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Fle­xi­ble­re Ar­beits­zeit bei Por­sche

Por­sche ver­kürzt Ar­beits­zeit in der Pro­duk­ti­on: Be­las­tung min­dern
Wanduhr Por­sche: Stei­ge­rung der Wett­be­werbs­fä­hig­keit durch fle­xi­ble­re Ar­beits­zeit

14.12.2012 (dpa) - Beim Au­to­bau­er Por­sche ha­ben sich Un­ter­neh­mens­lei­tung und Be­triebs­rat auf fle­xi­ble­re Ar­beits­zei­ten ge­ei­nigt.

Im Stutt­gar­ter Stamm­werk soll für 3.300 Mit­ar­bei­ter in der Pro­duk­ti­on bei vol­lem Lohn­aus­gleich die Ar­beits­zeit um ei­ne St­un­de auf 34 Wo­chen­stun­den ver­kürzt wer­den.

Zu­gleich kön­nen aber in Zu­kunft auch mehr Mit­ar­bei­ter 40 St­un­den in der Wo­che ar­bei­ten. Dies sei die Kom­pen­sa­ti­on für die wach­sen­de Be­las­tung der Mit­ar­bei­ter, sag­te der ba­den-würt­tem­ber­gi­sche IG-Me­tall-Chef Jörg Hof­mann. Vor­stands­chef Mat­thi­as Mül­ler be­ton­te am Don­ners­tag, da­mit sol­le die Wett­be­werbs­über­le­gen­heit nach­hal­tig ab­ge­si­chert wer­den.

Die bis­he­ri­ge ta­rif­li­che Re­ge­lung sah vor, dass nur 18 Pro­zent der Ent­wick­ler 40 St­un­den ar­bei­ten dür­fen. Per­so­nal­vor­stand Tho­mas Edig sag­te, vie­le Ent­wick­lungs­pro­jek­te könn­ten nicht mehr zeit­nah ab­ge­wi­ckelt wer­den. Künf­tig kön­ne im Ent­wick­lungs­zen­trum in Weissach die Quo­te auf 90 Pro­zent er­höht wer­den. In der Pro­duk­ti­on liegt die Re­gel­ar­beits­zeit bei 35 Wo­chen­stun­den. Das Durch­schnitts­al­ter in der Pro­duk­ti­on be­trägt 40 Jah­re.

Mit der Ver­ein­ba­rung wol­len Por­sche und der Be­triebs­rat auch ge­gen den Fach­kräf­te­man­gel an­ge­hen. Be­triebs­rats­chef Uwe Hück sag­te: "Wir wol­len pro­fi­ta­bel sein und gleich­zei­tig auch den so­zia­len As­pekt da­bei ha­ben." Edig er­klär­te wei­ter, mit den ge­fun­de­nen Lö­sun­gen sol­le auch die At­trak­ti­vi­tät des Au­to­bau­ers als Ar­beit­ge­ber er­höht wer­den. Im Stamm­werk in Stutt­gart-Zu­ffen­hau­sen so­wie im Ent­wick­lungs­zen­trum sol­len auch Kin­der­be­treu­ungs­plät­ze ein­ge­rich­tet wer­den.

Seit der Au­to­bau­er un­ter das VW-Dach ge­schlüpft ist, hat Mül­ler dem Her­stel­ler ein ehr­gei­zi­ges Wachs­tums­pro­gramm ver­ord­net. Bis 2018 will Por­sche den Ab­satz auf 200.000 Fahr­zeu­ge pro Jahr stei­gern und dann 20.000 Mit­ar­bei­ter be­schäf­ti­gen. Seit An­fang 2011 hat die Zahl der Be­schäf­tig­ten welt­weit um rund 30 Pro­zent auf mehr als 17.000 Mit­ar­bei­ter zu­ge­nom­men.

Die Ver­ein­ba­rung sieht auch vor, dass die in­di­vi­du­el­le Ar­beits­zeit künf­tig be­fris­tet für ei­ne be­stimm­te An­zahl von Mit­ar­bei­tern für Wei­ter­bil­dung, Er­zie­hung oder Pfle­ge in ei­nem Kor­ri­dor von 20 bis 35 Wo­chen­stun­den va­ri­ie­ren kann. Die Re­ge­lun­gen ha­ben ei­ne Lauf­zeit bis zum Jahr 2016.

Für den Stand­ort in Leip­zig mit sei­nen rund 1.000 Be­schäf­tig­ten gilt die neue Be­triebs­ver­ein­ba­rung nicht. Der Grund: Leip­zig ist ein Toch­ter­un­ter­neh­men mit ei­nem ei­ge­nen Haus­ta­rif­ver­trag. Die Wo­chen­ar­beits­zeit be­trägt 38 Wo­chen­stun­den, wie ein Spre­cher mit­teil­te.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 8. August 2014

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