HENSCHE RECHTSANWÄLTE, FACHANWALTSKANZLEI FÜR ARBEITSRECHT

ARBEITSRECHT AKTUELL // 12/152

Im­mer mehr Ar­beits­lo­se fal­len di­rekt in Hartz IV

DGB for­dert ei­ne Ver­bes­se­rung der Ar­beits­lo­sen­ver­si­che­rung
Mann in Geldbörse DGB: Ar­beits­lo­sen­geld schon nach 6 Mo­na­ten Be­schäf­ti­gung!
16.04.2012 (dpa) - Im­mer mehr Ar­beit­neh­mer, die ih­ren Job ver­lie­ren, fal­len nach Be­rech­nun­gen des Deut­schen Ge­werk­schafts­bun­des (DGB) so­fort in die Grund­si­che­rung von Hartz IV. Um 18,7 Pro­zent sei zwi­schen 2008 und 2011 die Zahl der­je­ni­gen ge­stie­gen, die nach ei­ner so­zi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­gen Tä­tig­keit di­rekt in das Hartz-IV-Sys­tem rutsch­ten. Das be­rich­tet die Ta­ges­zei­tung "Die Welt" un­ter Be­ru­fung auf den DGB. Der Grund: Die Be­trof­fe­nen wa­ren in­ner­halb der letz­ten zwei Jah­re nicht zwölf Mo­na­te lang be­schäf­tigt ge­we­sen.

Wäh­rend 2008 noch 621.000 Men­schen die­se An­for­de­rung nicht er­füll­ten, wa­ren es 2011 be­reits 736.800. Je­der vier­te neue Ar­beits­lo­se wur­de dem­nach 2011 so­fort Hartz-IV-Emp­fän­ger, vier Jah­re zu­vor war es nur je­der fünf­te. "Die so­zia­le Si­che­rungs­funk­ti­on der Ar­beits­lo­sen­ver­si­che­rung nimmt ste­tig ab", kom­men­tier­te der DGB-Ex­per­te Wil­helm Ada­my die­se Ent­wick­lung.

Der DGB for­dert laut "Welt" da­her, die Re­ge­lun­gen der Ar­beits­lo­sen­ver­si­che­rung für kurz­fris­tig Be­schäf­tig­te zu ver­bes­sern. Schon nach sechs Mo­na­ten so­zi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­ger Be­schäf­ti­gung soll­ten Ar­beits­lo­se den An­spruch auf drei Mo­na­te Ar­beits­lo­sen­geld I be­kom­men. Der­zeit müs­sen sie min­des­tens zwölf Mo­na­te in die Ver­si­che­rung ein­ge­zahlt ha­ben, um sechs Mo­na­te lang dar­aus Be­zü­ge zu er­hal­ten.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 6. Juni 2014

Bewertung:

Auf Facebook teilen Auf Google+ teilen Ihren XING-Kontakten zeigen Beitrag twittern

 

Sie möchten regelmäßig ausführliche, praxisnahe und verständliche Artikel zum Arbeitsrecht, Informationen zu Gesetzesänderungen und zu aktuellen Gerichtsurteilen erhalten? Dann abonnieren Sie unseren Newsletter!
NEWSLETTER
Anrede Vorname
Email Nachname
  Abmelden

HINWEIS: Sämtliche Texte dieser Internetpräsenz mit Ausnahme der Gesetzestexte und Gerichtsentscheidungen sind urheberrechtlich geschützt. Urheber im Sinne des Gesetzes über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (UrhG) ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Dr. Martin Hensche, Lützowstraße 32, 10785 Berlin.

Wörtliche oder sinngemäße Zitate sind nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung des Urhebers bzw. bei ausdrücklichem Hinweis auf die fremde Urheberschaft (Quellenangabe iSv. § 63 UrhG) rechtlich zulässig. Verstöße hiergegen werden gerichtlich verfolgt.

© 1997 - 2016:
Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche, Berlin
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Lützowstraße 32, 10785 Berlin
Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499
E-mail: hensche@hensche.de