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BAG, Be­schluss vom 10.03.2009, 7 AZR 253/07 (A)

   
Schlagworte:
   
Gericht: Bundesarbeitsgericht
Aktenzeichen: 7 AZR 253/07 (A)
Typ: Beschluss
Entscheidungsdatum: 10.03.2009
   
Leitsätze:
Vorinstanzen:
   


BUN­DES­AR­BEITS­GERICHT

7 AZR 253/07 (A)
17 Sa 1323/06

Hes­si­sches
Lan­des­ar­beits­ge­richt


BESCHLUSS

In Sa­chen


Be­klag­te, Be­ru­fungs­be­klag­te und Re­vi­si­onskläge­rin,

pp.

Kläge­rin, Be­ru­fungskläge­rin und Re­vi­si­ons­be­klag­te,

wird der Be­schluss­te­nor im Se­nats­be­schluss vom 16. Ok­to­ber 2008 ent­spre­chend der Be­rich­ti­gung des Pro­to­kolls vom 9. März 2009 we­gen feh­ler­haf­ter Über­tra­gung des verkünde­ten Te­nors teil­wei­se be­rich­tigt und wie folgt ins­ge­samt neu ge­fasst:


I. Dem Ge­richts­hof der Eu­ropäischen Ge­mein­schaf­ten wer­den gemäß Art. 234 EG fol­gen­de Fra­gen zur Vor­ab­ent­schei­dung vor­ge­legt:
 


- 2 -

1. Sind Art. 1, Art. 2 Abs. 1, Art. 6 Abs. 1 der RL 2000/78/EG des Ra­tes vom 27. No­vem­ber 2000 zur Fest­le­gung ei­nes all­ge­mei­nen Rah­mens für die Ver­wirk­li­chung der Gleich­be­hand­lung in Beschäfti­gung und Be­ruf und/oder die all­ge­mei­nen Grundsätze des Ge­mein­schafts­rechts so aus­zu­le­gen, dass sie ei­ner am 1. Ja­nu­ar 2001 in Kraft ge­tre­te­nen Re­ge­lung des na­tio­na­len Rechts ent­ge­gen­ste­hen, wo­nach be­fris­te­te Ar­beits­verträge oh­ne wei­te­re Vor­aus­set­zun­gen mit Ar­beit­neh­mern ver­ein­bart wer­den können, nur weil die­se das 58. Le­bens­jahr voll­endet ha­ben?

2. Ist § 5 Abs. 1 der EGB-UN­ICE-CEEP-Rah­men­ver­ein­ba­rung, die durch die Richt­li­nie 1999/70/EG des Ra­tes vom 28. Ju­ni 1999 durch­geführt wor­den ist, da­hin­ge­hend aus­zu­le­gen, dass er ei­ner Re­ge­lung des na­tio­na­len Rechts ent­ge­gen­steht, die oh­ne wei­te­re Vor­aus­set­zun­gen zeit­lich un­be­grenzt ei­ne un­ein­ge­schränk­te An­zahl auf­ein­an­der fol­gen­der sach­grund­los be­fris­te­ter Ar­beits­verträge zulässt, nur weil der Ar­beit­neh­mer bei Be­ginn des be­fris­te­ten Ar­beits­verhält­nis­ses das 58. Le­bens­jahr voll­endet hat und nicht zu ei­nem vor­an­ge­gan­ge­nen un­be­fris­te­ten Ar­beits­verhält­nis mit dem­sel­ben Ar­beit­ge­ber ein en­ger sach­li­cher Zu­sam­men­hang be­steht?


3. Für den Fall, dass die Fra­gen 1 und/oder 2 be­jaht wer­den:

Ha­ben die na­tio­na­len Ge­rich­te die Vor­schrift des na­tio­na­len Rechts un­an­ge­wen­det zu las­sen?

II. Das Ver­fah­ren wird aus­ge­setzt.

Er­furt, 10. März 2009

Dörner 

Gräfl 

Koch

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