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ARBEITSRECHT AKTUELL // 16/095

Statt Kri­mi: DGB Nord for­dert mehr Ar­beits­welt im Fern­se­hen

Statt Kri­mis satt im Fern­se­hen will der DGB im Nor­den ei­nen Ka­me­ra-Schwenk: auf die Ar­beits­welt. Sie gä­be ge­nug Stoff für un­ter­halt­sa­me wie span­nen­de Se­ri­en her, meint DGB-Chef Pol­ka­ehn. Und er schwelgt in Er­in­ne­run­gen
Frau zu Hause im Bett vor dem Fernsehen Was kommt im Fern­se­hen?

21.03.2016. (dpa) - Der Deut­sche Ge­werk­schafts­bund im Nor­den for­dert von den TV-Pro­gramm­ma­chern, mehr von der Ar­beits­welt im Fern­se­hen zu zei­gen.

"Selbst das Os­ter­pro­gramm kommt nicht oh­ne Ge­walt-Quo­te aus. Die In­fla­ti­on an Thril­lern, Kri­mi-Se­ri­en und For­ma­ten, die in der Pa­tho­lo­gie spie­len, muss auch ir­gend­wann mal zu Re­ak­tio­nen füh­ren, bei den Zu­schau­ern und bei den Pro­gramm-Ma­chern", sag­te der DGB-Be­zirks­vor­sit­zen­de Uwe Pol­ka­ehn der Deut­schen Pres­se-Agen­tur.

Die Le­bens­wirk­lich­keit be­ste­he schließ­lich nicht nur aus Mord und Tot­schlag.

Der DGB Nord ist beim Nord­deut­schen Rund­funk (NDR) über den Rund­funk­rat mit an der Kon­trol­le des Sen­ders be­tei­ligt.

"Die Men­schen ver­brin­gen täg­lich vie­le St­un­den im Be­trieb, und da er­le­ben sie auch viel - von Team­geist über Un­ter­neh­mer­will­kür, von Lohn­kämp­fen bis zum Flirt. War­um be­kom­men al­so nicht mehr Se­ri­en ei­ne Chan­ce, die in ei­ner Fa­brik, in ei­nem Bü­ro, in der Wer­be­agen­tur oder Vor­stands­eta­ge, im Su­per­markt oder in der Fei­er­abend­knei­pe spie­len?", frag­te sich der Ar­beit­neh­mer­ver­tre­ter. "Wir soll­ten al­so die Dreh­buch­schrei­ber er­mun­tern, mehr auf die Be­schäf­tig­ten und ih­re Be­triebs­rä­te zu­zu­ge­hen, da gibt es Stoff für mehr als nur ei­ne gu­te Se­rie."

Bör­sen­sen­dun­gen im Fern­se­hen sei­en stark auf Markt­in­ter­es­sen fi­xiert. Wenn dort die Fra­gen der Ar­beits­welt nicht in­te­griert wür­den, müs­se die­se eben um­so mehr an an­de­rer Stel­le ge­sche­hen, mein­te der DGB-Be­zirks­chef. Das müs­se dann über­haupt nicht im­mer bier­ernst dar­ge­stellt sein.

Er war­te noch auf den Nach­fol­ger von "Acht St­un­den sind kein Tag" von Rai­ner Wer­ner Fass­bin­der An­fang der 70er Jah­re um die be­ruf­li­chen und pri­va­ten Pro­ble­me von Werk­zeug­ma­chern so­wie von "Ekel Al­fred". In der Se­rie "Ein Herz und ei­ne See­le" um den Spie­ßer Al­fred Tetzlaff, eben­falls aus den 70er Jah­ren (Wolf­gang Men­ge), prall­ten An­sich­ten des Klein­bür­ger­tums auf pro­gres­si­ve Vor­stel­lun­gen der 68er-Ge­ne­ra­ti­on. "Und auch Ga­by Kös­ter als Su­per­markt­kas­sie­re­rin Ri­ta Kru­se (RTL) hat An­fang der 2000-Jah­re ge­zeigt, dass man er­folg­rei­che sa­ti­ri­sche For­ma­te durch­aus in der Ar­beits­welt an­sie­deln kann", er­in­ner­te Pol­ka­ehn.

Auf ein ent­spre­chen­des Schrei­ben an die ARD-In­ten­dan­tin Prof. Ka­ro­la Wil­le ha­be ihm die­se für die An­re­gun­gen und Hin­wei­se ge­dankt und un­ter an­de­rem auf die Wirt­schafts- und Ver­brau­cher­sen­dun­gen in der ARD ver­wie­sen, er­gänz­te der Be­zirks­vor­sit­zen­de. Er sei ge­spannt auf die Fort­set­zung die­ses Dia­logs mit den Pro­gramm­ge­stal­tern.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 15. Juli 2016

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