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ARBEITSRECHT AKTUELL // 17/073

Ar­beits­kos­ten im Jahr 2016 um 2,5 Pro­zent ge­stie­gen

Der An­stieg der Ar­beits­kos­ten in Deutsch­land ist hö­her als im eu­ro­päi­schen Ver­gleich
Ansteigendes Diagramm mit Jahreszahlen, Anstieg, Zuwachs

10.03.2017. (dpa) - In Deutsch­land sind die Ar­beits­kos­ten je ge­leis­te­te Ar­beits­stun­de im Jahr 2016 im Ver­gleich zum Vor­jahr ka­len­der­be­rei­nigt um 2,5 Pro­zent ge­stie­gen.

Wie das Sta­tis­ti­sche Bun­des­amt (De­sta­tis) wei­ter mit­teilt, er­höh­ten sich die Kos­ten für Brut­to­ver­diens­te da­bei um 2,3 Pro­zent, die Lohn­ne­ben­kos­ten um 3,4 Pro­zent.

Im vier­ten Quar­tal 2016 sind die Ar­beits­kos­ten im Ver­gleich zum vier­ten Quar­tal 2015 ka­len­der­be­rei­nigt um 3,0 Pro­zent ge­stie­gen. Die­ser ver­gleichs­wei­se ho­he Wert be­ruht auf ei­nem Rück­gang der ge­leis­te­ten St­un­den im Ver­gleich zum Vor­jah­res­quar­tal. Da­durch er­hö­hen sich ins­ge­samt die Ar­beits­kos­ten je ge­leis­te­te St­un­de. Der Zu­wachs zum Vor­quar­tal lag sai­son- und ka­len­der­be­rei­nigt bei 1,5 Pro­zent.

Für das drit­te Quar­tal 2016 lie­gen für al­le 28 Mit­glied­staa­ten der Eu­ro­päi­schen Uni­on (EU) Ver­än­de­rungs­ra­ten der Ar­beits­kos­ten im Pro­du­zie­ren­den Ge­wer­be und Dienst­leis­tungs­be­reich vor. Nach die­sen Er­geb­nis­sen ver­teu­er­te sich in Deutsch­land ei­ne St­un­de Ar­beit im Ver­gleich zum drit­ten Quar­tal 2015 ka­len­der­be­rei­nigt um 2,3 Pro­zent. In der ge­sam­ten EU lag der durch­schnitt­li­che An­stieg der Ar­beits­kos­ten in die­sem Zeit­raum bei 1,9 Pro­zent.

Den höchs­ten An­stieg in­ner­halb der EU wie­sen Ru­mä­ni­en (+ 14,7 Pro­zent), die Tsche­chi­sche Re­pu­blik (+ 9,0 Pro­zent) und Bul­ga­ri­en (+ 8,4 Pro­zent) auf. In Kroa­ti­en (- 5,5 Pro­zent), Mal­ta (- 2,1 Pro­zent) und Ita­li­en (- 0,5 Pro­zent) wa­ren die Ar­beits­kos­ten rück­läu­fig. In Frank­reich fiel der An­stieg der Ar­beits­kos­ten mit + 1,4 Pro­zent deut­lich nied­ri­ger aus als in Deutsch­land.

Die Ver­än­de­rungs­ra­ten der Ar­beits­kos­ten von Staa­ten au­ßer­halb des Eu­ro-Wäh­rungs­ge­biets sind in der je­wei­li­gen Lan­des­wäh­rung ge­mes­sen und da­her nicht wäh­rungs­be­rei­nigt.

Me­tho­di­sche Hin­wei­se

Den Ver­än­de­rungs­ra­ten der Ar­beits­kos­ten lie­gen die Er­geb­nis­se des Ar­beits­kos­ten­in­dex zu­grun­de. Die­ser misst die Ver­än­de­rung der Ar­beits­kos­ten und un­ter­teilt sie zu­sätz­lich in die bei­den Be­stand­tei­le Brut­to­ver­diens­te und Lohn­ne­ben­kos­ten. Bei al­len drei In­di­zes wer­den den Kos­ten des Ar­beit­ge­bers die tat­säch­lich ge­leis­te­ten Ar­beits­stun­den der Ar­beit­neh­mer ge­gen­über­ge­stellt.

Re­vi­sio­nen in den Da­ten­quel­len, die für die Be­rech­nung des Ar­beits­kos­ten­in­dex ge­nutzt wer­den, führ­ten zu An­pas­sun­gen der Wachs­tums­ra­ten des Ar­beits­kos­ten­in­dex für al­le Quar­ta­le des Jah­res 2016. So hat sich die ka­len­der­be­rei­nig­te Wachs­tums­ra­te des Ar­beits­kos­ten­in­dex für das drit­te Quar­tal 2016 im Ver­gleich zum Vor­jah­res­quar­tal von 2,5 Pro­zent auf 2,3 Pro­zent ver­rin­gert.


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Letzte Überarbeitung: 9. September 2019

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