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Be­hör­den macht Fach­kräf­te­man­gel zu schaf­fen

Die Wirt­schaft brummt, der Bau boomt. Doch ei­ne Stu­die sieht Pro­ble­me am Ar­beits­markt - es feh­le an Be­wer­bern für Be­hör­den­stel­len. Ein Grund: In der Pri­vat­wirt­schaft kön­nen In­ge­nieu­re viel mehr ver­die­nen
Baustellenschild Wie viel In­ge­nieu­re wer­den ge­sucht?

05.11.2016. (dpa) - Fach­kräf­te­man­gel am Ar­beits­markt macht Ba­den-Würt­tem­bergs Be­hör­den zu schaf­fen.

Es gibt deut­lich mehr of­fe­ne Stel­len als In­ge­nieu­re auf Job­su­che, wie aus ei­ner Er­he­bung des ar­beit­ge­ber­na­hen In­sti­tuts der deut­schen Wirt­schaft und des Ver­bands Deut­scher In­ge­nieu­re her­vor­geht.

Auf 100 ar­beits­lo­se In­ge­nieu­re kä­men im Süd­wes­ten 388 of­fe­ne Stel­len in der Pri­vat­wirt­schaft und im be­son­ders be­trof­fe­nen öf­fent­li­chen Sek­tor.

Der Bun­des­schnitt ist mit 261 deut­lich nied­ri­ger, nur in Bay­ern ist die La­ge mit 411 noch schlim­mer.

Ba­den-Würt­tem­bergs Woh­nungs­bau­mi­nis­te­ri­um be­stä­tig­te die schwie­ri­ge Su­che nach ge­eig­ne­tem Per­so­nal.

"Der öf­fent­li­che Dienst fin­det kei­ne Leu­te", sag­te IW-Ar­beits­markt­ex­per­te Oli­ver Kop­pel über die Ge­samt­si­tua­ti­on in Deutsch­land. Es sei zwar Geld für Sa­nie­run­gen und Stra­ßen­bau da. "Aber jetzt feh­len die Leu­te, um das Geld zu ver­pla­nen."

In­ge­nieu­re aus den Be­rei­chen Bau, Ver­mes­sung und Ge­bäu­de­tech­nik so­wie Ar­chi­tek­ten sind laut der IW-Er­he­bung in Deutsch­land der­zeit be­son­ders be­gehrt. Bau­in­ge­nieu­re wür­den von der Bau­stel­le weg ab­ge­wor­ben, sag­te Kop­pel. Gleich drei Fak­to­ren be­feu­er­ten die Nach­fra­ge, sag­te Kop­pel: Zum ei­nen der bun­des­wei­te Bau­boom, zu­dem wür­den In­ge­nieu­re für die staat­lich ge­för­der­te en­er­ge­ti­sche Ge­bäu­de­sa­nie­rung ge­braucht. Auch für Bau und Pla­nung von Flücht­lings­un­ter­künf­ten wer­de auf In­ge­nieu­re zu­rück­ge­grif­fen.

Ei­ne Spre­che­rin vom Mi­nis­te­ri­um für Wirt­schaft, Ar­beit und Woh­nungs­bau sag­te, im Aus­tausch mit Bran­chen­ver­tre­tern sei das "Hemm­nis bei der Er­fül­lung der an­ste­hen­den Pla­nungs- und Bau­auf­ga­ben zur Be­wäl­ti­gung des Wohn­raum­be­darfs" be­reits the­ma­ti­siert wor­den. "Auch uns sind Fäl­le be­kannt von Bau­rechts­be­hör­den, die Schwie­rig­kei­ten ha­ben bei der Nach­be­set­zung von Stel­len für tech­ni­sches Per­so­nal", so die Spre­che­rin. Das lie­ge wohl nicht nur an Be­wer­ber­man­gel, "son­dern auch an der eher un­at­trak­ti­ven Ent­loh­nung und Be­sol­dung die­ser Stel­len im öf­fent­li­chen Dienst im Ver­gleich zu Stel­len in der Pri­vat­wirt­schaft".

Be­last­ba­re Da­ten zur Aus­wir­kung des Fach­kräf­te­man­gels auf die Ge­neh­mi­gung von Bau­vor­ha­ben lä­gen zwar nicht vor. "Je­doch kann da­von aus­ge­gan­gen wer­den, dass der Fach­kräf­te­man­gel mit­un­ter auch zur Ver­län­ge­rung von Bau­ge­neh­mi­gungs­ver­fah­ren führt", so die Mi­nis­te­ri­ums­spre­che­rin.

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Letzte Überarbeitung: 28. August 2018

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