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Bun­des­län­der an EU-Kampf ge­gen Ju­gend­ar­beits­lo­sig­keit be­tei­li­gen

In Eu­ro­pa sind vie­le jun­ge Men­schen ar­beits­los. Ab­hil­fe könn­te die dua­le Be­rufs­aus­bil­dung nach deut­schem Vor­bild schaf­fen: Die Bun­des­län­der ver­fol­gen be­reits ent­spre­chen­de Pro­jek­te. Jetzt wol­len sie EU-Mit­tel da­für
Schreiben der Bundesagentur für Arbeit mit darauf liegenden Geldscheinen Was kann man ge­gen die Ju­gend­ar­beits­lo­sig­keit un­ter­neh­men?

24.06.2013. (dpa) - Ba­den-Würt­tem­bergs Eu­ro­pa­mi­nis­ter Pe­ter Fried­rich hat die Bun­des­re­gie­rung auf­ge­for­dert, die Bun­des­län­der in den Kampf ge­gen Ju­gend­ar­beits­lo­sig­keit in Eu­ro­pa ein­zu­be­zie­hen.

Das in Deutsch­land be­währ­te dua­le Aus­bil­dungs­sys­tem kön­ne Ab­hil­fe schaf­fen, sag­te der SPD-Po­li­ti­ker der Nach­rich­ten­agen­tur dpa in Stutt­gart.

Um das Mo­dell zu för­dern, sei­en vie­le Bun­des­län­der be­reits ent­spre­chen­de Ko­ope­ra­tio­nen mit Part­nern in eu­ro­päi­schen Staa­ten ein­ge­gan­gen.

"Wir müs­sen jetzt die Mög­lich­keit er­hal­ten, die­se Pro­jek­te mit Mit­teln der EU zu ko­fi­nan­zie­ren."

Das Vor­ge­hen der Bun­des­re­gie­rung ist bei die­sem The­ma für den Mi­nis­ter zur­zeit nicht nach­voll­zieh­bar. "Uns är­gert es ein we­nig, wenn die Bun­des­re­gie­rung in Eu­ro­pa rie­si­ge Er­war­tun­gen im Be­reich der dua­len Aus­bil­dung weckt, aber das, was es an Ak­ti­vi­tä­ten be­reits gibt, nicht ein­be­zieht." So fah­re Ar­beits­mi­nis­te­rin Ur­su­la von der Ley­en (CDU) durch Eu­ro­pa und wer­be für das Sys­tem, oh­ne je­doch ins De­tail zu ge­hen.

!Wir ha­ben Sor­ge, dass das ei­nen Show-Cha­rak­ter hat", sag­te Fried­rich. Er kün­dig­te ei­ne Initia­ti­ve des Lan­des Ba­den-Würt­tem­berg zur Ein­be­zie­hung der Län­der für die Bun­des­rats­sit­zung am 5. Ju­li an.

Bis zum Jahr 2020 wol­len die EU-Staa­ten sechs Mil­li­ar­den Eu­ro in ei­ne Be­schäf­ti­gungs­ga­ran­tie für jun­ge Men­schen un­ter 25 Jah­ren ste­cken. Fried­rich kri­ti­sier­te, es ge­be kei­ner­lei An­zei­chen, dass die Re­gie­rung die Bun­des­län­der dar­in un­ter­stützt, da­mit die­se end­lich Zu­gang zu EU-Mit­teln für ih­re Ko­ope­ra­tio­nen be­kä­men. Das Geld für die Be­schäf­ti­gungs­in­itia­ti­ve ist al­ler­dings noch nicht frei, weil die Ver­hand­lun­gen zum EU-Haus­halt noch lau­fen.

"Wir be­mü­hen uns als Lan­des­re­gie­rung sehr dar­um, die dua­le be­ruf­li­che Aus­bil­dung zu ei­nem Ex­port­schla­ger zu ma­chen", sag­te Fried­rich. Al­lein Ba­den-Würt­tem­berg sei in Zu­sam­men­ar­beit mit der Wirt­schaft an Pro­jek­ten un­ter an­de­rem in Ru­mä­ni­en, Bul­ga­ri­en und Kroa­ti­en be­tei­ligt. Zur­zeit müs­se das Land im We­sent­li­chen selbst für die Kos­ten auf­kom­men.

Bei der dua­len Be­rufs­aus­bil­dung geht es um ei­ne Aus­bil­dung in Be­trieb und Be­rufs­schu­le. In der Eu­ro­zo­ne sind et­wa 4,5 Mil­lio­nen Men­schen un­ter 25 Jah­ren ar­beits­los. Be­son­ders hoch ist die Ju­gend­ar­beits­lo­sig­keit im Sü­den Eu­ro­pas - in Spa­ni­en mit et­wa 56 Pro­zent und in Ita­li­en mit et­wa 40 Pro­zent.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 9. Oktober 2014

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