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Be­triebs­rat: So­zi­al­plan für Kar­stadt-Schlie­ßungs­fi­lia­len steht

Vier Wa­ren­häu­ser will Kar­stadt wie ge­plant 2016 schlie­ßen: Jetzt steht nach Be­triebs­rats­an­ga­ben der So­zi­al­plan. Ne­ben Ab­fin­dun­gen ist dem­nach auch die Grün­dung ei­ner Trans­fer­ge­sell­schaft vor­ge­se­hen
Wel­che De­tails be­inhal­tet der So­zi­al­plan?

24.08.2015. (dpa) - Beim Wa­ren­haus­kon­zern Kar­stadt sind die Wei­chen für die Schlie­ßung von vier Fi­lia­len im kom­men­den Jahr ge­stellt.

Ar­beit­ge­ber und Be­triebs­rat ha­ben sich nach An­ga­ben von Be­leg­schafts­ver­tre­tern auf ei­nen So­zi­al­plan für rund 580 Mit­ar­bei­ter in Reck­ling­hau­sen, Bot­trop, Des­sau und Neu­müns­ter ge­ei­nigt.

"Der So­zi­al­plan für die Be­schäf­tig­ten in den Schlie­ßungs­fi­lia­len ist un­ter Dach und Fach", sag­te Kar­stadt-Ge­samt­be­triebs­rats­chef Jür­gen Ettl im Ge­spräch mit der "West­deut­schen All­ge­mei­nen Zei­tung" ("WAZ", Sams­tag).

Das Un­ter­neh­men war am Sams­tag für ei­ne Stel­lung­nah­me zu dem So­zi­al­plan zu­nächst nicht zu er­rei­chen. Ver­di hält die vier Schlie­ßun­gen für falsch.

Für die be­trof­fe­nen Häu­ser hat­te Kar­stadt im Mai Fi­li­al­schlie­ßun­gen für 2016 an­ge­kün­digt. Nach "WAZ"-In­for­ma­tio­nen sol­le vor­aus­sicht­lich En­de März der Be­trieb in Bot­trop und Des­sau ein­ge­stellt wer­den, En­de Ju­ni in Reck­ling­hau­sen und Neu­müns­ter. Den Rück­zug aus Bot­trop und Reck­ling­hau­sen ha­be Kar­stadt un­ter an­de­rem mit ei­ner schwa­chen Be­völ­ke­rungs­ent­wick­lung und star­ker Kon­kur­renz von Ein­kaufs­zen­tren er­klärt. Mit Be­ru­fung auf Plä­ne des Un­ter­neh­mens be­rich­tet die "WAZ" wei­ter, dass der Be­trieb in Bot­trop und Reck­ling­hau­sen noch Mo­na­te - auch im wich­ti­gen Weih­nachts­ge­schäft - ganz nor­mal lau­fen sol­le.

Im De­tail sind laut Ge­samt­be­triebs­rat beim So­zi­al­plan un­ter an­de­rem Ab­fin­dun­gen so­wie ei­ne Trans­fer­ge­sell­schaft vor­ge­se­hen. Kar­stadt ha­be zu­ge­si­chert, für die Be­schäf­tig­ten in den von ei­ner Schlie­ßung be­trof­fe­nen Fi­lia­len kurz­fris­tig kos­ten­lo­se Be­wer­bungs­schu­lun­gen an­zu­bie­ten, um beim Wech­sel zu neu­en Ar­beit­ge­bern zu hel­fen.

Der Ver­hand­lungs­füh­rer von Ver­di für Kar­stadt, Ar­no Peu­kes, be­zeich­ne­te den Kar­stadt-Plan zur Schlie­ßung der vier Fi­lia­len als falsch. "Das Bei­spiel Mön­chen­glad­bach zeigt, dass es auch an­ders geht", sag­te er am Sams­tag der Deut­schen Pres­se-Agen­tur.

In Mön­chen­glad­bach wird die Fi­lia­le mit Hil­fe der Kom­mu­ne ge­ret­tet. Die Ent­wick­lungs­ge­sell­schaft der Stadt Mön­chen­glad­bach über­nimmt nach An­ga­ben vom Ju­li die Fi­lia­le für ei­nen mitt­le­ren Mil­lio­nen­be­trag vom bis­he­ri­gen Ei­gen­tü­mer High­s­treet und baut es um. Da­durch kann ein Teil der bis­lang von Kar­stadt ge­nutz­ten Flä­che an an­de­re Händ­ler ver­mie­tet wer­den. Kar­stadt-Chef Ste­phan Fan­derl hat­te des­halb den Schlie­ßungs­plan für die­se Wa­ren­haus­fi­lia­le zu­rück­ge­nom­men.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 5. Dezember 2016

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