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Bosch für trans­at­lan­ti­sche Ko­ope­ra­ti­on bei In­dus­trie 4.0

In Deutsch­land und den USA tüf­teln Or­ga­ni­sa­tio­nen an Grund­la­gen für die Di­gi­ta­li­sie­rung der In­dus­trie: Der Tech­no­lo­gie­kon­zern Bosch plä­diert für ei­nen ge­mein­sa­men An­satz
Maschinenführer Nahaufnahme Was ver­steht man un­ter In­dus­trie 4.0?

16.04.2016. (dpa) - Bosch-Ge­schäfts­füh­rer Wer­ner St­ruth hat sich für ei­ne Zu­sam­men­ar­beit zwi­schen Eu­ro­pa und USA bei Stan­dards für di­gi­ta­le Pro­zes­se in der In­dus­trie aus­ge­spro­chen.

"Man er­reicht die tech­no­lo­gi­sche Tie­fe und Brei­te in den Ge­schäfts­mo­del­len. Dar­in liegt die Kraft", sag­te St­ruth, der bei dem Kon­zern für In­dus­trie­tech­no­lo­gie zu­stän­dig ist, der Deut­schen Pres­se-Agen­tur im Vor­feld der Han­no­ver Mes­se (25. bis 29. April).

Stan­dards gel­ten als Grund­vor­aus­set­zung für die so­ge­nann­te In­dus­trie 4.0.

Dar­un­ter ver­steht man in Deutsch­land die Di­gi­ta­li­sie­rung der in­dus­tri­el­len Fer­ti­gung.

In­dem Pro­duk­ti­ons­tei­le mit Sen­so­ren und Chips aus­ge­stat­tet wer­den, kön­nen sie In­for­ma­tio­nen an Ma­schi­nen oder Zu­lie­fe­rer schi­cken. Auf die­se Wei­se soll die Pro­duk­ti­vi­tät ge­stei­gert wer­den. Die Stan­dards sind ge­wis­ser­ma­ßen die Spra­che, mit der Chips und Ma­schi­nen kom­mu­ni­zie­ren.

Bis­lang hat­ten das In­dus­tri­al In­ter­net Con­sor­ti­um (IIC) in den USA und die Platt­form In­dus­trie 4.0 in Deutsch­land un­ter­schied­li­che Stan­dards ver­folgt. Im März ei­nig­ten sich bei­de auf ei­ne Zu­sam­men­ar­beit. Die so­ge­nann­ten Re­fe­renz­ar­chi­tek­tu­ren, die Min­dest­an­for­de­run­gen an Soft­ware und Ma­schi­nen be­schrei­ben, sind in­zwi­schen kom­pa­ti­bel. "Das ist ein ech­ter Fort­schritt ge­gen­über dem Zu­stand vor ei­nem Jahr", sag­te St­ruth.

"Für uns war son­nen­klar, dass die Be­mü­hun­gen nur dann er­folg­reich sein kön­nen, wenn wir für ei­ne größt­mög­li­che Kom­pa­ti­bi­li­tät der Sys­te­me sor­gen", sag­te St­ruth. Wäh­rend die US-Initia­ti­ve stär­ker auf prak­ti­sche An­wen­dungs­bei­spie­le setzt, zielt der deut­sche An­satz eher auf Pro­duk­ti­on und tech­no­lo­gi­sche Tie­fe. Bosch ar­bei­tet - ge­nau wie Sie­mens - bei bei­den Initia­ti­ven mit und hat in ei­nem Pro­jekt in ei­ner Fa­brik in Bad Hom­burg die Vor­ga­ben von IIC und Platt­form In­dus­trie 4.0 be­reits kom­bi­niert.

Das Ren­nen um die Vor­herr­schaft bei dem The­ma sieht St­ruth noch nicht ent­schie­den. In den USA ge­be es zwar Vor­rei­ter bei dem The­ma wie GE oder Cis­co, auch den in­di­schen IT-Dienst­leis­ter Tech Ma­hin­dra nann­te St­ruth. ""Das" per­fek­te In­dus­trie 4.0-Un­ter­neh­men se­he ich aber noch nicht."

In Deutsch­land sieht der Bosch-Ge­schäfts­füh­rer an an­de­ren Stel­len Nach­hol­be­darf. "Wir brau­chen in Deutsch­land ganz an­de­re Band­brei­ten", sag­te St­ruth. "Da ha­ben vie­le Län­der in Asi­en die Na­se vorn, auch die USA sind in Bal­lungs­zen­tren sehr gut ver­netzt." Beim The­ma Da­ten­si­cher­heit für den Aus­tausch von Pro­duk­ti­ons­da­ten zwi­schen Un­ter­neh­men se­he er eben­falls noch Nach­hol­be­darf. Dar­über hin­aus müs­se In­dus­trie 4.0 in der Aus­bil­dung stär­ke­ren Nie­der­schlag fin­den.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 5. September 2016

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