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Ber­tels­mann-Stu­die - Sach­sen legt bei Wei­ter­bil­dung zu

Sach­sen ist bei der Bil­dung Spit­ze, das le­bens­lan­ge Ler­nen steht nicht ganz so hoch im Kurs: Im bun­des­wei­ten Ver­gleich mach­te das Land Fort­schrit­te bei der Wei­ter­bil­dung - und hat in zwei Punk­ten so­gar al­le über­flü­gelt
Was zeigt die Stu­die?

05.07.2016. (dpa) - Sach­sen hat in Sa­chen Wei­ter­bil­dung vor ei­ni­gen Jah­ren den größ­ten Sprung bun­des­weit ge­macht.

Wäh­rend die Quo­te von 2012 bis 2013 bun­des­weit leicht um 0,3 Pro­zent­punk­te sank, stieg sie im Frei­staat um 1,7, wie aus dem am Mon­tag ver­öf­fent­lich­ten zwei­ten Deut­schen Wei­ter­bil­dungs­at­las für Krei­se und kreis­freie Städ­te der Ber­tels­mann Stif­tung her­vor­geht.

Da­nach nahm rund je­der ach­te Bür­ger (12,1 Pro­zent) min­des­tens ein­mal pro Jahr an ei­ner Wei­ter­bil­dung teil. 2012 wa­ren es 11,9 Pro­zent.

Der Frei­staat lag 2013 da­mit nur noch leicht un­ter dem Bun­des­durch­schnitt (12,3 Pro­zent) - und ar­bei­te­te sich von Platz 14 im Vor­jahr auf Rang 7 im Mit­tel­feld der 16 Bun­des­län­der vor. Bun­des­wei­ter Spit­zen­rei­ter war Ba­den-Würt­tem­berg (14,8 Pro­zent), Schluss­licht Sach­sen-An­halt (10,4 Pro­zent).

Die Stu­die zeigt gro­ße re­gio­na­le Un­ter­schie­de im Land. Dem­nach war die Be­tei­li­gung vor al­lem in Mit­tel­sach­sen (7,3 Pro­zent) und Nord­sach­sen (7,8 Pro­zent) am ge­rings­ten, im Land­kreis Säch­si­sche Schweiz-Os­terz­ge­bir­ge (14,0 Pro­zent) und der Stadt Leip­zig (15,1 Pro­zent) am höchs­ten. Ins­ge­samt la­gen 5 der 13 Land­krei­se über dem Bun­des­durch­schnitt.

"Wei­ter­bil­dungs­chan­cen in Deutsch­land sind re­gio­nal zu un­gleich ver­teilt", er­klär­te Stif­tungs­vor­stand Jörg Drä­ger. Das schrän­ke die Chan­cen­gleich­heit bei be­ruf­li­chem und so­zia­lem Auf­stieg ein. Et­wa ein Drit­tel der Un­ter­schie­de las­se sich durch die re­gio­na­le So­zi­al- und Wirt­schafts­struk­tur er­klä­ren, der Rest mit der Qua­li­tät der Wei­ter­bil­dungs­an­ge­bo­te.

Sach­sen hat­te 2013 in Sa­chen Wei­ter­bil­dung fast die 1,8 Pro­zent­punk­te wie­der auf­ge­holt, die zwi­schen 2007 bis 2012 ver­lo­ren ge­gan­gen wa­ren. Die vor­han­de­nen Mög­lich­kei­ten wer­den laut der Stu­die zu­neh­mend ge­nutzt. So wur­de das Po­ten­zi­al zu 102,7 Pro­zent aus­ge­schöpft, was ei­nen An­stieg im Ver­gleich zum Vor­jahr um 13,4 Pro­zent­punk­te be­deu­tet - der stärks­te al­ler Bun­des­län­der.

Da­bei wa­ren die Land­krei­se Mei­ßen mit 115,4 Pro­zent so­wie Säch­si­sche Schweiz-Os­terz­ge­bir­ge (122,9 Pro­zent) Spit­zen­rei­ter, wäh­rend in den Land­krei­sen Mit­tel­sach­sen und Nord­sach­sen fast ein Drit­tel des vor­han­den Po­ten­zi­als brach lag. Der Ko­au­tor des Be­richts, Jo­sef Schra­der, emp­fahl, durch Ko­ope­ra­tio­nen zwi­schen lo­ka­len Ak­teu­ren das An­ge­bot lo­ka­len Be­dürf­nis­sen an­zu­pas­sen.

Die Stu­die ba­siert auf den ak­tu­ells­ten Da­ten des Mi­kro­zen­sus. Da­bei wur­de die Teil­nah­me der Be­völ­ke­rung ab dem 25. Le­bens­jahr an be­ruf­li­cher und all­ge­mei­ner Wei­ter­bil­dung un­ter­sucht.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 5. Juli 2016

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