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Be­wer­bung und So­ci­al Me­dia

So­ci­al Me­dia Pro­fil kann bei Be­wer­bung scha­den: Eu­ro­com World­wi­de Stu­die: Je­des fünf­te Un­ter­neh­men sagt Be­wer­bern auf­grund ih­res So­ci­al Me­dia Pro­fils ab
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16.03.2012. Mün­chen (ots) - Nicht nur in der Kom­mu­ni­ka­ti­on wird So­ci­al Me­dia für Un­ter­neh­men im­mer wich­ti­ger, son­dern auch bei der Per­so­nal­su­che spielt es in­zwi­schen ei­ne zen­tra­le Rol­le. Be­reits je­des fünf­te Un­ter­neh­men sagt Be­wer­bern auf­grund ih­res So­ci­al Me­dia Pro­fils ab und 40 Pro­zent der Be­frag­ten ga­ben an, die So­ci­al Me­dia Pro­fi­le der Be­wer­ber zu über­prü­fen. Das er­gab die jähr­li­che Tech­no­lo­gie-Um­fra­ge von Schwartz Pu­blic Re­la­ti­ons zu­sam­men mit dem welt­wei­ten PR Netz­werk Eu­ro­com World­wi­de. An der Stu­die ha­ben über 300 eu­ro­päi­sche Füh­rungs­kräf­te von Tech­no­lo­gie­un­ter­neh­men im Ja­nu­ar und Fe­bru­ar 2012 teil­ge­nom­men.

"Das 21. Jahr­hun­dert lehrt uns, dass je­de Ak­ti­on ei­ne un­aus­lösch­li­che di­gi­ta­le Spur hin­ter­lässt. In den kom­men­den Jah­ren wer­den vie­le von uns mit dem, was wir heu­te in den ver­schie­de­nen so­zia­len Netz­wer­ken ver­öf­fent­li­chen, kon­fron­tiert wer­den. Die Tat­sa­che, dass sich je­der fünf­te Kan­di­dat für ein Vor­stel­lungs­ge­spräch we­gen sei­ner In­hal­te in So­ci­al-Me­dia Netz­wer­ken selbst dis­qua­li­fi­ziert, ist ei­ne War­nung an die Ar­beits­su­chen­den und ein In­di­ka­tor für die di­gi­ta­le Rea­li­tät in der wir le­ben", er­klärt Mads Chris­ten­sen, Net­work Di­rec­tor bei Eu­ro­com World­wi­de.

Große De­fi­zi­te beim So­ci­al Me­dia Mo­ni­to­ring

Auch in die­sem Jahr sol­len laut der Um­fra­ge die Aus­ga­ben für So­ci­al wie­der stei­gen - das gab knapp die Hälf­te der Be­frag­ten (49 Pro­zent) an. In­ter­es­sant ist, dass trotz des wach­sen­den Bud­gets 57 Pro­zent der Führungs­kräfte anführen, dass sie die Wir­kung ih­rer In­ves­ti­tio­nen in So­ci­al Me­dia nicht präzi­se mes­sen können. Ge­ra­de ein­mal 23 Pro­zent al­ler Um­fra­ge-Teil­neh­mer können über­haupt ih­re So­ci­al Me­dia Ak­ti­vitäten mes­sen.

Be­deu­tung von So­ci­al Me­dia nimmt wei­ter zu

Ei­ne große Verände­rung gab es im Ver­gleich zu 2011 bei der Nut­zung von so­zia­len Netz­wer­ken. Nicht Face­book (64 Pro­zent), son­dern Lin­ke­dIn liegt nun mit 74 Pro­zent als meist ge­nutz­te Platt­form an der Spit­ze, ge­folgt von Twit­ter mit 67 Pro­zent und YouTube mit 56 Pro­zent. Die In­hal­te kom­men da­bei vor­wie­gend (78 Pro­zent) aus in­ter­nen Quel­len und am zweithäufigs­ten aus Agen­tu­ren (12 Pro­zent).

"Wir se­hen, dass die anfäng­li­che Un­si­cher­heit vie­ler Fir­men ge­genüber The­men wie Web 2.0 und So­ci­al Me­dia in­zwi­schen be­sei­tigt ist und sich im­mer mehr Un­ter­neh­men da­zu ent­schließen, in so­zia­len Netz­wer­ken ak­tiv zu wer­den", erklärte Chris­toph Schwartz, Geschäftsführer und Gründer von Schwartz Pu­blic Re­la­ti­ons. "Da­bei kommt uns PR-Agen­tu­ren ei­ne zen­tra­le Auf­ga­be zu, was die Be­ra­tung aber auch die Um­set­zung - ins­be­son­de­re die Con­tent-Ent­wick­lung - be­trifft."

Ob­wohl sich So­ci­al Me­dia im­mer größerer Be­liebt­heit er­freut, gab nur die Hälf­te der Be­frag­ten an, dass ihr Un­ter­neh­men So­ci­al Me­dia Gui­de­li­nes für den Um­gang in so­zia­len Netz­wer­ken be­sitzt. Da­ne­ben stellt die Stu­die fest, dass 74 Pro­zent der Be­frag­ten On­line-PR als sehr oder ziem­lich wich­tig für die Such­ma­schi­nen-Op­ti­mie­rung (SEO) ih­res Un­ter­neh­mens be­trach­ten - 37 Pro­zent so­gar als sehr wich­tig.

Blog soll Un­ter­neh­mens­pro­fil stärken oder zur Mei­nungsführer­schaft bei­tra­gen

57 Pro­zent der Be­frag­ten, de­ren Un­ter­neh­men ei­nen Blog veröffent­licht, sa­gen, dass die­ser das Un­ter­neh­mens­pro­fil schärfen oder zur Mei­nungsführer­schaft bei­tra­gen soll. Fast eben­so vie­le (55 Pro­zent) erklären, dass das Blog­gen die In­ter­ak­ti­on mit den Kun­den ver­bes­sern soll, während 37 Pro­zent als Ziel ei­ne ver­bes­ser­te SEO nen­nen und 36 Pro­zent die Ab­sicht ver­fol­gen, sich da­durch an De­bat­ten in der Bran­che be­tei­li­gen zu können. Wie in den frühe­ren Um­fra­gen, ist auch die­ses Jahr der Haupt­grund auf ei­nen Blog zu ver­zich­ten der Zeit­auf­wand - das ga­ben 42 Pro­zent der Be­frag­ten an. Je­der fünf­te sieht dar­in kei­nen Mehr­wert und 14 Pro­zent fürch­ten ne­ga­ti­ve Kom­men­ta­re.

Die Eu­ro­com World­wi­de Tech­no­lo­gy Um­fra­ge wur­de im Ja­nu­ar und Fe­bru­ar 2012 von den Mit­glied­sagen­tu­ren des welt­wei­ten PR-Netz­wer­kes Eu­ro­com World­wi­de durch­geführt. Ins­ge­samt ha­ben 318 Führungs­kräfte von Tech­no­lo­gie­un­ter­neh­men aus Eu­ro­pa an der On­line-Um­fra­ge teil­ge­nom­men.

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Letzte Überarbeitung: 18. Dezember 2013

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