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ARBEITSRECHT AKTUELL // 12/144

Be­hin­der­te am Ar­beits­markt wei­ter be­nach­tei­ligt

Be­hin­der­te Ar­beit­neh­mer ha­ben es schwe­rer am Ar­beits­markt
Mann mit Rollator Be­hin­der­te ha­ben es auch auf dem Ar­beits­markt schwe­rer
03.04.2012 (dpa) - Trotz der gu­ten wirt­schaft­li­chen La­ge fin­den schwer­be­hin­der­te Men­schen nach ei­nem Zei­tungs­be­richt nach wie vor nur schwer ei­ne re­gu­lä­re Be­schäf­ti­gung.

Im ver­gan­ge­nen Jahr ha­be nur et­wa je­der sechs­te Schwer­be­hin­der­te (16 Pro­zent), der aus der Ar­beits­lo­sen­sta­tis­tik ge­stri­chen wer­den konn­te, ei­nen Job auf dem ers­ten Ar­beits­markt be­kom­men, schreibt die "Saar­brü­cker Zei­tung". Un­ter den nicht Schwer­be­hin­der­ten sei die ent­spre­chen­de Quo­te mit gut 31 Pro­zent fast dop­pelt so hoch ge­we­sen. Das Blatt be­ruft sich auf Da­ten der Bun­des­agen­tur für Ar­beit (BA).

Auch die durch­schnitt­li­che Dau­er der Ar­beits­lo­sig­keit sei bei Schwer­be­hin­der­ten mit 76 Wo­chen deut­lich län­ger als bei Per­so­nen oh­ne kör­per­li­che oder geis­ti­ge Be­hin­de­rung ge­we­sen. Bei die­sen ha­be die Span­ne 64 Wo­chen be­tra­gen. Nach dem Ge­setz sind Be­trie­be mit min­des­tens 20 Be­schäf­tig­ten da­zu ver­pflich­tet, fünf Pro­zent ih­rer Ar­beits­plät­ze mit Schwer­be­hin­der­ten zu be­set­zen. Laut BA be­trug die durch­schnitt­li­che Quo­te im Jahr 2009 aber nur 4,5 Pro­zent, in der pri­va­ten Wirt­schaft so­gar le­dig­lich 3,9 Pro­zent.

Die Ar­beits­markt­ex­per­tin der Lin­ken, Sa­bi­ne Zim­mer­mann, for­der­te die Ar­beit­ge­ber zum Um­den­ken auf. "An­statt über ei­nen ver­meint­li­chen Fach­kräf­te­man­gel zu jam­mern, soll­ten die Ar­beit­ge­ber ih­ren Blick auf schwer­be­hin­der­te Ar­beits­lo­se rich­ten, die über­durch­schnitt­lich qua­li­fi­ziert sind", sag­te Zim­mer­mann der Zei­tung.

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Letzte Überarbeitung: 6. Juni 2014

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