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ARBEITSRECHT AKTUELL // 14/052

DGB ge­gen Stich­tags­re­ge­lung bei Ren­te mit 63

Mit 61 ar­beits­los - und mit 63 dann ab­schlag­frei in Ren­te? Wirt­schaft und Uni­ons­po­li­ti­ker fürch­ten bei der Ren­te nach 45 Bei­trags­jah­ren ei­ne neue Wel­le von Früh­ver­ren­tun­gen: Der DGB schlägt da­ge­gen un­ter an­de­rem ei­nen bes­se­ren Kün­di­gungs­schutz für Äl­te­re vor
Alter Mann mit Hund im Wald Was spricht ge­gen die Stich­tags­re­ge­lung?

15.02.2014. (dpa) - Der Deut­sche Ge­werk­schafts­bund (DGB) macht Front ge­gen ei­ne mög­li­che Stich­tags­re­ge­lung bei der Ren­te mit 63.

Durch die An­rech­nung von Ar­beits­lo­sig­keit nur für die Zeit vor 2014 wol­len ei­ni­ge Uni­ons­po­li­ti­ker ei­ne neue Wel­le von Früh­ver­ren­tun­gen ver­hin­dern.

DGB-Vor­stands­mit­glied An­ne­lie Bun­ten­bach warf am Frei­tag den Be­für­wor­tern vor, da­mit al­le jün­ge­ren Ar­beit­neh­mer zu be­nach­tei­li­gen.

"Ei­ne sol­che Re­ge­lung wä­re kei­ne Maß­nah­me ge­gen an­geb­li­che Früh­ver­ren­tungs­pro­gram­me, son­dern wür­de die Ver­ein­ba­run­gen der Ko­ali­ti­on zur Ren­te mit 63 grund­le­gend in Fra­ge stel­len", sag­te Bun­ten­bach der Nach­rich­ten­agen­tur dpa. Auch in Zu­kunft müss­ten Zei­ten der Ar­beits­lo­sig­keit bei der Be­rech­nung der not­wen­di­gen 45 Bei­trags­jah­re voll be­rück­sich­tigt wer­den, zu­mal die Er­werbs­bio­gra­fi­en der Jün­ge­ren heu­te oh­ne­hin viel brü­chi­ger sei­en als frü­her.

"Wenn die Ko­ali­ti­on tat­säch­lich ernst­haft in Sor­ge ist, dass die Ren­te mit 63 von den Ar­beit­ge­bern zur Früh­ver­ren­tung miss­braucht wird, kann sie sol­chen Stra­te­gi­en ganz ein­fach ei­nen Rie­gel vor­schie­ben, in­dem sie die Er­stat­tungs­pflicht bei Ent­las­sun­gen Äl­te­rer wie­der ein­führt", sag­te Bun­ten­bach. Un­ter­neh­men müss­ten dann die So­zi­al­kos­ten für die zwi­schen dem 61. und 63. Le­bens­jahr in die Ar­beits­lo­sig­keit ent­las­se­nen Mit­ar­bei­ter selbst tra­gen. Ei­ne sol­che Re­ge­lung war 2006 ab­ge­schafft wor­den. Bun­ten­bach: "Ei­ne an­de­re Va­ri­an­te wä­re die Ver­bes­se­rung des Kün­di­gungs­schut­zes für Äl­te­re."

Bun­des­ar­beits­mi­nis­te­rin An­drea Nah­les (SPD) sucht der­zeit nach ei­ner ver­fas­sungs­kon­for­men Re­ge­lung, um mög­li­che Früh­ver­ren­tun­gen zu ver­hin­dern. Am Frei­tag fand auf Fach­ebe­ne ei­ne Ko­ali­ti­ons­run­de zu dem be­reits vom Ka­bi­nett ge­bil­lig­ten Ge­setz statt.

Ei­ne mög­li­che Lö­sung soll wäh­rend der par­la­men­ta­ri­schen Be­ra­tun­gen in den Ge­setz­ent­wurf ein­ge­bracht wer­den. Nach Aus­sa­ge des Bun­des­ar­beits­mi­nis­te­ri­ums gibt es der­zeit noch kei­nen neu­en Sach­stand.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 20. August 2014

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