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Ar­beits­markt­for­scher op­ti­mis­ti­scher: 2016 nun doch we­ni­ger Job­su­cher

Im­mer mehr Flücht­lin­ge, die ne­ben ein­hei­mi­schen Lang­zeit­ar­beits­lo­sen ei­nen Job su­chen - 2016 droh­te bis­her ein schwie­ri­ges Jahr für den Ar­beits­markt zu wer­den: Ganz so schwie­rig wird es nun mög­li­cher­wei­se doch nicht, glau­ben Ar­beits­markt­for­scher
Arbeitnehmer Krawatte Mitte Wie wird die Pro­gno­se be­grün­det?

24.03.2016. (dpa) - In Deutsch­land zeich­net sich nach Ein­schät­zung von Ar­beits­markt­for­schern trotz Flücht­lings­zu­wan­de­rung für die­ses Jahr über­ra­schend ein Rück­gang der Ar­beits­lo­sig­keit ab.

Im Jah­res­schnitt wer­den et­wa 2,78 Mil­lio­nen Män­ner und Frau­en oh­ne Ar­beit sein - und da­mit et­wa 20.000 we­ni­ger als im Vor­jahr, geht aus der am Mitt­woch ver­öf­fent­lich­ten Früh­jahrs­pro­gno­se des In­sti­tuts für Ar­beits­markt- und Be­rufs­for­schung (IAB) her­vor.

Noch im ver­gan­ge­nen Herbst war die Denk­fa­brik der Bun­des­agen­tur für Ar­beit (BA) von im Schnitt 70.000 mehr Job­su­chern für 2016 aus­ge­gan­gen.

Der IAB-Ar­beits­markt­for­scher En­zo We­ber be­grün­de­te die Pro­gno­se vor al­lem mit der gu­ten Ar­beits­markt­la­ge zum Jah­res­be­ginn. Da­durch wer­de der Jah­res­durch­schnitt spür­bar ge­drückt. Im Ver­lauf des Jah­res müs­se dann aber we­gen der stär­ker auf den Ar­beits­markt drän­gen­den Flücht­lin­ge mit wach­sen­der Er­werbs­lo­sig­keit ge­rech­net wer­den. Grund­sätz­lich aber pro­fi­tie­re der deut­sche Job­markt von der un­ver­än­dert star­ken Bin­nen­nach­fra­ge. We­ber geht für 2016 von ei­nem ein Wirt­schafts­wachs­tum von 1,3 Pro­zent aus.

Auf je­den Fall bleibt die deut­sche Wirt­schaft nach IAB-Ein­schät­zung auch 2016 Job­mo­tor: Nach Pro­gno­se des Wis­sen­schaft­ler-Teams wird die Zahl der Ar­beits­plät­ze in die­sem Jahr auf das Re­kord­ni­veau von 43,52 Mil­lio­nen stei­gen - das wä­ren durch­schnitt­lich 490.000 Stel­len mehr als 2015. Bei re­gu­lä­ren Ar­beits­plät­zen rech­nen die For­scher so­gar mit ei­nem noch stär­ke­ren Schub: Im Jah­res­schnitt ge­hen sie von 31,51 Mil­lio­nen so­zi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­gen Be­schäf­tig­ten aus - 680.000 mehr als im Vor­jahr. "Ei­nen der­ar­tig kräf­ti­gen An­stieg gab es seit der Wie­der­ver­ei­ni­gung nur 2011", heißt es in ei­ner IAB-Mit­tei­lung.

Neue Ar­beits­plät­ze wer­den nach der Pro­gno­se vor al­lem im Han­del, der Ver­kehrs­bran­che und dem Gast­ge­wer­be ent­ste­hen - vor­aus­sicht­lich rund 160.000. Bei Un­ter­neh­mens­dienst­leis­tern, wie Wer­be­agen­tu­ren, Haus­meis­ter- und Wach­diens­ten so­wie Un­ter­neh­mens- und Steu­er­be­ra­tern wer­den es vor­aus­sicht­lich so­gar 170.000 mehr sein. Mit wei­te­ren 140.000 neu­en Jobs sei im öf­fent­li­chen Dienst so­wie im Er­zie­hungs- und Ge­sund­heits­we­sen zu rech­nen. "Dies liegt haupt­säch­lich am Aus­bau der Kin­der­ta­ges­be­treu­ung und an der stei­gen­den Nach­fra­ge nach Al­ten- und Pfle­ge­kräf­ten", er­läu­tert das IAB.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 26. September 2016

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