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"Auf­stiegs­coa­ches" für 60 hes­si­sche Lang­zeit­ar­beits­lo­se

Lang­zeit­ar­beits­lo­se ha­ben es schwer, im Ar­beits­markt wie­der dau­er­haft Fuß zu fas­sen: Ein neu­es Pro­jekt stellt ih­nen Coa­ches zur Sei­te, die nicht gleich nach der Ver­mitt­lung in ei­nen Job ver­schwin­den
Zwei Männchen mit Euro Was konn­ten die "Auf­stiegs­coa­ches" er­rei­chen?

12.12.2013. (dpa) - Die mit gro­ßen Er­war­tun­gen ver­se­he­nen Pi­lot­pro­jek­te zur Ak­ti­vie­rung von Lang­zeit­ar­beits­lo­sen sind nach Mei­nung der be­tei­lig­ten In­sti­tu­tio­nen viel­ver­spre­chend an­ge­lau­fen.

Seit drei Mo­na­ten ste­hen in Hes­sen so­ge­nann­te Auf­stiegs­coachs 60 Ar­beits­lo­sen und er­werbs­tä­ti­gen Hil­fe­emp­fän­gern zur Sei­te auf der Su­che nach ei­nem Job oder ei­ner bes­ser be­zahl­ten Be­schäf­ti­gung.

Nach den ers­ten drei Mo­na­ten sei­en die Teil­neh­mer nun­mehr ak­ti­viert und mo­ti­viert, be­rich­te­te am Mitt­woch in Frank­furt die Ver­ei­ni­gung Hes­si­scher Un­ter­neh­mer­ver­bän­de (VhU), die den bun­des­weit ein­ma­li­gen Ver­such an­ge­scho­ben hat.

Jetzt ge­he es in die Ver­mitt­lungs­pha­se.

Die Coa­ches ha­ben zu­nächst die Stär­ken und Schwä­chen der Be­trof­fe­nen ana­ly­siert, schil­der­te Wan­da Kraut­ter vom Bil­dungs­werk der hes­si­schen Wirt­schaft im Pi­lot­pro­jekt Of­fen­bach. Wei­te­re Coa­ches ar­bei­ten in den Job­cen­tern Wal­deck-Fran­ken­berg und Schwalm-Eder.

Die Be­treu­ten sol­len bis En­de 2014 in die La­ge ver­setzt wer­den, ih­ren Le­bens­un­ter­halt mög­lichst oh­ne er­gän­zen­de Hil­fen vom Job­cen­ter be­strei­ten zu kön­nen. Mit­tel da­zu kön­nen Qua­li­fi­zie­run­gen oder die An­pas­sung der Kin­der­be­treu­ung sein. Die Teil­neh­mer müss­ten be­ruf­lich fle­xi­bel und mo­bil sein.

Frank Mar­tin, Re­gio­nal­di­rek­tor der Ar­beits­agen­tu­ren in Hes­sen, un­ter­strich die Rol­le der be­tei­lig­ten Un­ter­neh­men: "Die Er­fah­run­gen der letz­ten Jah­re zei­gen, dass es ge­ra­de für Lang­zeit­ar­beits­lo­se Men­schen fast un­mög­lich ist, den Weg in den ers­ten Ar­beits­markt zu fin­den. (...) Um­so wich­ti­ger ist ei­ne Initia­ti­ve, die durch die hes­si­schen Un­ter­neh­men vor­an­ge­trie­ben wird. Wir brau­chen mehr Be­trie­be, die be­reit sind sich die­ser Auf­ga­be zu stel­len."

Bis­lang ha­be die Be­treu­ung durch das Job­cen­ter meist nach der Ver­mitt­lung in ei­ne Ar­beits­stel­le ge­en­det, er­klär­te Mat­thi­as Schul­ze-Böing vom kom­mu­na­len Job­cen­ter der Stadt Of­fen­bach. Nun könn­ten Ar­beits­ver­hält­nis­se mit in­ten­si­ver Be­treu­ung und pass­ge­nau­er Qua­li­fi­zie­rung sta­bi­li­siert wer­den. Men­schen könn­ten so aus der Nied­rig­lohn­fal­le kom­men und sich sta­bi­le Be­rufs­per­spek­ti­ven er­ar­bei­ten.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 26. April 2014

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