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Ber­li­ner Cha­rité steht vor Streik - Ver­di plant Ur­ab­stim­mung

Weil seit lan­gem Per­so­nal fehlt, sind Pfle­ger an der Cha­rité kürz­lich be­reits zwei Ta­ge lang in den Warn­streik ge­tre­ten: Nun könn­te es für die Kli­nik und Pa­ti­en­ten noch di­cker kom­men
Arzt im Operationssaal Wird es zu ei­ner Ur­ab­stim­mung kom­men?

16.05.2015. (dpa) - An der größ­ten deut­schen Uni­ver­si­täts­kli­nik droht ein län­ge­rer Streik des Pfle­ge­per­so­nals.

Nach ei­nem Warn­streik En­de April plant die Ge­werk­schaft Ver­di nun ei­ne Ur­ab­stim­mung un­ter den Pfle­ge­kräf­ten der Ber­li­ner Cha­rité.

In den Ver­hand­lun­gen über die Per­so­nal­si­tua­ti­on an der Uni­kli­nik ha­be der Ar­beit­ge­ber zu­letzt nur ein nur "mi­ni­mal ver­bes­ser­tes An­ge­bot" vor­ge­legt, sag­te Ge­werk­schafts­se­kre­tär Kal­le Kun­kel der Deut­schen Pres­se-Agen­tur am Frei­tag.

Er be­stä­tig­te ei­nen Be­richt des "Ta­ges­spie­gel", dem­zu­fol­ge der Ver­di-Bun­des­vor­stand der Ur­ab­stim­mung zu­ge­stimmt ha­be.

In dem Ar­ti­kel hieß es, ein Streik kön­ne be­reits im Ju­ni be­gin­nen. Ver­di will am Mon­tag De­tails be­kannt­ge­ben.

Cha­rité-Pfle­ge­kräf­te for­dern mehr Per­so­nal und bes­se­re be­trieb­li­che Nor­men. Be­mü­hun­gen um ei­nen ent­spre­chen­den Ta­rif­ver­trag lau­fen seit 2013. Die Kli­nik­lei­tung hat­te un­ter an­de­rem auf zu ho­he Kos­ten von 30 Mil­lio­nen Eu­ro pro Jahr ver­wie­sen, um die For­de­run­gen er­fül­len zu kön­nen. Es ge­he um 600 zu­sätz­li­che Kräf­te.

Zu­dem steht die Fra­ge von Per­so­nal­quo­ten im Raum: Die­se sol­len re­geln, wie vie­le Pa­ti­en­ten ein Pfle­ger be­treu­en muss und sich nach der Art der Sta­ti­on rich­ten. Da­bei sieht die Cha­rité die Bun­des­po­li­tik in der Pflicht: Das The­ma be­trifft al­le Kran­ken­häu­ser, wie Spre­cher Uwe Dol­de­rer am Frei­tag er­klär­te.

Auf dem Ar­beits­markt ge­be es zu­dem mo­men­tan nicht aus­rei­chend Kräf­te, um die Ver­di-For­de­run­gen zu er­fül­len, so Dol­de­rer wei­ter. "Wir be­dau­ern, dass Ver­di den Weg ei­ner Ur­ab­stim­mung trotz ei­nes gu­ten Ver­hand­lungs­an­ge­bots der Cha­rité ein­schlägt und ei­ne Aus­ein­an­der­set­zung an­strebt."

Am Warn­streik hat­ten sich kürz­lich nach Ge­werk­schafts­an­ga­ben an zwei Ta­gen je­weils 500 Mit­ar­bei­ter be­tei­ligt. Die Kli­nik sprach von 400 ab­ge­sag­ten Ope­ra­tio­nen.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 11. April 2016

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