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ARBEITSRECHT AKTUELL // 13/044

Im­mer mehr Ar­beits­lo­se zu­sätz­lich auf Hartz IV an­ge­wie­sen

Ein Zehn­tel der kurz­zei­tig Er­werbs­lo­sen be­zie­hen zu­sätz­lich zum Ar­beits­lo­sen­geld I Hartz IV: Sa­bi­ne Zim­mer­mann sieht dar­in ein Spie­gel des wach­sen­den Nied­rig­lohn­sek­tors und der Teil­zeit­be­schäf­ti­gun­gen
Schreiben der Bundesagentur für Arbeit mit darauf liegenden Geldscheinen Zu­sätz­lich zum Ar­beits­lo­sen­geld I Hartz IV be­an­tra­gen?

25.02.2013. (dpa) - Weil ihr Ar­beits­lo­sen­geld zum Le­ben al­lein nicht aus­reicht, sind in­zwi­schen et­wa ein Zehn­tel der kurz­zei­tig Er­werbs­lo­sen nach ei­nem Zei­tungs­be­richt zu­sätz­lich auf Hartz IV an­ge­wie­sen.

So gab es im Ok­to­ber bun­des­weit 83 118 Par­al­lel­be­zie­her von Ar­beits­lo­sen­geld I und Hartz IV.

Ein Jahr zu­vor wa­ren es 73 178 ge­we­sen, ein An­stieg um 14 Pro­zent, be­rich­tet die "Saar­brü­cker Zei­tung" (Mon­tag) un­ter Be­ru­fung auf ak­tu­el­le Zah­len der Bun­des­agen­tur für Ar­beit (BA).

Dar­in spie­ge­le sich das Wachs­tum des Nied­rig­lohn­sek­tors und der Teil­zeit­be­schäf­ti­gung wi­der, sag­te die Ar­beits­markt-Ex­per­tin der Lin­ken, Sa­bi­ne Zim­mer­mann. "Das Ar­beits­lo­sen­geld als Ver­si­che­rungs­leis­tung, für die man oft vie­le Jah­re ein­ge­zahlt hat, ist für im­mer mehr Ar­beits­lo­se kei­ne Ga­ran­tie mehr, um da­mit im Be­darfs­fall über die Run­den zu kom­men."

Um beim Ar­beits­lo­sen­geld I auf ei­nen An­spruch in Hö­he der steu­er­fi­nan­zier­ten Grund­si­che­rung ein­schließ­lich Mie­te und Hei­zung - laut BA zu­letzt im Schnitt 668 Eu­ro - zu kom­men, muss ein Sing­le nach Be­rech­nun­gen der Lin­ken mo­nat­lich et­wa 1600 Eu­ro brut­to ver­die­nen. Wer we­ni­ger ver­dient, ist im Fall des Job­ver­lusts er­gän­zend auf Hartz-IV-Leis­tun­gen an­ge­wie­sen.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 5. Oktober 2015

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