter Man­ne Lu­cha (Grü­ne) be­schäf­tigt sich mit dem Per­so­nal­man­gel. Er for­der­te mehr Geld vom Bund für die Pfle­ge im Kran­ken­haus. "Die Län­der al­lei­ne kön­nen die­se gro­ße Zu­kunfts­auf­ga­be nicht stem­men." Er sieht die neue Bun­des­re­gie­rung in der Pflicht. Sie müs­se die nö­ti­gen Rah­men­be­din­gun­gen schaf­fen und die Fi­nan­zie­rung si­cher­stel­len.

Laut So­zi­al­mi­nis­te­ri­um setzt das Land, um Pfle­ge­be­ru­fe at­trak­ti­ver zu ma­chen, un­ter an­de­rem auf die Ver­bes­se­rung von Auf­stiegs­mög­lich­kei­ten, auf Wei­ter­bil­dungs­an­ge­bo­te und die Mög­lich­keit zur Teil­zeit­aus­bil­dung.

Die Tech­ni­ker Kran­ken­kas­se (TK) sieht ei­ne Schuld für den Per­so­nal­not­stand auch bei den Kran­ken­häu­sern selbst. In der "Heil­bron­ner Stim­me" (Frei­tag) kri­ti­siert sie Kür­zun­gen beim Pfle­ge­per­so­nal: "Lei­der kommt es vor, dass Kran­ken­häu­ser da­zu über­ge­hen, feh­len­de Mit­tel für In­ves­ti­tio­nen durch Ein­spa­run­gen im lau­fen­den Be­trieb – al­so auch beim Pfle­ge­per­so­nal – zu kom­pen­sie­ren", sag­te An­dre­as Vogt, Lan­des­chef der TK.

Wäh­rend die Be­las­tung für die Pfle­ger zu­nahm, hat sich die­se im sel­ben Zeit­raum für die Ärz­te ver­rin­gert, wie die Stif­tung Pa­ti­en­ten­schutz fest­stell­te. Die Zahl der Ärz­te an Kli­ni­ken in Ba­den-Würt­tem­berg sei stär­ker als die Zahl der zu be­han­deln­den Fäl­le ge­stie­gen - um 72 Pro­zent auf heu­te 19.400. Die­se Ent­wick­lung zeich­ne sich bun­des­weit ab.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 4. April 2018

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