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Bun­des­agen­tur will bis 2019 rund 17 000 Stel­len ab­bau­en

Ge­mes­sen an der Mit­ar­bei­ter­zahl gleicht sie ei­nem Groß­kon­zern - mehr als 95 000 Men­schen sind bei der Bun­des­agen­tur für Ar­beit be­schäf­tigt. Da die Ar­beits­lo­sig­keit sinkt, muss sie Jobs ab­bau­en
Logo der Bundesagentur für Arbeit, weißes Dreieck auf rotem Hintergrund Was führt zur Stel­len­re­du­zie­rung?

08.04.2015. (dpa) - Die Bun­des­agen­tur für Ar­beit (BA) will bis 2019 rund 17 000 Stel­len ab­ge­baut ha­ben.

Man re­agie­re da­mit un­ter an­de­rem auf die sin­ken­de Ar­beits­lo­sig­keit, teil­te die Bun­des­be­hör­de am Diens­tag mit und be­stä­tig­te da­mit ei­nen Be­richt des "Han­dels­blatts".

Aber auch in­ter­ne Um­struk­tu­rie­run­gen er­mög­lich­ten in wach­sen­dem Um­fang Per­so­nal­ein­spa­run­gen, be­ton­te ei­ne BA-Spre­che­rin.

Ur­sprüng­lich hat­te der Ab­bau be­reits 2017 ab­ge­schlos­sen sein sol­len. Der BA-Ver­wal­tungs­rat ha­be aber kürz­lich be­schlos­sen, das Per­so­nal­ab­bau­pro­gramm um zwei Jah­re bis 2019 zu ver­län­gern. Ein Teil sei be­reits um­ge­setzt, hieß es. Bei dem Pro­gramm wird den An­ga­ben zu­fol­ge auf Kün­di­gun­gen ver­zich­tet. En­de 2014 hat­te die Bun­des­agen­tur

95 600 Mit­ar­bei­ter be­schäf­tigt, 11 200 da­von be­fris­tet.

In den ver­gan­ge­nen Jah­ren sei­en al­lein im Zu­ge der Job­cen­ter-Re­form von 2011 rund 4000 Mit­ar­bei­ter von der Bun­des­agen­tur zu kom­mu­na­len So­zi­al­äm­tern ge­wech­selt, be­rich­te­te die BA-Spre­che­rin. Bei der Re­form war die Zahl der von den Kom­mu­nen in ei­ge­ner Re­gie be­trie­be­nen Job­cen­ter von 41 auf 110 er­höht wor­den. In den be­trof­fe­nen Land­krei­sen und Groß­städ­ten war da­mit ein Wech­sel der BA-Mit­ar­bei­ter zur je­wei­li­gen Kom­mu­ne un­aus­weich­lich ge­wor­den.

Zu­dem pro­fi­tie­re die Bun­des­agen­tur von in­ter­nen Um­struk­tu­rie­run­gen. In neu ge­schaf­fe­nen so­ge­nann­ten Ope­ra­ti­ven Ser­vices sei­en Dienst­leis­tun­gen kon­zen­triert wor­den, die frü­her vie­le Ar­beits­agen­tu­ren selbst er­bracht hät­ten. "Frü­her gab es in fast je­der Ar­beits­agen­tur ei­nen Spe­zia­lis­ten für In­sol­venz­geld oder Kurz­ar­bei­ter­geld. Das er­le­di­gen jetzt bei­spiels­wei­se in Sach­sen-An­halt zen­tral drei sol­cher Ser­vice­stel­len", sag­te ei­ne BA-Spre­che­rin.

Auch die be­reits 2012 ein­ge­führ­te elek­tro­ni­sche Ak­te - die E-Ak­te - ha­be zur Stel­len­re­du­zie­rung bei­ge­tra­gen. In­zwi­schen ha­be je­der da­zu be­fug­te BA-Mit­ar­bei­ter elek­tro­nisch Zu­griff auf die Un­ter­la­gen ei­nes je­den Ar­beits­lo­sen. Frü­her hät­ten Ak­ten­bo­ten die Pa­pier-Do­ku­men­te erst um­ständ­lich aus der Do­ku­men­ta­ti­on ho­len müs­sen. Vie­le Bo­ten­stel­len, aber auch die Stel­len von so­ge­nann­ten Ak­ten­hal­tern, die die Un­ter­la­gen ar­chi­vier­ten, sei­en auf die­se Wei­se über­flüs­sig ge­wor­den.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 8. Oktober 2016

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