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ARBEITSRECHT AKTUELL // 17/136

Ber­lin: Streik an der Cha­rité

Die Ge­werk­schaft Ver­di ruft die Be­schäf­tig­ten der Cha­rité-Ser­vice­toch­ter CFM zur Ar­beits­nie­der­le­gung auf.

18.05.2017. (dpa/wie) - An der Ber­li­ner Cha­rité ha­ben ca. 150 Be­schäf­tig­te ih­re Ar­beit nie­der­ge­legt. Da­bei han­delt es sich um An­ge­stell­te des Ser­vice­un­ter­neh­mens Cha­rité Fa­ci­li­ty Ma­nage­ment (CFM), wel­ches zu 51 Pro­zent der Cha­rité ge­hört.

Die Fir­ma stellt un­ter an­de­rem Rei­ni­gungs­kräf­te, Me­di­zin- und Kran­ken­trans­por­ter, Si­cher­heits­per­so­nal und küm­mert sich um die Kü­chen und tech­ni­sche Dienst­leis­tun­gen.

Laut Ver­di-Ver­hand­lungs­füh­rer Kal­le Kun­kel gibt es Lohn­un­ter­schie­de von 30 bis 40 Pro­zent zu den An­ge­stell­ten der Cha­rité. Die Ge­werk­schaft for­dert des­halb ei­ne An­glei­chung der Be­zah­lung.

Der Streik wür­de ins­be­son­de­re den Kran­ken­trans­port und die Sta­ti­ons- und Op-Ver­sor­gung bein­träch­ti­gen. CFM-Un­ter­neh­mens­spre­che­rin Sil­via Axt ver­si­cher­te je­doch, "es wird kei­ne Ein­schrän­kun­gen des Be­triebs ge­ben". Pa­ti­en­ten sei­en nicht be­trof­fen.

Die seit acht Mo­na­ten an­dau­ern­den Ver­hand­lun­gen zwi­schen der Ge­werk­schaft und dem Ar­beit­ge­ber brach­ten noch kein Er­geb­nis. Die laut Ver­di an­ge­bo­te­nen zehn Eu­ro St­un­den­lohn sei­en in der Rei­ni­gungs­bran­che kei­ne Ver­bes­se­rung. Auch in den an­de­ren Be­rufs­grup­pe wür­de dies nur ei­ne Er­hö­hung um 25 bis 55 Cent be­deu­ten, er­klär­te die Ge­werk­schaft in ei­ner Ta­ri­fin­for­ma­ti­on vom April.

Kun­kel nimmt un­ter­des­sen auch Ber­lins Bür­ger­meis­ter Mi­cha­el Mül­ler in die Pflicht. Trotz Ver­spre­chun­gen bzgl. ei­ner Ein­glie­de­rung der CFM in die Cha­rité, tue sich am Ver­hand­lungs­tisch seit fast ei­nem Jahr nichts, so der Ver­hand­lungs­füh­rer.


Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 22. Juni 2017

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