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Aus­län­di­sche In­ves­to­ren in Deutsch­land zu­rück­hal­ten­der

Deutsch­land bleibt ein wich­ti­ges Ziel für In­ves­to­ren aus dem Aus­land, ver­liert aber an Bo­den. Ei­ne Stu­die sieht Nach­hol­be­darf
Europa, Europäische Union, Landesflaggen

04.06.2019. (dpa/fle) - Aus­län­di­sche In­ves­to­ren ha­ben ihr En­ga­ge­ment in Deutsch­land nach ei­ner ak­tu­el­len Stu­die im ver­gan­ge­nen Jahr merk­lich re­du­ziert.

Zu­gleich ist die Un­zu­frie­den­heit mit den Rah­men­be­din­gun­gen ge­wach­sen, wie aus der eu­ro­pa­wei­ten Stand­ort-At­trak­ti­vi­täts­stu­die des Be­ra­tungs­un­ter­neh­mens EY her­vor­geht, die am Diens­tag ver­öf­fent­licht wur­de.

Mehr als ein Drit­tel der be­frag­ten Ver­tre­ter in­ter­na­tio­na­ler Un­ter­neh­men, die be­reits in Deutsch­land ak­tiv sind, äu­ßer­te sich ne­ga­tiv. Im Jahr zu­vor war es ein gu­tes Vier­tel.

Was die Zahl der In­ves­ti­ti­ons­pro­jek­te an­geht, rutsch­te Deutsch­land vom zwei­ten auf den drit­ten Platz und liegt nun hin­ter Frank­reich. Platz eins be­legt trotz der Brex­it-Un­si­cher­hei­ten wei­ter Groß­bri­tan­ni­en.

"Dass die aus­län­di­schen In­ves­ti­tio­nen in Deutsch­land sin­ken, ist ein Warn­si­gnal", be­ton­te Hu­bert Barth, der Vor­sit­zen­de der Ge­schäfts­füh­rung von EY in Deutsch­land. "Deutsch­land ist nicht mehr Wachs­tums­mo­tor der eu­ro­päi­schen Wirt­schaft." Es sei­en drin­gend wie­der ei­ne po­si­ti­ve Dy­na­mik und neue Wachs­tums­im­pul­se nö­tig.

Die Stu­die zählt für 2018 ge­nau 973 Pro­jek­te aus­län­di­scher In­ves­to­ren in Deutsch­land - 13 Pro­zent we­ni­ger als im Jahr da­vor und der ers­te Rück­gang über­haupt, seit die Zah­len 2005 zum ers­ten Mal er­ho­ben wur­den. Auf In­ves­to­ren aus den USA konn­te der Stand­ort zwar wei­ter­hin bau­en, Bri­ten, Chi­ne­sen oder Schwei­zer da­ge­gen re­du­zier­ten ihr En­ga­ge­ment teils deut­lich.

Mit der In­fra­struk­tur, dem sta­bi­len po­li­ti­schen und recht­li­chen Um­feld so­wie der Qua­li­fi­ka­ti­on der Ar­beits­kräf­te konn­te Deutsch­land er­neut punk­ten. Schwä­chen se­hen die In­ves­to­ren da­ge­gen bei der Fle­xi­bi­li­tät des Ar­beits­rechts, in Steu­er­fra­gen, bei An­rei­zen und Ver­güns­ti­gun­gen für Un­ter­neh­men und bei den Ar­beits­kos­ten.

Ei­nen deut­li­chen Rück­gang bei der Zahl der In­ves­ti­ti­ons­pro­jek­te muss­te der Stu­die zu­fol­ge zwar auch Groß­bri­tan­ni­en hin­neh­men. Den­noch reich­te es wei­ter für Platz eins. Frank­reich leg­te leicht zu und setz­te sich auf den zwei­ten Platz. Ins­ge­samt ging die Zahl der Pro­jek­te in Eu­ro­pa um vier Pro­zent zu­rück.

Deut­sche Un­ter­neh­men wie­der­um sind im Aus­land nach wie vor sehr in­ves­ti­ti­ons­freu­dig. Nur US-Un­ter­neh­men wa­ren im ver­gan­ge­nen Jahr in Eu­ro­pa ak­ti­ver.

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Letzte Überarbeitung: 11. Juli 2019

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