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ARBEITSRECHT AKTUELL // 12/257

Ar­beits­lo­sig­keit in Ber­lin auf dem Höchst­stand

Ber­li­ner Se­nat will Ar­beits­markt­po­li­tik neu aus­rich­ten
Die Ar­beits­lo­sen­quo­te in Ber­lin liegt bei et­wa 12 Pro­zent
04.07.2012 (dpa/bb) - Mit ei­nem neu­en Kon­zept will der Se­nat die Ar­beits­lo­sig­keit in der Stadt spür­bar sen­ken. Im Lau­fe des Jah­res 2014 soll erst­mals seit 1993 ei­ne Ar­beits­lo­sen­zahl von we­ni­ger als 200.000 er­reicht wer­den. Bis zum En­de der Wahl­pe­ri­ode 2016 wird zu­dem an­ge­strebt, die Ar­beits­lo­sen­quo­te von zu­letzt zwölf Pro­zent (Ju­ni) auf un­ter zehn Pro­zent zu sen­ken. Die­se Zie­le sind in ei­nem Eck­punk­te­pa­pier mit dem Ti­tel "Ber­li­nAr­beit" for­mu­liert, das Ar­beits­se­na­to­rin Di­lek Ko­lat (SPD) am Diens­tag dem Se­nat vor­leg­te. Die Op­po­si­ti­on kri­ti­sier­te das Pro­gramm als "Luft­bla­se".

Bis Jah­res­en­de sol­le mit der Re­gio­nal­di­rek­ti­on Ber­lin-Bran­den­burg der Bun­des­an­stalt für Ar­beit ein ge­mein­sa­mes Rah­men­pro­gramm ent­wi­ckelt wer­den, sag­te die SPD-Po­li­ti­ke­rin. Da­bei ge­he es dar­um, För­der­an­sät­ze auf­ein­an­der ab­zu­stim­men und die Ver­mitt­lung in den Job­cen­tern zu ver­bes­sern. Ne­ben ei­ner Qua­li­fi­zie­rungs­of­fen­si­ve sei un­ter an­de­rem ein Men­to­ren­pro­gramm ge­plant, mit dem Ju­gend­li­che beim Über­gang von der Schu­le in den Be­ruf und wäh­rend der Aus­bil­dung un­ter­stützt wer­den. Au­ßer­dem wer­de Ber­lin Coa­ching-Maß­nah­men für Lang­zeit­ar­beits­lo­se för­dern.

In Ber­lin wa­ren nach An­ga­ben der Re­gio­nal­di­rek­ti­on im Ju­ni 211.914 Frau­en und Män­ner er­werbs­los ge­mel­det. Wei­te­re rund 126.000 Ber­li­ner sind auf un­ter­stüt­zen­de Leis­tun­gen von den Job­cen­tern an­ge­wie­sen, weil sie mit ih­ren Jobs nicht ih­ren Le­bens­un­ter­halt si­chern kön­nen. Bei Ju­gend­li­chen im Al­ter zwi­schen 15 und 25 Jah­ren lag die Ar­beits­lo­sen­quo­te zu­letzt bei 13 Pro­zent, im Bun­des­durch­schnitt aber nur bei 5,5 Pro­zent. Als be­son­de­res Ber­li­ner Pro­blem gilt, dass na­he­zu je­de zwei­te Ar­beits­lo­se in der Haupt­stadt kei­ne Be­rufs­aus­bil­dung hat.

Aus Sicht der op­po­si­tio­nel­len Lin­ken lässt das Pro­gramm "Ber­li­nAr­beit" nicht viel von ei­nem Kon­zept er­ken­nen. "Un­klar ist noch im­mer, wel­che Maß­nah­men für wen, un­ter wel­chen Be­din­gun­gen an­ge­bo­ten wer­den", kri­ti­sier­te die ar­beits­markt­po­li­ti­sche Spre­che­rin der Lin­ken, El­ke Brei­ten­bach. Die Grü­nen-Ar­beits­markt­po­li­ti­ke­rin Sa­bi­ne Ban­gert ver­wies dar­auf, dass auch die Auf­nah­me­fä­hig­keit des Ber­li­ner Ar­beits­mark­tes enorm ver­bes­sert wer­den müs­se. "Hier sei die Ber­li­ner Wirt­schaft in der Ver­ant­wor­tung", mein­te Ban­gert.

Der Chef der Re­gio­nal­di­rek­ti­on, Die­ter Wa­gon, warb da­für, dass Ber­li­ner Ju­gend­li­che auch Aus­bil­dungs­plät­ze in Bran­den­burg an­neh­men soll­ten. Dort könn­ten längst nicht al­le Stel­len be­setzt wer­den.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 18. November 2015

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