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Bun­des­län­der schi­cken im Som­mer tau­sen­de Leh­rer in Ar­beits­lo­sig­keit

Leh­rer­man­gel macht den Schu­len zum Start des neu­en Schul­jahrs vie­ler­orts zu schaf­fen: Doch zu­gleich wur­den Leh­rer zu­letzt oft im Som­mer in die Ar­beits­lo­sig­keit ge­schickt - wohl aus Spar­grün­den
Wie ist die La­ge im Som­mer 2016?

26.08.2016. (dpa) - Die Bun­des­län­der ha­ben wäh­rend der Som­mer­fe­ri­en­zeit im ver­gan­ge­nen Jahr tau­sen­de Leh­rer in die Ar­beits­lo­sig­keit ge­schickt.

Bis zu 7000 mehr Leh­rer wa­ren in den Som­mer­fe­ri­en 2015 ar­beits­los als in nor­ma­len Mo­na­ten mit Schu­le - vor al­lem we­gen be­fris­te­ter Ver­trä­ge.

An­ge­sichts des ver­brei­te­ten Leh­rer­man­gels for­dert die Ge­werk­schaft Er­zie­hung und Wis­sen­schaft (GEW) ein En­de die­ser Spar-Pra­xis.

Im Au­gust 2015 war die Zahl der ar­beits­lo­sen Leh­re­rin­nen und Leh­rer an all­ge­mein­bil­den­den Schu­len auf knapp 11.100 ge­stie­gen - im Jah­res­schnitt oh­ne den Haupt­fe­ri­en­mo­nat Au­gust wur­den 5200 ar­beits­lo­se Leh­rer ge­zählt. Das geht aus der Ant­wort des Bun­des­ar­beits­mi­nis­te­ri­ums auf ei­ne An­fra­ge von Lin­ken-Frak­ti­ons­vi­ze Klaus Ernst her­vor, die der Deut­schen Pres­se-Agen­tur vor­lag und über die die "Pas­sau­er Neue Pres­se" zu­erst be­rich­tet hat­te.

Die Bun­des­agen­tur für Ar­beit (BA) hat­te be­reits im Ja­nu­ar mit­ge­teilt, dass sich in den Som­mer­fe­ri­en­mo­na­ten rund 7000 Leh­rer mehr ar­beits­los ge­mel­det hat­ten als in den Nicht-Fe­ri­en­mo­na­ten. Als Haupt­grund nann­te die BA be­fris­te­te Be­schäf­ti­gun­gen. "Er­kenn­bar ist die­ses Phä­no­men ins­be­son­de­re in den west­li­chen Bun­des­län­dern Ba­den-Würt­tem­berg, Rhein­land-Pfalz, Hes­sen, Bay­ern, dem Saar­land und Ham­burg", so die BA. Die Ge­werk­schaft Er­zie­hung und Wis­sen­schaft (GEW) kri­ti­sier­te die Pra­xis als "skan­da­lös". Zah­len über die La­ge in den Som­mer­fe­ri­en 2016 la­gen noch nicht vor.

Die GEW-Vor­sit­zen­de Mar­lis Te­pe mahn­te: "Vor al­lem we­gen der Flücht­lings­kin­der wer­den Leh­rer in vie­len Re­gio­nen hän­de­rin­gend ge­sucht." Des­halb müss­ten die Län­der den Leh­rern gu­te Be­din­gun­gen bie­ten. "Wer Stel­len nach den Som­mer­fe­ri­en nicht be­set­zen kann, soll­te sich kein Hi­re-and-Fi­re-Prin­zip leis­ten", sag­te Te­pe der dpa.

Ernst kri­ti­sier­te: "Die öf­fent­li­che Hand feu­ert drin­gend be­nö­tig­te Leh­rer, um sie nach En­de der Schul­fe­ri­en post­wen­dend wie­der ein­zu­stel­len."

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Letzte Überarbeitung: 1. Oktober 2016

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