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Be­am­ten­bund: Öf­fent­li­chem Dienst droht Nach­wuchs­lü­cke

Der Be­am­ten­bund wirbt mit ei­ner teu­ren Kam­pa­gne um Be­rufs­nach­wuchs für den öf­fent­li­chen Dienst: Den Ar­beit­ge­bern hält er vor, an­ge­sichts der Fach­kräf­te­lü­cke kei­ne vor­aus­schau­en­de Per­so­nal­po­li­tik zu ma­chen
Wie akut ist der Nach­wuchs­man­gel?

09.12.2013. (dpa) - In den nächs­ten 15 Jah­ren wer­den im öf­fent­li­chen Dienst nach Be­rech­nun­gen des Be­am­ten­bun­des (dbb) 1,5 Mil­lio­nen Be­schäf­tig­te al­ters­be­dingt aus­stei­gen.

Schon heu­te sei es in ver­schie­de­nen Be­rei­chen schwie­rig, frei­wer­den­de Stel­len mit qua­li­fi­zier­tem Nach­wuchs zu be­set­zen, sag­te der dbb-Vor­sit­zen­de Klaus Dau­der­städt der Nach­rich­ten­agen­tur dpa.

Dies gel­te vor al­lem für na­tur­wis­sen­schaft­lich-tech­ni­sche Be­ru­fe, et­wa Le­bens­mit­tel­che­mi­ker und Ve­te­ri­nä­re.

Nach­wuchs feh­le aber auch im öf­fent­li­chen Ge­sund­heits­dienst und beim Zoll - et­wa für die Be­kämp­fung von Schwarz­ar­beit.

Dau­der­städt kün­dig­te ei­ne Wer­be­kam­pa­gne sei­ner Or­ga­ni­sa­ti­on an, um jun­ge Men­schen für die Ar­beit beim Staat zu ge­win­nen. Die Ak­ti­on soll fünf Jah­re lau­fen und bis zu ei­ne Mil­li­on Eu­ro kos­ten. Es sei zwar "au­ßer­ge­wöhn­lich", dass sich ein ge­werk­schaft­li­cher Dach­ver­band ak­tiv in die Re­kru­tie­rung der Ar­beit­ge­ber ein­schal­te. Aber wenn der öf­fent­li­che Dienst sei­ne Qua­li­tät hal­ten wol­le, brau­che es qua­li­fi­zier­ten Nach­wuchs.

"Wir müs­sen lei­der fest­stel­len, dass die öf­fent­li­chen Dienst­herrn und Ar­beit­ge­ber mehr­heit­lich weit ent­fernt von ei­ner nach­hal­ti­gen und pro­fes­sio­nel­len Per­so­nal­be­darfs­pla­nung agie­ren", sag­te der dbb-Chef.

Der Staat als öf­fent­li­cher Ar­beit­ge­ber kon­kur­rie­re an­ge­sichts des zu­neh­men­den Fach­kräf­te­man­gels mit der frei­en Wirt­schaft, die häu­fig at­trak­ti­ve­re Ge­häl­ter zah­le, er­klär­te Dau­der­städt. Weil es im­mer we­ni­ger Ver­be­am­tun­gen ge­be, zie­he zu­dem das Ar­gu­ment der Ar­beits­platz­si­cher­heit nicht mehr so wie frü­her.

Un­ter an­de­rem will der Be­am­ten­bund Schü­ler und Leh­rer mit Bro­schü­ren, Un­ter­richts­ma­te­ria­li­en und ei­ner Web­site über Be­ru­fe im öf­fent­li­chen Dienst in­for­mie­ren. Der Ti­tel der Kam­pa­gne lau­tet "Die Un­ver­zicht­ba­ren".

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 19. November 2015

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