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ARBEITSRECHT AKTUELL // 14/353

Bun­des­agen­tur und Ar­beit­ge­ber for­dern län­ge­re Ki­ta-Öff­nungs­zei­ten

Die Bun­des­agen­tur für Ar­beit will die Er­werbs­lo­sig­keit sen­ken, die Wirt­schaft hat ein In­ter­es­se an qua­li­fi­zier­ten Fach­kräf­ten: Bei­de for­dern den Aus­bau der Kin­der­be­treu­ung. Denn das er­mög­licht El­tern, (mehr) zu ar­bei­ten
Wel­che Zie­le ste­hen hin­ter den For­de­run­gen?

21.10.2014. (dpa) - Die Bun­des­agen­tur für Ar­beit (BA) for­dert eben­so wie der Ar­beit­ge­ber­ver­band län­ge­re und fle­xi­ble­re Öff­nungs­zei­ten in den Kin­der­ta­ges­stät­ten.

"Die oft star­ren Be­treu­ungs­zei­ten in Ki­tas pas­sen nicht zur heu­ti­gen Le­bens- und Ar­beits­welt. Wir brau­chen mehr Ab­si­che­rung der Be­treu­ung in Rand­zei­ten und an Wo­chen­en­den", kri­ti­sier­te BA-Vor­stands­mit­glied Hein­rich Alt am Mon­tag in Nürn­berg.

Auch Ar­beit­ge­ber­prä­si­dent In­go Kra­mer be­ton­te: "Wir brau­chen mehr hoch­wer­ti­ge Ki­tas, die sich an den In­ter­es­sen be­rufs­tä­ti­ger El­tern und den Be­dürf­nis­sen der Be­trie­be ori­en­tie­ren, da­mit Fa­mi­lie und Be­ruf bes­ser un­ter ei­nen Hut zu be­kom­men sind."

Vie­le Men­schen, be­son­ders Al­lein­er­zie­hen­de, könn­ten we­gen der un­zu­rei­chen­den Be­treu­ung ih­rer Kin­der nicht oder nicht im an­ge­streb­ten Um­fang ar­bei­ten, sag­te Alt. Auch die Un­ter­neh­men drän­gen auf bes­se­re An­ge­bo­te. "Der Aus­bau der Kin­der­be­treu­ung, ge­ra­de auch in Rand- und Fe­ri­en­zei­ten, ist ein wich­ti­ger Bei­trag zur Fach­kräf­te­si­che­rung", er­läu­ter­te Kra­mer in Ber­lin. Mit­tel­fris­tig sei­en des­halb deut­lich mehr qua­li­fi­zier­te Be­treu­er von­nö­ten.

Nach ei­ner ak­tu­el­len Stu­die der Bun­des­agen­tur wer­den rund 3,29 Mil­lio­nen Kin­der un­ter sechs Jah­ren in ei­ner Kin­der­ta­ges­ein­rich­tung oder von Ta­ges­el­tern be­treut (Da­ten vom März). Ih­re Zahl ist in den letz­ten Jah­ren - auch durch den Rechts­an­spruch auf ei­nen Be­treu­ungs­platz zum 1. Au­gust 2013 - ste­tig ge­stie­gen.

Ent­spre­chend leg­ten auch die Mit­ar­bei­ter­zah­len in den Ki­tas in den ver­gan­ge­nen Jah­ren kräf­tig zu: Von 382 400 im Jahr 2008 auf zu­letzt 527 400. Hin­zu kom­men knapp 45 000 öf­fent­lich ge­för­der­te Ta­ges­müt­ter und -vä­ter. Die meis­ten der im­mer noch fast aus­schließ­lich weib­li­chen Be­treu­er und Er­zie­her ar­bei­ten Teil­zeit.

Um die Be­treu­ung in Rand­zei­ten zu ver­bes­sern, schlug BA-Ma­na­ger Alt vor, dass Län­der und Kom­mu­nen ver­mehrt Ta­ges­el­tern aus­bil­den und ver­mit­teln soll­ten. Auch müss­ten Um­schuler ei­ne ver­kürz­te Aus­bil­dung ma­chen kön­nen. Ar­beit­ge­ber­prä­si­dent Kra­mer er­gänz­te: "Wir be­nö­ti­gen in der Aus­bil­dung zum Er­zie­her­be­ruf ein hö­he­res An­ge­bot an pra­xis­in­te­grier­ten, ver­gü­te­ten Aus­bil­dungs­mo­del­len an­stel­le der voll­schu­li­schen, zum Teil so­gar kos­ten­pflich­ti­gen Aus­bil­dung."

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 4. April 2016

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