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ARBEITSRECHT AKTUELL // 16/005

Ar­beits­markt in Hoch­form - Re­kord bei Jobs und of­fe­nen Stel­len

Von Job­kri­se kei­ne Spur: 2015 war der Ar­beits­markt in Top-Ver­fas­sung. Im Jah­res­schnitt gab es so vie­le Jobs wie nie. Es ent­ste­hen wei­ter­hin neue - aber nicht im­mer pro­fi­tie­ren da­von auch Ar­beits­lo­se
Fünf Arbeitnehmer Wie viel Er­werbs­tä­ti­ge gab es 2015?

05.01.2016. (dpa) - Der deut­sche Ar­beits­markt hat sich 2015 in Top-Form ge­zeigt - und auch jüngs­te Da­ten zur Ar­beits­kräf­te-Nach­fra­ge deu­ten vor­erst auf ei­ne Fort­set­zung der Ent­wick­lung hin.

So gab es in Deutsch­land im ab­ge­lau­fe­nen Jahr so vie­le Er­werbs­tä­ti­ge wie noch nie.

Fast 43 Mil­lio­nen Men­schen mit Wohn­sitz in der Bun­des­re­pu­blik wa­ren im Jah­res­schnitt 2015 er­werbs­tä­tig, teil­te das Sta­tis­ti­sche Bun­des­amt mit.

Nach vor­läu­fi­gen An­ga­ben der Wies­ba­de­ner Be­hör­de vom Mon­tag lag die Zahl da­mit um 324.000 oder 0,8 Pro­zent hö­her als ein Jahr zu­vor.

Da­mit setz­te sich der seit mehr als zehn Jah­ren an­hal­ten­de Auf­wärts­trend fort, ob­wohl das Plus et­was nied­ri­ger aus­fiel als 2014 (0,9 Pro­zent). Die Zahl der Er­werbs­tä­ti­gen er­reich­te den höchs­ten Stand seit der Wie­der­ver­ei­ni­gung. Von der ro­bus­ten La­ge auf dem deut­schen Ar­beits­markt pro­fi­tier­ten nach An­ga­ben des Bun­des­am­tes ins­be­son­de­re Ar­beit­neh­mer. Ih­re Zahl klet­ter­te im Jah­res­durch­schnitt um 421.000 (plus 1,1 Pro­zent) auf 38,7 Mil­lio­nen. Er­neut gab es da­bei auch mehr Jobs mit vol­ler So­zi­al­ver­si­che­rungs­pflicht.

Auf ein Re­kord­ni­veau klet­ter­te En­de 2015 auch die Nach­fra­ge nach Be­schäf­tig­ten. Im De­zem­ber gab es in deut­schen Be­trie­ben und Be­hör­den so vie­le freie Stel­len wie sel­ten zu­vor, be­rich­tet die Bun­des­agen­tur für Ar­beit (BA) am Mon­tag bei der Ver­öf­fent­li­chung ih­res Stel­len­in­dex BA-X. Der In­di­ka­tor klet­ter­te um ei­nen Punkt auf 206 Zäh­ler - den höchs­ten Wert seit der Ein­füh­rung des Stel­len­ba­ro­me­ters 2004. Ih­re De­zem­ber-Ar­beits­lo­sen­zah­len ver­öf­fent­licht die BA am Diens­tag.

Nach BA-An­ga­ben er­weist sich der­zeit ins­be­son­de­re die per­so­nal­in­ten­si­ve Be­treu­ung von Flücht­lin­gen als Job­mo­tor. So ver­zeich­ne­ten die Ar­beits­agen­tu­ren zu­letzt ei­ne star­ke Nach­fra­ge nach Wach- und Si­cher­heits­per­so­nal, so­zia­len Fach­kräf­ten und Ver­wal­tungs­mit­ar­bei­tern. "Die­ser Zu­wachs dürf­te vor al­lem mit dem ho­hen Be­darf an Ar­beits­kräf­ten im Um­feld des Flücht­lings­ma­nage­ments zu­sam­men­hän­gen", ur­teil­te die Bun­des­agen­tur.

Bei der Ar­beits­lo­sen­zahl rech­nen Ex­per­ten der­weil für den De­zem­ber mit ei­nem et­was kräf­ti­ge­ren An­stieg. Mit 2,7 Mil­lio­nen sei­en zum Jah­res­en­de rund 70.000 mehr Män­ner und Frau­en oh­ne Ar­beit ge­we­sen als im No­vem­ber, be­rich­te­ten Volks­wir­te deut­scher Groß­ban­ken in ei­ner Um­fra­ge der Deut­schen Pres­se-Agen­tur. Die Fach­leu­te be­ru­fen sich da­bei auf ei­ge­ne Be­rech­nun­gen.

"Die Si­tua­ti­on schaut wei­ter gut aus", er­klär­te Bay­ern­LB-Volks­wirt Ste­fan Ki­par. Dass es im De­zem­ber wie­der mehr Ar­beits­lo­se ge­be, hat nach An­sicht der Ex­per­ten vor al­lem sai­so­na­le Grün­de. So ver­lie­ren Mit­ar­bei­ter in Gas­tro­no­mie, Land­wirt­schaft, Gärt­ne­rei­en und Land­schafts­bau in der kal­ten Jah­res­zeit häu­fig ih­re Stel­le. Ge­mischt fällt da­ge­gen der Aus­blick der Öko­no­men für 2016 aus. Sie er­war­ten zwi­schen 40.000 und 100.000 mehr Ar­beits­lo­se im Jah­res­durch­schnitt. Haupt­ur­sa­che: die er­war­te­te wach­sen­de Zahl ar­beits­lo­ser Flücht­lin­ge.

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Letzte Überarbeitung: 1. September 2016

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