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Bund legt 10-Punk­te-Pa­ket für Hoch­was­ser­hil­fe an Fir­men vor

Der Bund und die Spit­zen­ver­bän­de der Wirt­schaft ha­ben sich auf un­bü­ro­kra­ti­sche Hil­fen für Fir­men ver­stän­digt, die von der Flut­ka­ta­stro­phe be­trof­fen sind: Auch Land­wir­ten soll rasch ge­hol­fen wer­den. Der ge­naue Um­fang der Zu­satz­pro­gram­me ist noch of­fen
Baustelle mit Kran und Lastern Aus­maß des Hoch­was­ser­scha­dens ist noch un­klar

06.06.2013. (dpa) - Die Bun­des­re­gie­rung will nach den So­fort­hil­fen von 100 Mil­lio­nen Eu­ro auch Un­ter­neh­men so­wie Land­wir­ten in Hoch­was­ser-Re­gio­nen un­ter die Ar­me grei­fen.

Wirt­schafts­mi­nis­ter Phil­ipp Rös­ler (FDP) ver­stän­dig­te sich am Mitt­woch in Ber­lin mit Spit­zen­ver­bän­den der Wirt­schaft auf ein 10-Punk­te-Pro­gramm.

Es sieht un­ter an­de­rem vor, dass die staat­li­che För­der­bank KfW Kre­dit­pro­gram­me für Un­ter­neh­men, Pri­vat­haus­hal­te so­wie Kom­mu­nen im Vo­lu­men von wei­te­ren 100 Mil­lio­nen Eu­ro öff­net.

Agrar­mi­nis­te­rin Il­se Ai­gner (CSU) sag­te Land­wir­ten in den Hoch­was­ser­ge­bie­ten fi­nan­zi­el­le Un­ter­stüt­zung aus dem So­fort­hil­fe­pa­ket der Bun­des­re­gie­rung zu.

"Es ist ei­ne Rie­sen-Ka­ta­stro­phe. Wenn das Was­ser meh­re­re Ta­ge auf den Fel­dern steht, ist die Ern­te in der Re­gel ver­nich­tet", sag­te Ai­gner. Wie hoch der An­teil für Bau­ern aus den So­fort­hil­fen sein soll, war noch un­klar.

Das Aus­maß des Scha­dens für die Land­wirt­schaft sei noch nicht ab­zu­se­hen. Das wer­de aber nicht zu Ver­sor­gungs­eng­päs­sen füh­ren. Nach Dar­stel­lung des Han­dels­ver­ban­des HDE ver­su­chen Un­ter­neh­men "nach Kräf­ten", die Ver­sor­gung mit Le­bens­mit­teln zu si­chern.

Rös­ler ließ of­fen, wel­chen Um­fang das 10-Punk­te-Pro­gramm am En­de ha­ben wird. Ent­schei­dend sei nicht al­lein das Vo­lu­men, son­dern, dass die Maß­nah­men schnell grei­fen, sag­te er nach ei­nem Tref­fen mit Spit­zen­ver­tre­tern von DIHK, BDI, des Hand­werks (ZDH), des HDE so­wie des Ho­tel- und Gast­stät­ten­ge­wer­bes (De­ho­ga). "Die Men­schen ste­hen zu­sam­men, Deutsch­land steht zu­sam­men." sag­te der Vi­ze­kanz­ler. "Kein Un­ter­neh­men wird al­lein ge­las­sen, und sei es auch noch so klein." Nächs­te Wo­che er­ör­tert Rös­ler mit Ban­ken und Ver­si­che­rern Hil­fen.

Die Aus­wir­kun­gen der Flut­ka­ta­stro­phe auf das Wirt­schafts­wachs­tum könn­ten noch nicht be­ur­teilt wer­den, sag­te Rös­ler. Das Aus­maß der Schä­den sei of­fen. Die In­dus­trie er­war­tet kei­ne Rück­schlä­ge für das Wachs­tum in Deutsch­land. Der Kon­junk­tur­auf­schwung kön­ne sich al­len­falls ver­zö­gern, sag­te BDI-Chef Ul­rich Gril­lo. DIHK-Chef Eric Schweit­zer kün­dig­te an, für weg­ge­fal­le­ne Aus­bil­dungs­plät­ze soll­ten Er­satz­lö­sun­gen ge­schaf­fen wer­den.

Das Gast­ge­wer­be ist nach An­ga­ben des Bran­chen­ver­ban­des De­ho­ga über­pro­por­tio­nal be­trof­fen: "Die Um­satz­si­tua­ti­on ist mo­men­tan sehr schlecht."

Auch der Bau­bran­che ma­chen nach dem lan­gen Win­ter Dau­er­re­gen und Über­schwem­mun­gen zu schaf­fen. Der Haupt­ver­band der Deut­schen Bau­in­dus­trie geht aber da­von aus, dass die Un­ter­neh­men ih­ren Pro­duk­ti­ons­rück­stand be­wäl­ti­gen könn­ten. Trotz schwä­cheln­der Nach­fra­ge im ers­ten Vier­tel­jahr rech­ne er 2013 wei­ter mit ei­nem Um­satz­plus von zwei Pro­zent, sag­te Ver­bands­prä­si­dent Tho­mas Bau­er.

Das 10-Punk­te-Pro­gramm für Fir­men sieht Zins- und Til­gungs­er­leich­te­run­gen bei KfW-Kre­di­ten vor. Über­legt wird fer­ner, ein Son­der­pro­gramm "Hoch­was­ser" im Rah­men der Bund-Län­der-Ge­mein­schafts­auf­ga­be auf­zu­le­gen. Län­der soll­ten zu­dem An­ge­bo­te ih­rer För­der­ban­ken an­pas­sen. Die KfW prü­fe ei­ne zins­güns­ti­ge Re­fi­nan­zie­rung für Län­der­för­der­insti­tu­te, die Hilsfkre­di­te auf­le­gen. Für Fir­men, die durch die Flut­ka­ta­stro­phe Plei­te ge­hen, wird die Frist zur Be­an­tra­gung ei­ner In­sol­venz bis Früh­jahr 2014 un­ter­bro­chen.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 18. Dezember 2013

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