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15/068a Che­mie-Ta­rif­run­de oh­ne Er­geb­nis - Ge­werk­schaft weist An­ge­bot zu­rück

Che­mie-Ta­rif­ver­hand­lun­gen sind nor­ma­ler­wei­se ei­ne recht fried­li­che An­ge­le­gen­heit. Die­ses Jahr ste­hen die Zei­chen aber auf Streit: Die Ar­beit­ge­ber for­dern Lohn­zu­rück­hal­tung, die IG BCE will kämp­fen
Fünf Arbeitnehmer Wer­den die Ver­hand­lun­gen schei­tern?

13.03.2015. (dpa) - Die zwei­te Run­de der Ta­rif­ver­hand­lun­gen für die rund 550 000 Be­schäf­tig­ten der deut­schen Che­mie­in­dus­trie ist oh­ne Er­geb­nis ge­blie­ben.

Die Ge­werk­schaft IG BCE wies am Don­ners­tag in Neuss das An­ge­bot der Ar­beit­ge­ber als "Pro­vo­ka­ti­on" zu­rück.

Die Ar­beit­ge­ber wol­len die Ein­kom­men nach zwei so­ge­nann­ten Leer­mo­na­ten um 1,6 Pro­zent er­hö­hen.

Der Ta­rif­ver­trag soll ei­ne Lauf­zeit von 15 Mo­na­ten ha­ben.

Die Ge­werk­schaft ver­langt 4,8 Pro­zent mehr Geld und will ih­re Mit­glie­der jetzt zu Kund­ge­bun­gen auf­ru­fen.

Ein Ar­beits­kampf sei nicht län­ger aus­ge­schlos­sen.

Die Ver­hand­lun­gen sol­len am 26. März in Stutt­gart fort­ge­setzt wer­den.

Der Ver­hand­lungs­füh­rer der Ar­beit­ge­ber, Hans-Cars­ten Han­sen, hat­te Zu­rück­hal­tung und ei­nen "äu­ßerst mo­de­ra­ten Lohn­ab­schluss" ge­for­dert. Das er­ge­be sich aus ei­ner In­fla­ti­ons­pro­gno­se von na­he Null Pro­zent für 2015 und der zu­rück­ge­gan­ge­nen Pro­duk­ti­vi­täts­ent­wick­lung in der Bran­che.

Da­ge­gen sag­te Pe­ter Haus­mann für die In­dus­trie­ge­werk­schaft Berg­bau, Che­mie, En­er­gie (IG BCE): "Die Bran­che ver­dient gu­tes Geld, die Kon­junk­tur läuft ro­bust auf ho­hem Ni­veau. Von die­ser Ent­wick­lung wol­len sie uns ab­kop­peln." Die nächs­te Run­de sei die letz­te Mög­lich­keit, in frei­en Ver­hand­lun­gen zu ei­nem Er­geb­nis zu kom­men. "Kommt es zu kei­nem Er­geb­nis, lei­ten wir das Sch­lich­tungs­ver­fah­ren ein. Auch ein Ar­beits­kampf ist dann nicht mehr aus­ge­schlos­sen."

Die Ge­sprä­che ver­lau­fen für Bran­chen­ver­hält­nis­se dies­mal un­ge­wohnt kon­tro­vers. Neun re­gio­na­le Ver­hand­lungs­run­den und zwei zen­tra­le Ta­rif­run­den brach­ten bis­lang kei­ne An­nä­he­rung. In frü­he­ren Jah­ren gab es ei­nen Ab­schluss viel­fach in der zwei­ten Run­de.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 11. April 2016

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