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16/331a Bahn lehnt Ar­beits­zeit­for­de­run­gen der Lok­füh­rer ab

Bei den Ta­rif­ver­hand­lun­gen der Bahn steckt der Teu­fel im Ar­beits­zeit-De­tail: Die Lok­füh­rer­ge­werk­schaft GDL for­de­re in­di­rekt die Ein­füh­rung der Vier­ta­ge­wo­che bei vol­lem Lohn­aus­gleich, sagt die Bahn
Bahnhof, Zug, Versetzung Wie wird die neue Ar­beits­zeit­re­ge­lung aus­se­hen?

26.10.2016. (dpa) - Die Ar­beits­zeit­re­geln wer­den zum Knack­punkt der Ta­rif­ver­hand­lun­gen für das Zug­per­so­nal der Deut­schen Bahn AG.

Das Un­ter­neh­men un­ter­brei­te­te bei den Ver­hand­lun­gen am Diens­tag in Frank­furt zwar ers­te ei­ge­ne Vor­schlä­ge zur Ent­las­tung be­stimm­ter Per­so­nal­grup­pen, wies aber auf der an­de­ren Sei­te die For­de­run­gen der Lok­füh­rer­ge­werk­schaft GDL et­wa zur Schicht­pla­nung strikt zu­rück.

Ein An­ge­bot zum Ent­gelt gab es nicht.

Die vor­ge­schla­ge­nen Ent­las­tun­gen könn­ten bei­spiels­wei­se im Gü­ter­ver­kehr und in ein­zel­nen Re­gio­nen wie den Groß­räu­men Mün­chen oder Stutt­gart grei­fen, er­läu­ter­te ei­ne Bahn-Spre­che­rin.

Die Über­prü­fung der 25 GDL-For­de­run­gen ha­be be­stä­tigt, dass ih­re Um­set­zung prak­tisch zu ei­ner Vier­ta­ge­wo­che bei vol­lem Lohn­aus­gleich füh­ren wür­de, sag­te Bahn-Per­so­nal­vor­stand Ul­rich We­ber. "Un­ser Ar­beits­zeit­sys­tem wür­de zu ei­nem star­ren Kor­sett, so dass nie­mand sei­ne ver­trag­lich ver­ein­bar­te Ar­beits­zeit von 39 St­un­den er­fül­len könn­te. Dies hät­te spür­ba­re Aus­wir­kun­gen auf den Bahn­be­trieb und da­mit auf un­se­re Kun­den", sag­te We­ber nach dem En­de der zwei­ten Ver­hand­lungs­run­de in Frank­furt. Die Ge­sprä­che sol­len am 11. No­vem­ber in Bonn fort­ge­setzt wer­den.

Die Bahn be­zif­fer­te den Ge­samt­um­fang der GDL-For­de­run­gen auf un­ge­fähr 26 Pro­zent, wo­von 6,5 Punk­te auf das Ent­gelt ent­fie­len. We­ber dämpf­te die Er­war­tun­gen: Das Ge­samt­pa­ket sei mut­maß­lich nicht zu fi­nan­zie­ren. Man wer­de sich auf dem Ver­hand­lungs­we­ge an­nä­hern müs­sen, mein­te der Bahn-Ma­na­ger.

GDL-Chef Claus We­sels­ky hat­te vor dem Ge­spräch er­neut ei­ne Image­kam­pa­gne für die Be­ru­fe in den Zü­gen ver­langt. Der Schwer­punkt der Ver­hand­lun­gen lie­ge ein­deu­tig bei den Ar­beits­zei­ten. Bei­de Sei­ten äu­ßer­ten sich op­ti­mis­tisch, auf dem Ver­hand­lungs­weg zu ei­nem Ab­schluss zu kom­men. Von Streiks war zum Auf­takt der zwei­ten Ver­hand­lungs­run­de noch nicht die Re­de.

Die Bahn ver­han­delt wie im ver­gan­ge­nen Jahr par­al­lel mit GDL und der grö­ße­ren Ei­sen­bahn- und Ver­kehrs­ge­werk­schaft (EVG). Ins­ge­samt geht es um 150.000 Be­schäf­tig­te in Deutsch­land.

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Letzte Überarbeitung: 27. Januar 2017

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