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Bahn und Lok­füh­rer le­gen schwie­ri­gen Ta­rif­kon­flikt bei

Wenn die Lok­füh­rer strei­ken, ist das Ver­kehrs­cha­os pro­gram­miert: Doch die­se Ge­fahr ist nun vor­erst ge­bannt - mit ei­nem neu­en Ta­rif­ver­trag, wie es ihn nur für die Be­rufs­grup­pe der Lok­füh­rer ge­ben kann
Handschlag Playmobil War­um ist der Ta­rif­ver­trag ein­zig­ar­tig?

21.03.2014. (dpa) - Die Deut­sche Bahn und die Lok­füh­rer­ge­werk­schaft GDL ha­ben sich am Don­ners­tag nach lan­gem Rin­gen auf ei­nen Ta­rif­ab­schluss ge­ei­nigt.

Lok­füh­rer, die mit dem Zug ei­nen Men­schen über­fah­ren ha­ben und auf­grund ei­ner Trau­ma­ti­sie­rung nicht mehr fah­ren kön­nen, er­hal­ten dem­nach wei­ter­hin ihr vol­les Ge­halt.

Für den Fahr­dienst un­taug­li­che Kol­le­gen kön­nen sich ent­schei­den, in an­de­rer Funk­ti­on le­bens­lang bei der Bahn zu blei­ben oder mit ei­ner Ab­fin­dung zu ge­hen.

"Wir ha­ben den gor­di­schen Kno­ten durch­schla­gen", sag­te GDL-Chef Klaus We­sels­ky der Nach­rich­ten­agen­tur dpa nach der Ver­hand­lungs­run­de in Ber­lin. Bahn-Per­so­nal­vor­stand Ul­rich We­ber mein­te: "Wir sind froh, dass wir ei­ne fai­re Lö­sung ge­fun­den ha­ben."

Bei­de Sei­ten hat­ten seit dem ver­gan­ge­nen Som­mer ver­han­delt. Die Ge­werk­schaft for­der­te zwi­schen­zeit­lich ei­ne ge­son­der­te Ver­si­che­rung für die ins­ge­samt rund 20 000 Lok­füh­rer für den Fall, dass Kol­le­gen nach trau­ma­ti­schen Er­eig­nis­sen nicht mehr fah­ren kön­nen. Dies lehn­te die Bahn ab. We­ber sag­te zu dem nun er­ziel­ten Ab­schluss: "Qua­li­ta­tiv hal­te ich das hier für sehr viel at­trak­ti­ver."

Strit­tig war bis zu­letzt, ob der be­son­de­re Be­schäf­ti­gungs­schutz nur für trau­ma­ti­sier­te Lok­füh­rer gel­ten soll - oder auch für Kol­le­gen, die ge­sund­heits­be­dingt nicht mehr in der La­ge sind, ei­nen Zug zu füh­ren. "Bei­de kön­nen nun frei wäh­len, ob sie aus­schei­den oder in die Be­schäf­ti­gungs­si­che­rung ge­hen", er­klär­te We­sels­ky.

Fahr­dienst­un­taug­li­che Lok­füh­rer sol­len nach dem Kom­pro­miss mög­lichst ih­ren Ein­satz­ort nicht wech­seln müs­sen. Der be­ste­hen­de Vor­rang wer­de aus­ge­baut, sag­te We­ber. Ge­bün­delt wer­den die Re­ge­lun­gen in ei­nem ei­ge­nen Ta­rif­ver­trag, der von April an gel­ten soll. Mit dem Ab­schluss ent­fernt sich die Bahn et­was von ih­rem Ziel, mög­lichst ein­heit­li­che Ta­rif­ver­hält­nis­se für al­le Be­schäf­tig­ten­grup­pen im Kon­zern zu schaf­fen.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 12. September 2014

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