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ARBEITSRECHT AKTUELL // 16/217

Im­mer mehr Be­schäf­tig­te ha­ben ei­nen Zweit­job

Die Zahl der Be­schäf­tig­ten mit Zweit­job wächst: Das kann an zu ge­rin­ger Be­zah­lung im Haupt­job lie­gen - es gibt aber auch an­de­re Grün­de: Man­cher tritt im Al­ter haupt­be­ruf­lich kür­zer und ver­dient in ei­ner an­de­ren Bran­che brut­to für net­to da­zu
Mobiler Hotdogverkäufer mit Fahrradverkaufsstand War­um ha­ben vie­le Be­schäf­tig­te ei­nen Zweit­job?

09.07.2016. (dpa) - Im­mer mehr Be­schäf­tig­te ver­die­nen ne­ben ih­rem Haupt­be­ruf mit ei­nem Mi­ni-Job Geld da­zu.

Bun­des­weit üb­ten zum 30. Ju­ni 2015 be­reits rund 2,5 Mil­lio­nen Ar­beit­neh­mer ne­ben ih­rer so­zi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­gen Stel­le ei­nen Ne­ben­job aus - in der Re­gel auf 450-Eu­ro-Ba­sis.

Das er­gibt sich aus ei­ner Son­der­aus­wer­tung der Bun­des­agen­tur für Ar­beit im Auf­trag der Lin­ken-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten Sa­bi­ne Zim­mer­mann, über die zu­erst die "Ruhr­nach­rich­ten" be­rich­tet hat­ten.

2004 lag die bun­des­wei­te Zahl der Dop­pel-Job­ber nach den An­ga­ben aus Nürn­berg noch bei 1,4 Mil­lio­nen. "Für im­mer mehr Be­schäf­tig­te reicht ihr Ein­kom­men aus ei­nem Job nicht aus, und sie müs­sen sich mit ei­nem Mi­ni-Job et­was da­zu ver­die­nen", er­klär­te Zim­mer­mann den Zu­wachs. Ein Spre­cher der Bun­des­agen­tur re­la­ti­vier­te die In­ter­pre­ta­ti­on der Lin­ken-Ab­ge­ord­ne­ten: "Es ist nicht al­lein das Geld, es gibt ge­nü­gend an­de­re Grün­de, die für ei­nen Ne­ben­job spre­chen."

Die Lin­ken plä­die­ren für ei­nen deut­lich hö­he­ren Min­dest­lohn als die 2015 ein­ge­führ­ten 8,50 Eu­ro pro St­un­de, die im nächs­ten Jahr auf 8,84 Eu­ro stei­gen sol­len. Ih­rer Mei­nung nach sind min­des­tens 10 Eu­ro er­for­der­lich, um von der Ar­beit auch le­ben zu kön­nen.

Der Spre­cher der Ar­beits­agen­tur ver­wies dar­auf, dass Be­schäf­tig­te zu­neh­mend im Haupt­job die Ar­beits­zeit re­du­zier­ten. Dann kön­ne es reiz­voll sein, gleich­zei­tig mit ei­ner an­de­ren Tä­tig­keit und steu­er­lich be­güns­tigt in ei­nem Mi­ni­job hin­zu­zu­ver­die­nen. Das­sel­be gel­te für Teil­zeit­be­schäf­tig­te - häu­fig Frau­en - die ei­ne wei­te­re Tä­tig­keit an­näh­men - bei­spiels­wei­se am Wo­chen­en­de in der Gas­tro­no­mie.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 11. August 2016

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