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13/171a BDA-Prä­si­dent Hundt geht - Nach­fol­ger soll In­go Kra­mer wer­den

17 Jah­re BDA-Prä­si­dent - ei­ne lan­ge Zeit für Die­ter Hundt: Nach­fol­ger Kra­mer hat viel zu tun - Ta­rif­ein­heit, Min­dest­lohn, Fach­kräf­te­man­gel
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19.06.2013. (dpa) - Ar­beit­ge­ber-Prä­si­dent Die­ter Hundt gibt das Amt nach 17 Jah­ren ab.

Nach­fol­ger soll der Bre­mer­ha­ve­ner Un­ter­neh­mer und der­zei­ti­ge BDA-Vi­ze­prä­si­dent In­go Kra­mer wer­den.

Dies be­stä­tig­te ein Spre­cher der Bun­des­ver­ei­ni­gung der Deut­schen Ar­beit­ge­ber­ver­bän­de (BDA) am Diens­tag in Ber­lin.

Hundt, der am 30. Sep­tem­ber 75 wird, wol­le Kra­mer am kom­men­den Mon­tag - im Ein­ver­neh­men mit den acht Vi­ze­prä­si­den­ten - dem Vor­stand als Nach­fol­ger vor­schla­gen.

Hundt hat­te - nach an­hal­ten­der Kri­tik - fast zeit­gleich auch das Amt des Auf­sichts­rats­chefs des Fuß­ball-Bun­des­li­gis­ten VfB Stutt­gart mit so­for­ti­ger Wir­kung nie­der­ge­legt. Am Mon­tag hat­te er dann auch dem BDA-Prä­si­di­um an­ge­kün­digt, bei der Wahl am 18. No­vem­ber nicht mehr kan­di­die­ren zu wol­len, und be­reits den Nach­fol­ger prä­sen­tiert.

Der 60-jäh­ri­ge Kra­mer ist Prä­si­dent des Ar­beit­ge­ber­ver­bands Nord­me­tall und BDA-Vi­ze­prä­si­dent. Er lei­tet ei­ne Fir­men­grup­pe, die An­la­gen für In­dus­trie und Schiff­bau fer­tigt. Laut Stif­tung der Deut­schen Wirt­schaft saß der stu­dier­te Wirt­schafts­in­ge­nieur von 1987 bis 1992 als Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der der FDP in der Bre­mer­ha­ve­ner Stadt­ver­ord­ne­ten­ver­samm­lung.

Auf den künf­ti­gen BDA-Prä­si­den­ten Kra­mer kom­men schwie­ri­ge Auf­ga­ben zu - in­tern wie ex­tern. Seit lan­gem gibt es For­de­run­gen, dass die gro­ßen Wirt­schafts­ver­bän­de und ge­ra­de die BDA ei­ne Struk­tur- und Or­ga­ni­sa­ti­ons­re­form an­ge­hen soll­ten. Zu­dem ist der Ein­fluss der Ver­bän­de auf die Po­li­tik in den ver­gan­ge­nen Jahr­zehn­ten er­heb­lich ge­schrumpft.

In sei­ner Funk­ti­on als Ta­rif­part­ner der Ge­werk­schaf­ten muss sich der Ar­beit­ge­ber­ver­band mit Ver­än­de­run­gen auf dem Ar­beits­markt aus­ein­an­der­set­zen. An­ders als zu Zei­ten der Agen­da 2010 von SPD-Kanz­ler Ger­hard Schrö­der geht es heu­te nicht mehr so sehr um die ho­he Zahl der Ar­beits­lo­sen als viel­mehr um die Zu­wan­de­rung von Fach­kräf­ten.

Nach der Bun­des­tags­wahl im Sep­tem­ber dürf­te je nach Aus­gang das The­ma Min­dest­lohn wie­der hoch­kom­men. In den Ta­rif­aus­ein­an­der­set­zun­gen ge­fähr­den klei­ne­re Spar­ten­ge­werk­schaf­ten mit er­heb­li­chen Aus­wir­kun­gen et­wa im Ge­sund­heits­we­sen oder auf den Luft- oder Schie­nen­ver­kehr die Ta­rif­ein­heit. Ei­ne schlüs­si­ge Ant­wort dar­auf ha­ben we­der Po­li­tik noch Ar­beit­ge­ber noch die füh­ren­den Ein­zel­ge­werk­schaf­ten bis­lang ge­fun­den.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 18. Dezember 2013

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