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ARBEITSRECHT AKTUELL // 15/309

Ar­bei­ten am Abend kann auf Dau­er der Ge­sund­heit scha­den

Je­der vier­te Er­werbs­tä­ti­ge ar­bei­tet re­gel­mä­ßig in der Zeit von 18.00 bis 23.00 Uhr: Das kann auf Dau­er ganz schön stres­sig sein. Ob Schlaf­stö­run­gen oder Ma­gen-Darm-Er­kran­kun­gen die Fol­ge sind, hat aber je­der ein Stück weit selbst in der Hand
Macht Ar­beit am Abend krank?

03.11.2015. (dpa) - Der Ar­beits­tag ist vor­bei, und trotz­dem setzt sich man­cher abends noch ein­mal an den Schreib­tisch. Das kann auf Dau­er krank ma­chen - muss es aber nicht. Es hängt von der ge­fühl­ten Be­las­tung ab. «Wenn je­mand nach­mit­tags die Kin­der ab­holt und sich dann abends frei­wil­lig noch ein­mal für den Job hin­setzt, ist das häu­fig kein Pro­blem», sagt Prof. Tim Ha­ge­mann. Er ist Ar­beits­psy­cho­lo­ge an der Fach­hoch­schu­le der Dia­ko­nie in Bie­le­feld. Mit­ar­bei­ter sind dann häu­fig froh, dass es die Mög­lich­keit gibt, Zeit mit den Kin­dern zu ver­brin­gen, und die Ar­beit am Abend stresst sie nicht.

Et­was an­de­res ist es, wenn je­mand am Abend ar­bei­tet, weil er sei­ne Auf­ga­ben am Tag nicht ge­schafft hat. «Die­se Be­schäf­tig­ten sind häu­fig enorm un­ter Druck», sagt Prof. Ha­ge­mann. Ih­nen fällt es nach der Ar­beit häu­fig schwer, in den Schlaf zu fin­den. Blut­hoch­druck, Ma­gen-Darm-Er­kran­kun­gen und Schlaf­stö­run­gen kön­nen die Fol­ge sein.

Gut je­der vier­te Er­werbs­tä­ti­ge (26 Pro­zent) hat 2014 re­gel­mä­ßig in der Zeit von 18.00 bis 23.00 Uhr ge­ar­bei­tet. Das geht aus Zah­len des Sta­tis­ti­schen Bun­des­amts her­vor. Im Jahr 1992 lag der An­teil mit 15 Pro­zent noch deut­lich nied­ri­ger.

Wer abends ar­bei­ten muss und da­von sehr ge­stresst ist, kann aber ei­ni­ges ma­chen, um den­noch ent­spannt zu schla­fen. Gut ist zum Bei­spiel, sich ein fes­tes Ri­tu­al an­zu­ge­wöh­nen, dass ei­nem nach der Ar­beit in den Abend­stun­den beim Run­ter­kom­men hilft. Das kann zum Bei­spiel sein, dass je­mand noch ein paar Sei­ten in ei­nem Buch liest, ei­ne hal­be St­un­de Fern­se­hen schaut oder ein Glas Tee trinkt. Das Ein­schla­fen ge­lingt dann häu­fig bes­ser, als wenn je­mand den Lap­top zu­klappt und gleich im An­schluss die Zäh­ne putzt und sich ins Bett legt.

Gut ist au­ßer­dem, sich von An­fang an auch für die Ar­beit in den Abend­stun­den fes­te Zei­ten vor­zu­neh­men. Das kann zum Bei­spiel die Re­gel sein, spä­tes­tens um Mit­ter­nacht Schluss zu ma­chen. Durch sol­che fes­ten Gren­zen kön­nen vie­le eben­falls am Abend ent­spann­ter ar­bei­ten. Wer abends ein­fach so lan­ge ar­bei­tet, bis er völ­lig er­schöpft ist, ist in der Re­gel auch nicht mehr pro­duk­tiv.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 12. April 2016

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