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ARBEITSRECHT AKTUELL // 16/349

Bahn bie­tet Ge­werk­schaft Pra­xis­test zu Ar­beits­zeit an

In der Ta­rif­run­de von Bahn und Lok­füh­rer­ge­werk­schaft GDL geht es vor al­lem um die Ar­beits­zeit: Die GDL will ei­ne spür­ba­re Ent­las­tung für das Zug­per­so­nal. Die Bahn macht ei­nen un­ge­wöhn­li­chen Vor­schlag
Bahnhof, Zug, Versetzung Wird die GDL den Vor­schlag an­neh­men?

12.11.2016. (dpa) - Im Kon­flikt um die Ar­beits­zei­ten des Zug­per­so­nals bei der Deut­schen Bahn hat der Kon­zern der Ge­werk­schaft Deut­scher Lo­ko­mo­tiv­füh­rer (GDL) ein neu­es An­ge­bot ge­macht.

Die Bahn will dem­nach Vor­schlä­ge der GDL in der Pra­xis mit ei­ge­nen Mo­del­len ver­glei­chen.

"Statt zu strei­ten, wel­cher Vor­schlag pra­xis­taug­lich ist, müs­sen wir ge­mein­sam er­pro­ben, was Mit­ar­bei­tern am bes­ten hilft", sag­te Bahn-Per­so­nal­vor­stand Ul­rich We­ber nach der drit­ten Run­de der Ta­rif­ver­hand­lun­gen am Frei­tag in Bonn.

Die GDL woll­te sich spä­ter äu­ßern. Die Ge­sprä­che wer­den am 17. No­vem­ber in Ber­lin fort­ge­setzt.

Die Lok­füh­rer­ge­werk­schaft ist mit ei­ner For­de­run­gen nach 4,0 Pro­zent mehr Geld und ver­bes­ser­ten Ar­beits­be­din­gun­gen et­wa bei Schicht­rhyth­men und plan­ba­rer Ar­beits­zeit in die Ver­hand­lun­gen ge­gan­gen. Der GDL-Vor­sit­zen­de Claus We­sels­ky hat da­bei den Vor­rang der Ar­beits­zeit­re­ge­lun­gen be­tont.

Die gro­ße Mehr­heit des Zug­per­so­nals hat nach An­ga­ben der Bahn in die­sem Jahr kei­ne neu­en Über­stun­den ge­macht. In ein­zel­nen Be­rei­chen ge­be aber ei­ne hö­he­re Be­las­tung, ha­be ei­ne Über­prü­fung er­ge­ben. Zum Zug­per­so­nal zäh­len rund 33.000 Lok­füh­rer, Zug­be­glei­ter, Bord­gas­tro­no­men, Lok­ran­gier­füh­rer und Dis­po­nen­ten.

"Ei­nig sind wir, dass wir für be­son­ders be­las­te­te Mit­ar­bei­ter han­deln wol­len", sag­te We­ber. Über den Weg be­ste­he bis­her kei­ne Ei­nig­keit. Die Bahn wol­le mehr be­trieb­li­che Initia­ti­ven an den je­wei­li­gen Ar­beits­plät­zen ge­mein­sam mit der GDL und den Be­triebs­rä­ten. Die GDL wol­le da­ge­gen ein kom­plett neu­es Ar­beits­zeit­sys­tem im Ta­rif­ver­trag für das ge­sam­te Zug­per­so­nal ver­an­kern. Die GDL-Vor­schlä­ge wür­den al­ler­dings zu ei­ner Vier-Ta­ge-Wo­che bei 30 Wo­chen­stun­den und vol­lem Lohn­aus­gleich füh­ren.

Die Bahn führt par­al­lel auch Ta­rif­ge­sprä­che mit der grö­ße­ren Ei­sen­bahn- und Ver­kehrs­ge­werk­schaft (EVG), die mit der GDL kon­kur­riert. Die EVG ver­han­delt für rund 100.000 Be­schäf­tig­te des Kon­zerns und hat­te zu­letzt mit Warn­streiks ge­droht. Bahn und EVG tref­fen sich am 23. No­vem­ber in Ber­lin wie­der.

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Letzte Überarbeitung: 10. Oktober 2018

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