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Be­am­ten­bund: 170.000 Stel­len im öf­fent­li­chen Dienst un­be­setzt

Bil­dung, Si­cher­heit, Be­treu­ung - der Staat hat vie­le für die Men­schen wich­ti­ge Auf­ga­ben: Nach An­sicht des Be­am­ten­bun­des kann er sie aber im­mer we­ni­ger er­fül­len
Feuerwehrmann Polizist Arzt Wie kann die Per­so­nal­lü­cke ge­schlos­sen wer­den?

18.11.2014. (dpa) - Dem öf­fent­li­chen Dienst feh­len nach An­ga­ben des Be­am­ten­bunds mehr als 170.000 Er­zie­her, Leh­rer, Po­li­zis­ten und an­de­re Mit­ar­bei­ter.

Das geht aus ei­ner der Deut­schen Pres­se-Agen­tur vor­lie­gen­den Auf­stel­lung des DBB her­vor, über die die "West­deut­sche All­ge­mei­ne Zei­tung" (Mon­tag) zu­erst be­rich­tet hat­te.

Der Vor­sit­zen­de des DBB Be­am­ten­bund und Ta­rif­uni­on, Klaus Dau­der­städt, sag­te dem Blatt: "Es brennt. Wir brau­chen ei­ne Per­so­na­lof­fen­si­ve, um jun­ge Men­schen für den öf­fent­li­chen Dienst zu be­geis­tern." Auch müs­se die Pra­xis en­den, bis zu 80 Pro­zent der Neu­ein­ge­stell­ten nur Zeit­ver­trä­ge zu ge­ben.

Al­lein bei Städ­ten und Ge­mein­den feh­len den An­ga­ben zu­fol­ge 142.000 Fach­kräf­te. So wür­den 120.000 Er­zie­he­rin­nen und Er­zie­her ge­sucht. Zu be­kla­gen sei die Nicht­be­set­zung von 5.000 Stel­len bei Feu­er­weh­ren, 6.000 in Job­cen­tern, 3.000 in Ju­gend­äm­tern, 2.000 für Fach­ärz­te in Ge­sund­heits­äm­tern und 1.500 für Le­bens­mit­tel­che­mi­ker.

In den kom­men­den 15 Jah­ren wer­de die Per­so­nal­lü­cke so­gar auf 700.000 wach­sen. 1,5 Mil­lio­nen Be­schäf­tig­te stei­gen dem­nach al­ters­be­dingt aus. Ent­spre­chen­de Zah­len hat­te der DBB auch schon frü­her ver­öf­fent­licht.

Auch die tech­ni­schen Män­gel bei der Bun­des­wehr ge­hen laut Be­am­ten­bund teils auf Per­so­nal­man­gel zu­rück. "In der tech­ni­schen Wehr­ver­wal­tung, die die Aus­stat­tung der Streit­kräf­te von der Be­darfs­mel­dung über die Aus­schrei­bung bis hin zur Be­reit­stel­lung prü­fend und sach­ver­stän­dig be­glei­tet, feh­len ak­tu­ell rund 650 Fach­kräf­te: In­ge­nieu­re, Phy­si­ker, In­for­ma­ti­ker, Luft- und Raum­fahrt­tech­ni­ker, Elek­tro­tech­ni­ker etc."

Die Ge­werk­schaf­ten se­hen Ur­sa­chen im Per­so­nal­ab­bau ver­gan­ge­ner Jah­re und der nach ih­rer An­sicht "nicht at­trak­ti­ven Be­zah­lung" des Staats­diens­tes. Dau­der­städt sag­te: "Wenn ein pri­va­ter Ar­beit­ge­ber merkt, dass er den be­gehr­ten In­ge­nieur, Arzt oder IT-Fach­mann nicht be­kommt, legt er noch ei­nen Tau­sen­der drauf. Das kön­nen Kom­mu­nen, So­zi­al­ver­si­che­rung oder das Fi­nanz­amt nicht."

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 5. November 2016

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