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15/163a Un­be­fris­te­ter Ar­beits­kampf an Ber­li­ner Cha­rité hat be­gon­nen

Das Pfle­ge­per­so­nal an der Ber­li­ner Cha­rité ist in ei­nen un­be­fris­te­ten Streik ge­tre­ten: Ope­ra­tio­nen fal­len aus, Bet­ten ste­hen nicht zur Ver­fü­gung. Die Strei­ken­den for­dern mehr Per­so­nal
Streik viele Streikende Wie viel wür­de die Per­so­nal­auf­sto­ckung kos­ten?

23.06.2015. (dpa) - An Eu­ro­pas größ­ter Uni­kli­nik, der Ber­li­ner Cha­rité, hat am Mon­tag ein un­be­fris­te­ter Streik des Pfle­ge­per­so­nals be­gon­nen.

Im Lau­fe des Ta­ges soll­ten mehr als 20 Sta­tio­nen an al­len drei Stand­or­ten ge­schlos­sen wer­den, wie Ver­di-Ge­werk­schafts­se­kre­tär Kal­le Kun­kel der Deut­schen Pres­se-Agen­tur sag­te.

Der Cha­rité-Vor­stands­vor­sit­zen­de Karl Max Ein­häupl sag­te am Mon­tag im In­fo­ra­dio des RBB, er ra­te Pa­ti­en­ten, auch an­de­re Kran­ken­häu­ser auf­zu­su­chen.

Es wer­de er­heb­li­che Be­hin­de­run­gen ge­ben. An der Cha­rité gibt es ei­nen Not­dienst. Die Ret­tungs­wa­gen der Feu­er­wehr fah­ren die Kli­nik nach wie vor an.

Als ers­te Aus­wir­kung der Ar­beits­nie­der­le­gun­gen wer­den nach An­ga­ben der Cha­rité pro Tag 200 Ope­ra­tio­nen aus­fal­len. Laut Ein­häupl kön­nen zu­dem fast 1000 Bet­ten nicht mit Pa­ti­en­ten be­legt wer­den, da­von 118 In­ten­siv­bet­ten. Die Cha­rité hat ins­ge­samt rund 3000 Bet­ten.

Der Not­fall­plan sei in al­le Rich­tun­gen auf­ge­stellt. Meh­re­re Teams ver­such­ten da­für zu sor­gen, dass kei­ne wirk­li­chen Ge­fah­ren für Leib und Le­ben ent­ste­hen. "Bei ei­nem sol­chen Um­fang des Streiks kann man so et­was nicht mit letz­ter Si­cher­heit ga­ran­tie­re", sag­te Ein­häupl.

Die Feu­er­wehr sei von der Cha­rité ge­be­ten wor­den, die Not­auf­nah­men wäh­rend des Streiks nicht an­zu­fah­ren, sag­te ein Spre­cher. Doch die­ser Bit­te kön­ne man nicht nach­kom­men, da sich an­sons­ten die Fahrt­we­ge und Ein­satz­zei­ten zu sehr ver­län­ger­ten.

Mit der Ar­beits­nie­der­le­gung will Ver­di ei­nen Ta­rif­ver­trag durch­set­zen, der ei­ne be­stimm­te per­so­nel­le Min­dest­aus­stat­tung der Sta­tio­nen mit Pfle­ge­per­so­nal vor­sieht. Die Cha­rité hält dem ent­ge­gen, dass die ge­wünsch­ten 600 Per­so­nal­stel­len mehr im Jahr 36 Mil­lio­nen Eu­ro zu­sätz­lich kos­ten wür­den. Dies kön­ne die Kli­nik nicht er­wirt­schaf­ten, sag­te Ein­häupl.

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Letzte Überarbeitung: 11. April 2016

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