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ARBEITSRECHT AKTUELL // 14/083

Ar­beits­lo­sig­keits­ri­si­ko für Leih­ar­bei­ter fünf­mal hö­her

An­heu­ern in Boom-Zei­ten und ein ra­scher Per­so­nal­ab­bau, wenn es ge­ra­de mal nicht so rund läuft - so funk­tio­niert Zeit­ar­beit aus Un­ter­neh­mer­sicht: Leih­ar­bei­ter je­doch müs­sen mit der Angst le­ben, im­mer wie­der ar­beits­los zu wer­den, wie aus ei­ner Ana­ly­se der Bun­des­agen­tur her­vor­geht
Wanduhr Wel­che län­ger­fris­ti­ge Per­spek­ti­ven ha­ben Leih­ar­bei­ter?

12.03.2014. (dpa) - Für Leih­ar­bei­ter ist das Ar­beits­lo­sig­keits­ri­si­ko nach Er­kennt­nis­sen der Bun­des­agen­tur für Ar­beit (BA) fünf­mal so hoch wie für Be­schäf­tig­te an­de­rer Bran­chen.

Lag das ent­spre­chen­de Ri­si­ko zwi­schen De­zem­ber 2012 und No­vem­ber 2013 für Leih­ar­bei­ter bei 4,05 Pro­zent, be­trug es im Schnitt der rest­li­chen Bran­chen le­dig­lich 0,84 Pro­zent, wie aus ei­ner am Diens­tag ver­öf­fent­lich­ten in­ter­nen Bun­des­agen­tur-Ana­ly­se her­vor­geht, die der Nach­rich­ten­agen­tur dpa vor­liegt.

Das Ri­si­ko sei al­ler­dings seit 2009 deut­lich ge­sun­ken. Da­mals ha­be es für Leih­ar­bei­ter noch bei rund 6 Pro­zent ge­le­gen.

Der Ana­ly­se nach bie­ten Zeit­ar­beits­un­ter­neh­men vie­len Leih­ar­bei­tern zu­dem kaum län­ger­fris­ti­ge be­ruf­li­che Per­spek­ti­ven an. So sei­en von den 484 000 Leih­ar­bei­tern, die im ers­ten Halb­jahr 2013 aus ei­nem Zeit­ar­beits­un­ter­neh­men aus­schie­den, elf Pro­zent nicht län­ger als ei­ne Wo­che be­schäf­tigt ge­we­sen. Bei 38 Pro­zent lag die Be­schäf­ti­gungs­dau­er bei höchs­tens drei Mo­na­ten. Nur je­der zwei­te Leih­ar­bei­ter sei drei Mo­na­te und län­ger un­ter Ver­trag ge­we­sen. Den­noch stel­le Zeit­ar­beit ei­ne Chan­ce für Job­su­cher dar, nach län­ge­rer Ar­beits­lo­sig­keit ins Be­rufs­le­ben zu­rück­zu­keh­ren.

Bei der Zahl der Leih­ar­bei­ter sieht die Bun­des­agen­tur das Ze­nit vor­erst über­schrit­ten. So sei­en im Ok­to­ber 2013 noch 782 000 Män­ner und Frau­en als Leih­ar­bei­ter be­schäf­tigt ge­we­sen. Der bis­he­ri­ge Re­kord ha­be im Au­gust 2011 ge­le­gen; da­mals wa­ren 927 000 Män­ner und Frau­en bei Zeit­ar­beits­un­ter­neh­men un­ter Ver­trag. Ei­ne sin­ken­de Ten­denz sei in den Me­tall- und Elek­tro­be­ru­fen fest­zu­stel­len.

Dem­ge­gen­über kä­men Zeit­ar­bei­ter stär­ker in Dienst­leis­tungs­un­ter­neh­men wie Call-Cen­tern oder als La­ger- und Trans­port­ar­bei­ter zum Ein­satz. Fast je­der zwei­te Leih­ar­bei­ter sei als Hilfs­ar­bei­ter tä­tig. Zwei von fünf Leih­ar­bei­tern sei­en Fach­kräf­te.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 20. August 2014

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