HENSCHE RECHTSANWÄLTE, FACHANWALTSKANZLEI FÜR ARBEITSRECHT

ARBEITSRECHT AKTUELL

14/387a DGB: Jun­ge Ar­beit­neh­mer oft un­zu­frie­den - Ar­beit­ge­ber: La­ge ist gut

Pre­kä­re Be­schäf­ti­gung und nied­ri­ger Lohn - so sieht die Job-Rea­li­tät laut DGB für vie­le jun­ge Ar­beit­neh­mer aus: Die Ar­beit­ge­ber se­hen die La­ge ganz an­ders
War­um sind jun­ge Ar­beit­neh­mer häu­fig un­zu­frie­den mit der Ar­beit?

24.11.2014. (dpa) - Jun­ge Ar­beit­neh­mer lei­den nach ei­ner Stu­die des Deut­schen Ge­werk­schafts­bun­des (DGB) oft un­ter be­fris­te­ten Ar­beits­ver­trä­gen und ge­rin­gen Ein­kom­men.

Dem­nach hat rund je­der Fünf­te der Un­ter-30-Jäh­ri­gen nur ei­ne be­fris­te­te An­stel­lung.

Mehr als je­der drit­te Ar­beit­neh­mer un­ter 35 Jah­ren kommt nicht über ei­nen Mo­nats­lohn von 1500 Eu­ro brut­to hin­aus.

Die Bun­des­ver­ei­ni­gung der Deut­schen Ar­beit­ge­ber­ver­bän­de (BDA) mel­de­te Zwei­fel an den DGB-Er­geb­nis­sen an. "Die Be­schäf­tig­ten in Deutsch­land se­hen ih­re Ar­beits­si­tua­ti­on ins­ge­samt sehr po­si­tiv", stell­te die BDA am Sonn­tag in Ber­lin fest.

Der DGB leg­te ei­ne neue Ju­gend-Son­der­aus­wer­tung ei­ner be­reits vor­ge­stell­ten Um­fra­ge zu Ar­beits­be­din­gun­gen von Be­schäf­tig­ten vor. Sie zeigt gro­ße Un­ter­schie­de beim Ein­kom­men jun­ger Be­schäf­tig­ter in Deutsch­land. Bei 14 Pro­zent der Un­ter-35-Jäh­ri­gen sind es nur bis zu 800 Eu­ro brut­to im Mo­nat. 37 Pro­zent ver­die­nen zwi­schen 1500 und 2500 Eu­ro brut­to, 28 Pro­zent mehr.

Ins­ge­samt ma­chen die Zah­len deut­lich: Job-Zu­frie­den­heit und Zu­kunfts­si­cher­heit sind bei vie­len jun­gen Be­schäf­tig­ten eher ge­ring - wenn auch längst nicht bei al­len. Frau­en nen­nen oft schlech­te­re Be­din­gun­gen als Män­ner. Es han­delt sich um die jüngs­ten Um­fra­ge­zah­len des DGB zu dem The­ma. Sie stam­men aus dem Jahr 2012.

DGB-Bun­des­ju­gend­se­kre­tär Flo­ri­an Hag­gen­mil­ler sag­te der Deut­schen Pres­se-Agen­tur: "Jun­ge Frau­en ar­bei­ten deut­lich häu­fi­ger be­fris­tet, in Teil­zeit oder in Mi­ni­jobs als jun­ge Män­ner." Das ent­spre­che meist nicht den Wün­schen der Be­trof­fe­nen - gu­te Ar­beits­be­din­gun­gen sei­en für bei­de Ge­schlech­ter nö­tig. Nö­tig sei­en auch Schrit­te der Po­li­tik et­wa ge­gen be­fris­te­te Ar­beits­ver­trä­ge in Fäl­len, in de­nen Grün­de für die Be­fris­tung wie El­tern­zeit oder Krank­heits­ver­tre­tung feh­len.

Die Ar­beit­ge­ber ent­geg­ne­ten: "Die Um­fra­gen und Er­kennt­nis­se un­ab­hän­gi­ger In­sti­tu­tio­nen zeich­nen ein an­de­res Bild von den Ar­beits­be­din­gun­gen in Deutsch­land." Fast 90 Pro­zent der in an­de­ren Stu­di­en be­frag­ten Be­schäf­tig­ten sei­en mit ih­rer Ar­beit zu­frie­den oder sehr zu­frie­den.

Im Üb­ri­gen senk­ten fle­xi­blen Be­schäf­ti­gungs­for­men Ein­stiegs­hür­den und bö­ten län­ger­fris­ti­ge Be­schäf­ti­gungs­per­spek­ti­ven. "Fast drei Vier­tel der zu­nächst be­fris­tet Be­schäf­tig­ten er­hal­ten in ih­rem Be­trieb ei­ne An­schluss­be­schäf­ti­gung." Der An­teil der Über­nah­men in ein un­be­fris­te­tes Ar­beits­ver­hält­nis sei in den ver­gan­ge­nen Jah­ren deut­lich ge­stie­gen. Der An­teil der Be­fris­tun­gen an al­len Be­schäf­ti­gungs­ver­hält­nis­sen sei zu­letzt auf acht Pro­zent ge­sun­ken.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 2. Dezember 2016

Bewertung:

Auf Facebook teilen Auf Google+ teilen Ihren XING-Kontakten zeigen Beitrag twittern

 

Sie möchten regelmäßig ausführliche, praxisnahe und verständliche Artikel zum Arbeitsrecht, Informationen zu Gesetzesänderungen und zu aktuellen Gerichtsurteilen erhalten? Dann abonnieren Sie unseren Newsletter!
NEWSLETTER
Anrede Vorname
Email Nachname
  Abmelden

HINWEIS: Sämtliche Texte dieser Internetpräsenz mit Ausnahme der Gesetzestexte und Gerichtsentscheidungen sind urheberrechtlich geschützt. Urheber im Sinne des Gesetzes über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (UrhG) ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Dr. Martin Hensche, Lützowstraße 32, 10785 Berlin.

Wörtliche oder sinngemäße Zitate sind nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung des Urhebers bzw. bei ausdrücklichem Hinweis auf die fremde Urheberschaft (Quellenangabe iSv. § 63 UrhG) rechtlich zulässig. Verstöße hiergegen werden gerichtlich verfolgt.

© 1997 - 2016:
Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche, Berlin
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Lützowstraße 32, 10785 Berlin
Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499
E-mail: hensche@hensche.de