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14/380a "Not­falls" will auch Bahn-Ge­werk­schaft EVG strei­ken

Die­se Wo­che will sich die Deut­sche Bahn mit den kon­kur­rie­ren­den Ge­werk­schaf­ten EVG und GDL tref­fen: Doch auch die bis­lang zu­rück­hal­ten­de EVG will sich nicht al­les ge­fal­len las­sen - und not­falls strei­ken
Lokführer mit Lok Wird nach der GDL nun auch die EVG zum Streik auf­ru­fen?

17.11.2014. (dpa) - Die kom­men­den Ta­ge könn­ten für streik­ge­plag­te Bahn­kun­den wich­ti­ge Ent­schei­dun­gen mit sich brin­gen.

We­ni­ge Ta­ge vor dem Spit­zen­ge­spräch der Deut­schen Bahn mit den bei­den kon­kur­rie­ren­den Ge­werk­schaf­ten EVG und GDL kün­dig­te auch die EVG an, "not­falls" strei­ken zu wol­len.

Der EVG-Vor­sit­zen­de Alex­an­der Kirch­ner warn­te im "Ta­gespie­gel am Sonn­tag" Bahn und GDL da­vor, sich auf Kos­ten sei­ner Or­ga­ni­sa­ti­on zu ei­ni­gen. "Es kann nicht die Lö­sung sein, am En­de zwei Ta­rif­ver­trä­ge mit un­ter­schied­li­chen In­hal­ten zu ha­ben", sag­te er. "Dann wer­den wir für un­se­re In­ter­es­sen ein­tre­ten, not­falls mit ei­nem Ar­beits­kampf."

Ei­ne Lö­sung könn­te sich Kirch­ner al­ler­dings vor­stel­len: "Mit zwei in­halts­glei­chen Ta­rif­ver­trä­gen hät­ten wir kein Pro­blem", sag­te er dem Blatt. Ei­ne Bahn-Spre­che­rin sag­te da­zu der Deut­schen Pres­se-Agen­tur: "Der ein­zi­ge Ort, an dem wir ei­ne aus­ge­wo­ge­ne Lö­sung fin­den, ist der Ver­hand­lungs­tisch." Die GDL war am Sonn­tag für ei­ne Stel­lung­nah­me zu­nächst nicht zu er­rei­chen.

Am Diens­tag wol­len sich Ver­ant­wort­li­che der Bahn und bei­den Ge­werk­schaf­ten tref­fen. Über In­hal­te, Ort und Zeit sei Still­schwei­gen ver­ein­bart wor­den. Das Glei­che gel­te für mög­li­che wei­te­re Ge­sprä­che am Frei­tag.

Hin­ter­grund des Streits ist die mög­li­che Ta­rif­kon­kur­renz der bei­den Ge­werk­schaf­ten in den ein­zel­nen Be­rufs­grup­pen der Bahn. Die GDL will für ih­re Mit­glie­der beim ge­sam­ten Zug­per­so­nal ver­han­deln, nicht nur für die Lok­füh­rer un­ter ih­nen. Die Zug­be­glei­ter wer­den aber auch von der EVG ver­tre­ten, die bis­lang in die­sem Be­reich al­lei­ne die Ta­rif­ver­trä­ge aus­ge­han­delt hat.

Bei den Tref­fen in den kom­men­den Ta­gen soll es da­her auch dar­um ge­hen, wer das Ver­hand­lungs­man­dat für Lok­füh­rer und Zug­be­glei­ter be­kommt.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 18. November 2015

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