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CDU übt hef­ti­ge Kri­tik am ge­plan­ten Bil­dungs­ur­laub

Das The­ma Bil­dungs­ur­laub ist ein hei­ßes Ei­sen: Die Plä­ne von Grün-Rot sto­ßen im Süd­wes­ten auf we­nig Ge­gen­lie­be bei der Wirt­schaft. Sie be­fürch­tet ho­he Kos­ten. Die Op­po­si­ti­on be­tont, die Fir­men be­trie­ben schon Wei­ter­bil­dung auf ho­hem Ni­veau
Fünf Arbeitnehmer Was wird an dem Ge­set­zes­plan kri­ti­siert?

12.06.2014. (dpa) - Die Plä­ne der grün-ro­ten Lan­des­re­gie­rung zum Bil­dungs­ur­laub sor­gen wei­ter für ei­ne Kon­tro­ver­se.

61 Pro­zent der Be­trie­be im Süd­wes­ten för­der­ten ih­re Mit­ar­bei­ter frei­wil­lig im Be­reich der Wei­ter­bil­dung, er­klär­te der CDU-Po­li­ti­ker Claus Paal am Mitt­woch in Stutt­gart un­ter Be­ru­fung auf ei­ne vom Fi­nanz- und Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um be­ant­wor­te­te Land­tags­an­fra­ge.

In die­sem Be­reich lie­ge Ba­den-Würt­tem­berg deutsch­land­weit an der Spit­ze.

Vor die­sem Hin­ter­grund sei nicht nach­voll­zieh­bar, war­um die Lan­des­re­gie­rung an ih­rem Ge­set­zes­plan fest­hal­te.

Das Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um ist ak­tu­ell da­bei, Eck­punk­te für den Ge­setz­ent­wurf zu er­ar­bei­ten. 2015 soll das Ge­setz ei­gent­lich in Kraft tre­ten. Dem­nach ist ge­plant, Ar­beit­neh­mer künf­tig fünf Ta­ge im Jahr für Wei­ter­bil­dung auf Kos­ten des Ar­beit­ge­bers frei­zu­stel­len.

Der Vor­sit­zen­de der FDP-Frak­ti­on, Hans-Ul­rich Rül­ke, sag­te: "Mit sol­chen Maß­nah­men macht die grün-ro­te Lan­des­re­gie­rung die Wett­be­werbs­fä­hig­keit der Süd­west­wirt­schaft sys­te­ma­tisch ka­putt." Auch bei den Un­ter­neh­men stößt das Vor­ha­ben auf Wi­der­stand. Der Prä­si­dent des Ba­den-Würt­tem­ber­gi­schen In­dus­trie- und Han­dels­kam­mer­tags, Pe­ter Ku­litz, hat­te jüngst vor den ho­hen Kos­ten ge­warnt.

Die wirt­schafts­po­li­ti­sche Spre­che­rin der Grü­nen, An­drea Lindlohr, sag­te, es wer­de ei­ne gu­te Lö­sung für Un­ter­neh­men und Be­schäf­tig­te an­ge­strebt. "Die ge­ring qua­li­fi­zier­ten Be­schäf­ti­gen im Land wer­den von der Wei­ter­bil­dung bis­her kaum er­reicht. Ih­re Wei­ter­qua­li­fi­zie­rung si­chert ih­re Jobs und ist ein Bei­trag für die Zu­kunft der Un­ter­neh­men."

Der CDU-Po­li­ti­ker Paal sag­te, der be­ruf­li­chen Wei­ter­bil­dung kom­me im Süd­wes­ten ei­ne gro­ße Be­deu­tung zu. 70 Pro­zent der Be­trie­be sä­hen dar­in ein Mit­tel, um Mit­ar­bei­ter zu bin­den. Die Un­ter­neh­men hät­ten da­her von selbst er­kannt, dass die be­ruf­li­che Wei­ter­bil­dung ei­ne gu­te Mög­lich­keit dar­stel­le, um sich vor dem dro­hen­den Fach­kräf­te­man­gel zu schüt­zen.

Ein Spre­cher von Wirt­schafts­mi­nis­ter Nils Schmid ver­wies dar­auf, dass es ei­ne ent­spre­chen­de Re­ge­lung schon in 13 Bun­des­län­dern ge­be. "Mit dem Ge­setz kön­nen wir auch bil­dungs­fer­ne Grup­pen stär­ker für die be­ruf­li­che Wei­ter­bil­dung ge­win­nen, denn ge­ra­de Ge­ring­qua­li­fi­zier­te sind ei­ne wich­ti­ge Ziel­grup­pe für die Fach­kräf­te­si­che­rung."

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Letzte Überarbeitung: 20. August 2015

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