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Be­richt: Nah­les will Ost­ren­te bis 2020 auf West­ni­veau an­he­ben

Hö­he­re Ren­ten im Os­ten heu­te - ge­rin­ge­re Be­zü­ge spä­ter: So soll die Ost-West-An­glei­chung funk­tio­nie­ren. Die Be­geis­te­rung im Os­ten dürf­te sich bei vie­len heu­ti­gen Ar­beit­neh­mern in Gren­zen hal­ten
Was für Nach­tei­le hat ei­ne An­glei­chung?

15.07.2016. (dpa) - Bun­des­so­zi­al­mi­nis­te­rin An­drea Nah­les (SPD) will die Ost­ren­te nach ei­nem Be­richt der "Säch­si­schen Zei­tung" bis 2020 in zwei Schrit­ten auf das west­deut­sche Ni­veau an­he­ben.

Künf­ti­ge Rent­ner­ge­ne­ra­tio­nen im Os­ten sol­len da­für nied­ri­ge Be­zü­ge als nach gel­ten­dem Recht hin­neh­men müs­sen.

2018 sol­le die be­ste­hen­de Ren­ten­lü­cke zu­nächst zur Hälf­te ge­schlos­sen wer­den, be­rich­te­te die Zei­tung (Frei­tag).

Das wä­re ei­ne ein­ma­li­ge Ren­ten­er­hö­hung von rund drei Pro­zent. Ein zwei­ter, ähn­li­cher Schritt wür­de dann 2020 er­fol­gen. Ei­ne Stel­lung­nah­me des So­zi­al­mi­nis­te­ri­ums zu dem Be­richt war zu­nächst nicht zu be­kom­men.

Hei­kel ist das Vor­ha­ben, weil ei­ne kom­plet­te An­glei­chung kei­nes­wegs nur Ge­win­ner brin­gen wür­de. Zwar ist der Ren­ten­wert - qua­si die mo­nat­li­che Ren­te für ein Jahr Be­schäf­ti­gung mit Durch­schnitts­ent­gelt - im Os­ten ge­rin­ger. Da­für wer­den aber die der Ren­te zu­grun­de­lie­gen­den Ost­löh­ne bei der Ren­ten­be­rech­nung auf­ge­wer­tet. "Bei glei­chem Lohn ent­steht ak­tu­ell in den neu­en Län­dern ein hö­he­rer Ren­ten­an­spruch als in den al­ten Län­dern", er­läu­ter­te die Ren­ten­ver­si­che­rung.

Par­al­lel zur An­glei­chung soll laut dem Be­richt die­se Hö­her­wer­tung ost­deut­scher Ein­kom­men bei der Ren­ten­be­rech­nung weg­fal­len - eben­falls in zwei Schrit­ten. Die Ren­ten­an­sprü­che der heu­te über sechs Mil­lio­nen Ar­beit­neh­mer in Ost­deutsch­land wür­den da­durch lang­fris­tig ge­rin­ger aus­fal­len, so die Zei­tung. Nah­les wol­le ihr Kon­zept kom­men­de Wo­che vor­stel­len.

Be­reits bis­her stie­gen die Ost­ren­ten in der Re­gel stär­ker als je­ne im Wes­ten. So re­du­zier­te sich der Ost-West-Ab­stand mit der Ren­ten­er­hö­hung zum 1. Ju­li von 7,4 Pro­zent im zwei­ten Halb­jahr 2015 auf 5,9 Pro­zent im zwei­ten Halb­jahr 2016.

Der­zeit liegt der Ren­ten­wert im Os­ten bei 28,66 Eu­ro ge­gen­über 30,45 Eu­ro im Wes­ten. Die so­ge­nann­te Stan­dard­ren­te nach 45 Jah­ren Ar­beit zum Durch­schnitts­ein­kom­men stie­ge nach dem Nah­les-Plan von heu­te 1290 zu­nächst auf un­ge­fähr 1330 und schließ­lich auf 1370 Eu­ro, be­rich­te­te die Zei­tung.

Der CDU/CSU-Frak­ti­ons­vi­ze Ar­nold Vaatz lehn­te die An­glei­chung laut der Zei­tung ab, weil sie mit ei­nem Weg­fall der Hö­her­wer­tung ver­bun­den wä­re.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 11. November 2016

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