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ARBEITSRECHT AKTUELL // 12/009

Bil­lig­löh­ne in Deutsch­land kom­men dem Staat teu­er zu ste­hen

Hartz-IV trotz Voll­zeit­be­schäf­ti­gung: Der DGB zieht ei­ne Bi­lanz
Reinigungsgewerbe

10.01.2011 (dpa) - Rund 2 Mil­li­ar­den EUR muss­te der Bund nach ei­nem Be­richt der "Saar­brü­cker Zei­tung" (Diens­tag) im vo­ri­gen Jahr auf­wen­den, um Ge­ring­ver­die­nern mit Voll­zeit­job das Exis­tenz­mi­ni­mum zu si­chern. Rech­ne man noch so­zi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­ge Teil­zeit­job­ber hin­zu, ha­be der Staat so­gar 4 Mil­li­ar­den Eu­ro über Hartz-IV-Leis­tun­gen bei­ge­steu­ert. Das Blatt be­ruft sich auf ei­ne neue Un­ter­su­chung des Deut­schen Ge­werk­schafts­bun­des (DGB).

Dem­nach gibt es trotz gu­ter Ar­beits­markt­la­ge und zum Teil spür­ba­rer Lohn­stei­ge­run­gen noch rund 560 000 so­zi­al­ver­si­chert Be­schäf­tig­te, die zu­sätz­lich auf Hartz IV an­ge­wie­sen sind. Da­mit sei­en 2,5 Pro­zent der so­zi­al­ver­si­cher­ten Er­werbs­per­so­nen Auf­sto­cker. Nach Dar­stel­lung des DGB-Ar­beits­markt­ex­per­ten Wil­helm Ada­my ist das Ri­si­ko, zum Auf­sto­cker zu wer­den, in der Zeit­ar­beit vier Mal hö­her als sonst. Et­wa je­der zehn­te Leih­ar­bei­ter ha­be im Vor­jahr auch Hartz IV be­zo­gen. Im Gast­ge­wer­be sei­en es 8,4 Pro­zent ge­we­sen.

Laut DGB-Stu­die ver­dien­te von al­len er­werbs­tä­ti­gen Auf­sto­ckern zu­letzt et­wa die Hälf­te nicht mehr als 6,50 EUR pro St­un­de. Bei et­wa je­dem vier­ten lag der St­un­den­lohn so­gar un­ter 5 EUR.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 21. September 2016

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