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ARBEITSRECHT AKTUELL // 12/112

Bahn schließt Bus­un­ter­neh­men mit 560 Ar­beit­neh­mern in Hes­sen

Die Bahn-Toch­ter Re­gio­nal­ver­kehr Kur­hes­sen wird ab­ge­wi­ckelt: Den 560 Mit­ar­bei­tern des Bus­un­ter­neh­mens sol­len an­de­re Ar­beits­plät­ze an­ge­bo­ten wer­den, zum Teil aber zu schlech­te­ren Kon­di­tio­nen
Schild vor Rollgitter WIR SCHLIESSEN

13.03.2012. Kas­sel (dpa/lhe) - Die Deut­sche Bahn schließt ihr Bus­un­ter­neh­men Re­gio­nal­ver­kehr Kur­hes­sen GmbH (RKH). Bis 2016 wer­de das Un­ter­neh­men, das rund 560 Mit­ar­bei­ter be­schäf­tigt und der­zeit mehr als 200 Bus­li­ni­en in ganz Hes­sen be­treibt, ge­ord­net her­un­ter­ge­fah­ren, sag­te RKH-Ge­schäfts­füh­rer Tho­mas Prechtl am Diens­tag in Kas­sel. Grund sei die feh­len­de Wett­be­werbs­fä­hig­keit. Nach sei­nen An­ga­ben lie­gen die Per­so­nal­kos­ten rund 25 Pro­zent über dem Ta­rif­ver­trag des Lan­des­ver­ban­des Hes­si­scher Om­ni­bus­un­ter­neh­mer (LHO), der bei Aus­schrei­bun­gen ge­for­dert wird.

Da­mit ha­be die RKH kei­ne Chan­ce im Wett­be­werb. "Seit meh­re­ren Jah­ren ha­ben wir nicht mehr an Aus­schrei­bun­gen teil­ge­nom­men", sag­te Prechtl. 2010 und 2011 hat­te die RKH ins­ge­samt 11,3 Mil­lio­nen Eu­ro Ver­lust ein­ge­fah­ren. Bis 2016 kä­men noch ein­mal 18,7 Mil­lio­nen hin­zu, rech­ne­te Prechtl vor.

Den Mit­ar­bei­tern sol­len an­de­re Ar­beits­plät­ze im Bahn­kon­zern an­ge­bo­ten wer­den, zum Bei­spiel bei der eben­falls in Hes­sen tä­ti­gen Bus-Toch­ter DB Bus­ver­kehr Hes­sen (BvH). Dort wür­den sie zu LHO-Be­din­gun­gen und da­mit zu schlech­te­ren Kon­di­tio­nen ar­bei­ten, sag­te Prechtl.

Den Schwar­zen Pe­ter schob Prechtl, der seit Mit­te 2011 Ge­schäfts­füh­rer ist, den Ge­werk­schaf­ten zu. Die­se hät­ten im Ok­to­ber 2011 ver­hin­dert, die Löh­ne auf das LHO-Ni­veau zu sen­ken. Neue Ge­sprä­che mit den Ge­werk­schaf­ten woll­te er nicht aus­schlie­ßen. "Was auf die­ser Welt ist nicht um­kehr­bar?"

Die Ge­werk­schaft Ver­di er­klär­te, die Ver­hand­lun­gen sei­en vor al­lem an den For­de­run­gen der Ei­sen­bahn- und Ver­kehrs­ge­werk­schaft (EVG) ge­schei­tert. Ver­di sei wei­ter ge­sprächs­be­reit, be­ton­te Nord­hes­sens Be­zirks­ge­schäfts­füh­rer Ha­rald Fen­nel. «Es hat aber nur Sinn, wenn al­le ge­sprächs­be­reit sind», sag­te er mit Blick auf die EVG. Die­se war zu­nächst nicht für ei­ne Stel­lung­nah­me zu er­rei­chen.

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Letzte Überarbeitung: 18. Dezember 2013

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